VON WOLFGANG HORN
Karl Springer, nein, den müssen Sie jetzt nicht kennen, Karl Springer ist mehr oder weniger selbsternannter Bürgermeisterkandidat der AfD und taucht im ansonsten AfD-freien Forum Wermelskirchen allenfalls mal auf, wenn es darum geht, mit viel Weinerlichkeit zu beklagen, daß seine Auslassungen hier nicht erwünscht sind und deshalb auch nicht publiziert werden, was er, Springer, der Mann einer Partei, die es mit Putin hält und Trump, quittiert mit der Beleidigung, es handele sich beim Forum Wermelskirchen um „Cancel Culture“ von „Wahrheitsverdrehern“ und der „Aktuellen Kamera“. Wer so redet und so schreibt, weit an allen Wahrheiten vorbei, hat nicht die bürgerliche Auseinandersetzung um den richtigen Weg in der Politik im Auge. Seine Partei und Karl Springer spalten die Gesellschaft und die Stadt und wollen sie spalten, sie schüren Ängste und machen Politik mit Ressentiments und rassistischen Sprüchen, sie hetzen gegen Minderheiten, paktieren mit Rechtsextremisten und versuchen, das Land auf einen völkisch-rechtsnationalistischen Kurs zu bringen, mit allen Mitteln. Dieser Karl Springer also, der sich öffentlich gerne als wahrheitsliebender Demokrat präsentiert, sozusagen als pelzig-süßes Schäfchen und nicht als haariger Böser Wolf, dieser Karl Springer sollte der Wermelskirchener Öffentlichkeit doch einmal erläutern, warum der vor Wochen noch als Sprecher der hiesigen AfD tätige Stefan M. Sch., dem Wahlausschuß der Stadt ein Dokument hinterlassen, also öffentlich gemacht hat, das den Wermelskirchener AfD-Sprengel als höchst undemokratischen Haufen kennzeichnet, in dem offenbar mit Druck und Drohungen die von den führenden Parteigenossen vorgesehenen Kandidatenlisten durchgesetzt worden sind. Wenn die Darstellung des Schreibens auch nur annähernd der Wahrheit entspricht, was man auch bei ehemaligen AfD-Anführern nicht immer genau sagen kann, handelt es sich bei der lokalen Ortsgruppe um einen Club, in dem von demokratischen Spielregeln in keiner Weise angekränkelte ältere Herren ihre Macht durchsetzen, an allen Regeln und Vorschriften vorbei. Von wegen demokratische Partei. Da kann man nur sagen: Finger weg.
Karl Springer hat sich doch noch vor Tagen hier leicht erhitzt gezeigt, weil sich in diesem Forum nicht alle Parteien wiederfinden.
Aber welche Vorgehensweise verfolgt die AfD selbst bei ihrem offiziellen Wahlkampf?
Auf Springer’s Wahlkampfvideo ist nur er “der Gute” und die Anderen? Ja die Anderen sind sieben aufgeführte Parteien. Für uns jetzt kein Beinbruch, nicht erwähnt worden zu sein.
Aber es sagt sehr viel über die politische Glaubwürdigkeit dieses Herrn aus.
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=wQOQD2qxpDU)