Bergische Abgeordnete uneins über “Ehe für alle”

 

In der Abstimmung über die “Ehe für alle” waren sich die drei Bundestagsabgeordneten aus dem Bergischen heute uneins. Während die oberbergische SPD-Abgeordnete Michaela Engelmeier mit “Ja” gestimmt hat, gab es von den beiden bergischen CDU-Abgeordneten Klaus-Peter Flosbach und Wolfgang Bosbach ein “Nein”.

Flosbach hat in seiner Stellungnahme deutlich gemacht, dass nur die Ehe zwischen Mann und Frau geeignet sei, “neues Leben zu stiften”. Außerdem sei durch das Partnerschaftsgesetz von 2001 bereits eine faktische Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften gegeben. Er spricht außerdem von einem Eingriff in das Grundgesetz, für das eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig gewesen wäre. Ähnlich hatte sich auch Bosbach geäußert.

Die SPD Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier hat nach der Abstimmung mit ihrer Fraktion symbolisch eine Hochzeitstorte angeschnitten. Ihre Freude sei besonders groß, weil ihre Partei schon lange für dieses Ziel gekämpft habe.

Hier für alle, die an konkreten Informationen über die namentliche Abstimmung interessiert sind, das Protokoll der heutigen Sitzung des Deutschen Bundestages als PDF-Datei:

 
 

(© Foto: Deutscher Bundestag, Unionsfraktion,  Photographs by Tobias KochCC-BY-SA-3.0-DE)

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

    • stefan wiersbin
    • 02.07.17, 14:58 Uhr

    Mit der “Ehe für alle” sind wir endlich einen riesigen Schritt auf den Weg der Gleichstellung gegangen. – Und damit auf ein einheitliches Recht in Europa.
    Gleichgeschlechtliche Partnerschaften haben hiermit endlich die gleichen Rechte, aber eben auch die gleichen Pflichten, wie heterosexuelle Partnerschaften. – Wenn sie denn vor das Standesamt treten und heiraten.
    Das ist gut und tut keinem weh! – Denn der “heterosexuellen Ehe” wird nichts, aber auch gar nichts genommen.
    Ich danke alle jenen, die für diese Gleichstellung gekämpft haben. Jedoch, werden wir weiter für die Rechte von homo-, inter-, transsexuellen Menschen eintreten müssen, da sie leider nicht selbstverständlich sind. Wir immer noch verbaler, wie auch physischer Gewalt in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind; immer noch in gewissen Bereichen berufliche Nachteile haben. – Im Jahre 2017!
    Jetzt wird der eine oder andere Fragen, was hat das mit Wermelskirchen zutun. – Ja, es hat etwas mit Wermelskirchen zutun. Auch hier leben homo-, inter-, transsexuelle Menschen. Und, auch hier gibt es Menschen die uns ablehnen und dies zumindest verbal deutlich machen.
    Solange wie Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, unwidersprochen bedauern, dass wir nicht mehr mit dem Strafrechts-Paragraphen 175 verfolgt werden, sind wir noch nicht in der Normalität angekommen!
    Es ist egal welches Geschlecht ich liebe! Liebe sollte unser Leben tragen! – Steht schon im Neuen Testament.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.