Wegen der großen Nachfrage wird ein zusätzlicher JelGi-Kurs angeboten am Freitag, den 6. Dezember, von 13-18 Uhr in der Stadtbücherei Wermelskirchen

Füllung oder Posse?

Ein Einwurf von Wolfgang Horn 

Eine Farce ist eine Füllung für Fleisch- oder Fischgerichte. Diese Farce für Leckermäulchen war aber gewiß nicht gefragt als Vorlage für den treffend formulierten Kommentar von Anja Carolin Siebel in der heutigen Ausgabe des Wermelskirchener General-Anzeigers, in dem es heißt, es sei „tatsächlich eine Farce, was sich Wermelskirchens Politiker einmal mehr“ erlaubten im Zusammenhang mit dem gegenläufigen Radverkehr auf der hiesigen Telegrafenstraße. Als Posse, als derbes Spiel, als Schmierenkomödie muß das fein klingende französischstämmige Wörtchen Farce in diesem Kontext übersetzt werden. Als Metapher für eine lächerliche Szene, für Bühnen-Unsinn, diesmal auf den kommunalpolitischen Brettern dargeboten von der sachunkundigen Schar lokalpolitischer Laiendarsteller von CDU, WNKUWG und Büfo, die immer wieder nur den falschen Text im falschen Kontext parat haben. Was anderswo klaglos funktioniert, in Wuppertal etwa oder auch im wirklich komplizierten Verkehr der Nachbarmetropole Köln, nämlich gegenläufiger Radverkehr in Einbahnstraßen, darf in Wermelskirchen partout nicht sein. Basta! Die radfahrkundigen und zweiraderprobten bürgerlichen Radler-Fraktionen wollen abwarten. Mal wieder. Diesmal auf die Auswirkungen der Baumaßnahmen auf dem Loches-Platz. Und Henning Rehse, Oberradfahrer der WNKUWG, möchte nicht entscheiden, weil die Bevölkerung zum Thema „gespalten“ sei. Wie bitte? Dann mögen sich die Politiker doch bitte sachkundig machen und an der Beseitigung der Spaltung mitwirken. Wie denn anders? Zu Recht weist Anja Carolin Siebel in ihrem heutigen Beitrag im Wermelskirchener General-Anzeiger darauf hin, daß „Wermelskirchen (…) nicht erst einmal öffentlich ausgelacht“ wurde, weil sich die kommunalpolitischen Großmeister der bürgerlichen Fraktionen derart beharrlich widersetzen. Ob auf dem Loches-Platz gebaut wird oder nicht: Der Radverkehr in Wermelskirchen wird hintertrieben. Und jetzt soll das ganze Verfahren auch noch in die Länge gezogen werden, damit nicht vor den Schranken des Gerichts eine Öffnung der Telegrafenstraße festgelegt wird. Na toll. Kommunalpolitik in Wermelskirchen. Wie immer. Weitsichtig. Klug. Kompromißbereit.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.