Durch die durch Bauarbeiten auf der Landebahn des Kölner Flughafens veursachten Umleitungen fliegen derzeit mehr Flieger über das Oberbergische

Buchtipp: Wuppertal-Reiseführer für Bergische

Von Matthias Dohmen

Bergisches Land | Volltreffer: Mit „111 Orte in Wuppertal, die man gesehen haben muss“, legt der Kölner Emons-Verlag ein Buch vor, dass in die Bibliothek jedes eingefleischten Bergischen gehört.

Der Aufbau der 111 zweiseitigen Kapitel wird streng eingehalten: Links Überschrift und Text, rechts ein großformatiges Foto und Kurzinfos.

Am Beispiel des ersten Beitrages. „Der Alte Friedhof – Ein Pariser Knopffabrikant liegt in Langerfeld“ steht über dem Text, mit dem ein alter Barmer Gottesacker und sein wohl prominentester „Gast“ vorgestellt wird. Rechts, wie gesagt, das Foto, gefolgt von der Postadresse, den Verbindungen mit dem öffentlichen Personennahverkehr inklusive Name der Haltestelle sowie detaillierten Angaben dazu, wie man den fraglichen Ort findet (im gegebenen Fall: Langerfelder Markt, Langerfelder Straße, Kohlenstraße, Odoakerstraße).

Gewiss, die Schwebebahn, das Elberfelder Rathaus, die Hofaue oder das KZ-Kemna-Denkmal wird jeder Bürger der bergischen Metropole kennen. Der Bekanntheitsgrad der Gemarker Kirche oder des Märchenbrunnens dürfte ebenfalls sehr sein. Aber weiß jeder Wuppertaler etwas mit dem Schinderhannesturm, der Konsumgenossenschaft „Vorwärts“ oder der Villa Halstenbach anzufangen?

Der Autor (und Fotograph) Fabian Pasalk, in Essen geboren und in Köln lebend, hat jedenfalls viele „locations“ ausfindig gemacht und kenntnisreich beschrieben beziehungsweise abgelichtet. Am Ende des Bandes sind Karten abgedruckt, auf denen die einzelnen Stationen markiert sind, so dass man einen groben Überblick besitzt, welche Sehenswürdigkeit im Osten oder Westen, auf den südlichen oder den Nordhöhen sich befindet. Taucht man, schreibt der Autor im Vorwort, „selbst ein in dieses Konglomerat einst eigenständiger Gemeinden, entdeckt man die wirkliche Schönheit Wuppertals“.

Gut gebrüllt, Löwe!

Fabian Pasalk, 111 Orte in Wuppertal, die man gesehen haben muss, Köln: Emons 2018, ISBN 978-3-7408-0247-9, 240 S., Euro 16,95

www.emons-verlag.de

In der Reihe „111 Orte“ sind bislang etwa Neapel und Edinburgh, an deutschen Städten München oder Jena vorgestellt worden.

Dr. Matthias Dohmen M. A. ist Journalist und Historiker und lebt in Wuppertal.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

    • Frank Zimmer
    • 25.07.18, 15:58 Uhr

    Klasse Info, die meine Empfehlung für dieses Buch absolut wiedergibt. Und Ja: Schwebebahn, Rathaus, Hofaue sind sicher bekannt. Der Autor zeigt diese Orte jedoch an einem aufhängenden Detail, welches sicher unbekannt ist. Auf diese Weise wird auch das Bekannte überaus interessant und überraschend vorgestellt. Besonders für den scheinbar wohl informierten Einheimischen. Ehrlicher Tip: Besorgen, mit Freude lesen, überraschen lassen und dann losfahren.

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