Sozialhilfeausgaben in NRW um 3,8 Prozent gestiegen

Die Ausgaben für Leistungen der Sozialhilfe waren im Jahr 2016 um 3,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, gaben die Träger brutto knapp acht Milliarden Euro für Sozialhilfe aus. Abzüglich der Einnahmen (größtenteils Erstattungen durch andere Sozialleistungsträger) in Höhe von 527 Millionen Euro beliefen sich die Nettoausgaben für Nordrhein-Westfalen auf knapp 7,5 Milliarden Euro (+4,1 Prozent).

Im Rheinisch-Bergischen Kreis nahmen die Ausgaben um 8,4% zu. Von 82 Euro pro Einwohner im Jahr 2010 stiegen die Ausgaben auf 121 Euro pro Einwohner im Jahr 2016. Die Eingliederungshilfen für behinderte Menschen wiesen mit 40,1% die deutlichste Steigerung auf.

Den größten Anteil an den Nettoausgaben hatten die Eingliederungshilfen (55,3%) für behinderte Menschen und die Hilfe zur Pflege (13,2%). Die reinen Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung hatten einen Anteil von 21,5 Prozent an den Nettoausgaben. 5,6 Prozent der Ausgaben entfielen auf den Bereich der Hilfe zum Lebensunterhalt. 

Nahezu zwei Drittel (63,9 Prozent, 4,98 Milliarden Euro) der Bruttoausgaben wurden für Hilfeleistungen in Einrichtungen aufgewandt, der Rest von 2,8 Milliarden Euro wurde außerhalb von Einrichtungen gewährt. Fast zwei Drittel (63,4 Prozent; knapp 5,0 Milliarden Euro) der Bruttoausgaben wurden in Zuständigkeit des jeweiligen überörtlichen Trägers der Sozialhilfe (Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen) gezahlt, das restliche Drittel (rund 2,8 Milliarden Euro) durch die zuständigen örtlichen Träger (Kreise und kreisfreie Städte).

Hier finden Sie die Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise als PDF-Datei:

 

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