Gedenken an die Deportation der Sinti und Roma ins Konzentrationslager Ausschwitz am 2. und 3. März 1943

Remscheid | Die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. erinnert am heutigen 3. März 2021, an die Deportation der Remscheider Sinti und Roma-Familien vor 78 Jahren.

Nach heutigen Erkenntnissen wurden mindestens 84 Personen am 3. März 1943, darunter 49 Kinder unter 16 Jahren, von Remscheid nach Auschwitz deportiert. Die Männer wurden zum Teil schon am 2. März 1943 an ihren Arbeitsstätten verhaftet. Die Familienangehörigen nahm man aus den Lagern Gründerhammer und Blaffertsberg in Gewahrsam.

Vom Hof der Polizei in Remscheid führte man die Menschen über die Freiheitstraße zum Bahnhof. Aus dem Kinderheim der Palmstiftung wurden die sieben und acht Jahre alten Brüder Heinrich und Adolf Steinbach abgeholt. Dies bedeutete für sie und für mindestens 71 Menschen aus Remscheid den Tod.

Die Überlebenden kehrten traumatisiert in ihre Heimat zurück und mussten nun meist vergeblich um Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus und Wiedergutmachung kämpfen.

Da die zunächst geplante Veranstaltung wegen Covid-19 nicht stattfinden kann, gedenken Vertreter des Vereins Am Blaffertsberg, im Morsbachtal am Gründerhammer, der Freiheitstraße sowie der Stachelhauserstraße und am alten Pferdestall der Polizei in Remscheid in Stille.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.