Internationaler Frauentag

Stets am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag begangen. Er soll unter anderem auf die Gleichstellung der Geschlechter und auf bestehende Diskriminierungen aufmerksam machen und steht in diesem Jahr gewiß im Zeichen der Corona-Krise. Seinen Ursprung hatte der Frauentag 1908 in den USA. Von dort verbreitete sich der Gedenktag auch nach Europa. 1975 wurde er von den Vereinten Nationen als Internationaler Frauentag institutionalisiert. Von den 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen hatten Anfang 2018 lediglich 143 die Gleichstellung der Geschlechter in ihre Verfassung aufgenommen. Dabei sind Frauen und Mädchen meist stärker von Armut, Hunger und unzureichender Gesundheitsversorgung betroffen. Frauen verdienen oft weniger und werden öfter um ihr Recht auf Bildung gebracht. 

Einige Fakten:

• Mehr Frauen als Männer arbeiten in Pflegeberufen und in direktem Kontakt zu Menschen. Dadurch sind sie stärker gefährdet, sich zu infizieren. Allerdings ist der Krankheitsverlauf bei Männern durchschnittlich schlimmer. 

• Frauen sind finanziell im Schnitt schlechter abgesichert als Männer. Gerade im Niedriglohnsektor sind viele von Jobverlust und Armut gefährdet. 

• Frauen erleben häufiger physische und sexualisierte Gewalt. Hilfsorganisationen weltweit berichten von einer Zunahme häuslicher Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen.

• Home Office und Home Schooling: Mütter sind in der Pandemie oft mehrfach belastet. In Deutschland haben 27 % der Frauen ihre Arbeitszeit für die Kinderbetreuung reduziert (im Vergleich: 16 % der Männer).

• Teilzeitbeschäftigung und längere Auszeiten vom Job führen zu schlechteren Karrierechancen und einem größeren Gender Pay Gap.

• Das macht sich auch in den Führungsetagen und in der Politik bemerkbar: In den 200 größten deutschen Unternehmen sind 11,5 Prozent der Vorstandsmitglieder weiblich. Im Bundestag sind knapp ein Drittel der Abgeordneten Frauen.

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