Kategorien: Kommunalpolitik, Soziales, Vereine/Verbände
Die Pressemitteilung des Kreisverbandes Remscheid der Linken entnehmen wir dem Waterbölles, dem kommunalpolitischen Forum für Remscheid:

Mit großer Bestürzung und in großer Trauer haben wir erfahren, dass unser langjähriger Partei- und Fraktionsvorsitzender Fritz Beinersdorf verstorben ist.
Fritz Beinersdorf, geboren am 27.September 1946 in Remscheid, war seit früher Jugend politisch aktiv. Zunächst in der DKP, später in der PDS und der WASG. Fritz Beinersdorf war maßgeblich an der Gründung der LINKEN beteiligt. In Remscheid baute er die Partei auf und wurde ihr erster Vorsitzender. Bei der Kommunalwahl 2009 gelang es Fritz Beinersdorf, die LINKE in Fraktionsstärke in den Rat zu führen und war dort zwei Wahlperioden als Fraktionsvorsitzender tätig.
Hervorstechend war seine unermüdliche Arbeit in der Kommunalpolitik, der er sich bis zu seiner schweren Krankheit täglich widmete. Mit hoher kommunikativer Kompetenz schaffte er es, die LINKE als politische Kraft in der Stadtgesellschaft zu etablieren. Fritz Beinersdorf war immer bereit, mit allen Menschen über Politik zu diskutieren, blieb dabei aber seinen eigenen politischen Überzeugungen treu. Diese waren vor allem Soziale Gerechtigkeit, Frieden, Antifaschismus und Bekämpfung eines wieder erstarkenden Rechtsextremismus.
Fritz Beinersdorf verfügte über ein großes historisches Wissen über politische Zusammenhänge in der Kommune. Er setzte sich intensiv dafür ein, dass weder die Verbrechen des Nationalsozialismus, noch die Menschen, die Widerstand geleistet haben, in Vergessenheit gerieten. Fritz Beinersdorf war sowohl in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN)/ Bund der Antifaschisten als auch in der Friedrich Wolf – Gesellschaft und bei Remscheid Tolerant aktiv. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit lag im Bereich von Kunst und Kultur im städtischen Raum, wobei ihn auch hier besonders kulturhistorische Werke und deren Entstehungsgeschichte interessierten.
Fritz Beinersdorf war für die LINKE. Remscheid die prägende Persönlichkeit. Mit seinem hohen Engagement und seiner politischen Kompetenz war und ist er für uns Vorbild. Wir werden ihn nicht vergessen.
Aufgrund des traurigen Ereignisses ist die Tagung zur Gesundheit in Remscheid „Armut macht krank – Krankheit macht arm“ am Samstag, 11. Juni. in der Kraftstation abgesagt. Wir bitten um Verständnis. (Brigitte Neff-Wetzel)