NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (XCII)

Erneut vermeldet das Robert-Koch-Institut mit 19.059 neuen Fällen einen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Mehr als 100 Infizierte starben. Am Freitag waren es 18.681 neue Fälle gewesen, auch das war bereits ein Höchstwert. Am Samstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 14.714 Neuinfektionen gemeldet. Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Diese Zahl wird nun bereits viel früher erreicht. Die Werte sind nur begrenzt mit denen vom Frühjahr vergleichbar, da nun weitaus mehr Tests gemacht und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. In den kommenden Wochen werden einer Studie zufolge deutlich mehr Menschen im Zusammenhang mit einer Infektionen sterben als in den vergangenen Wochen. Modellrechnungen einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen zeigen, dass die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 in Deutschland bereits Anfang November auf 500 bis 800 pro Woche zunehmen dürfte. In einem Fleischbetrieb bei Grimmen ist es mit 57 Fällen bei Mitarbeitern des Unternehmens und deren Kontaktpersonen zum bislang größten Corona-Ausbruch in Mecklenburg-Vorpommern seit Beginn der Pandemie gekommen. Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt auf 49.215 binnen 24 Stunden. Das ist ein Zuwachs von rund 1500 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten steigt um 256 auf insgesamt 36.565. Belgien verschärft erneut die Lockdown-Maßnahmen. Von Montag an müssen nicht unentbehrliche Geschäfte wieder schließen. Weitere Einschränkungen kommen auch auf Privathaushalte zu: Dort sind mit Inkrafttreten der Verschärfungen nur noch Besuche eines einzigen Gastes zugelassen. Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen strengen Teil-Lockdown in England. Demnach solle alles geschlossen werden – abgesehen von lebenswichtigen Geschäften und Bildungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Universitäten. Das tschechische Parlament stimmt der Verlängerung des Ausnahmezustands bis zum 20. November zu. Die Friedhöfe in Polen werden zu Allerheiligen heute, Sonntag und Montag wegen der raschen Zunahme von Infektionen geschlossen. Italien hat mit 31.084 Fällen eine Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen gemeldet. Dem Schweizer Gesundheitssystem droht die Überforderung. Obwohl die Zahl der nicht akuten Eingriffe in den Krankenhäusern bereits massiv reduziert worden ist, dürfte die Bettenkapazität in rund zwei Wochen erschöpft sein. In den Niederlanden sind mit 11.141 Fällen erstmals mehr als 11.000 Neu-Infektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Besorgniserregend ist die Zunahme bei den Patientenzahlen in Krankenhäusern und auf Intensivstationen. Auch die Anzahl der Todesfälle steigt. In den vergangenen sieben Tagen waren täglich im Schnitt 54 Tote gemeldet worden, in der Vorwoche waren es 37. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen Fällen gezählt. Indien meldet 48.268 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 8,1 Millionen. Indien zählt nach den USA die meisten Fälle weltweit. Die Zahl der Toten stieg um 551 auf insgesamt 121.641. Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist mit 94.125 neuen Ansteckungsfällen im Land am zweiten Tag in Folge ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Zudem wurden 919 weitere Todesfälle registriert. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn in den USA 9.034.295 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg insgesamt auf 229.544.

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