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Fridays for Future übergibt Forderungen an die Kreisstadt Gladbach

Den Beitrag über die Forderungen von Fridays For Future im Rheinisch-Bergischen Kreis entnehmen wir mit freundlicher Genehmigung dem Bürgerportal Bergisch Gladbach, in-gl.de:

Die „Fridays for Future“ (FFF)-Gruppe aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis hat Forderungen an die Bergisch Gladbacher Kommunalpolitik in Sachen Klimaschutz formuliert. Eine Delegation übergab am vergangenen Freitag die Liste stellvertretend an StadtGrün-Leiter Christian Nollen vor dem Rathaus auf dem Konrad-Adenauer-Platz.

„Die aufgeführten Maßnahmen sind nur ein Anfang“, so die Einleitung zu den konkreten Forderungen. „Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, tun Sie den ersten Schritt, dann werden andere folgen“.

Als kommunal umsetzbare Maßnahmen für den geforderten „echten Klimaschutz“ führt die Gruppe unter anderem

  • ein städteeigenes Programm zur Fassaden- und Dachbegrünung,
  • die Gewerbedachnutzung für Solaranlagen,
  • die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Wasserstoffmotoren,
  • kostenlosen ÖPNV,
  • Ausbau der Radwege
  • oder den Stopp der Fällung von alten Bäumen an.

Christian Nollen dankte den Aktivistinnen und Aktivisten auch im Namen von Bürgermeister Lutz Urbach und versprach, die Liste der Forderungen den zuständigen Fachstellen der Verwaltung und auch den politischen Fraktionen zukommen zu lassen.

„Wir erwarten nicht, dass morgen alles umgesetzt ist, aber dass Stück für Stück daran gearbeitet wird“, erklärte Organisatorin Chantal Reiher. „Wir möchten mit Ihnen in Verbindung bleiben.“

Nollen begegnete den Delegationsmitgliedern aufgeschlossen. „Mein persönlicher Anspruch ist es bei meiner Arbeit: Ich will Verbesserungen erreichen gegenüber dem, was wir jetzt schon haben.“

Auf die Situation der Bäume in der Schloßstraße angesprochen, ist er überzeugt: „Das, was da jetzt entsteht, ist wirklich nachhaltig. Allein der Schattenwurf der künftigen Bäume wird zwei- bis zweieinhalbmal so groß sein wie heute.“ Zu den Erwartungen der Aktivisten mahnte er Realismus an: „Forderungen zu hundert Prozent durchzusetzen klappt nie, weil viele teils gegensätzliche Interessen zu beachten sind.“

Die FFF-Gruppe überreichte nicht nur eine Mappe mit ihren Forderungen, sondern auch eine – leere – Pappschachtel mit der Aufschrift „Klimapaket“ als Anspielung auf das kürzlich verabschiedete Bundesprogramm. „Machen Sie es auf, dann wissen Sie, was wir davon halten“, erklärte Mitorganisatorin Lena Olivier dazu.

Die Proteste gehen weiter: Angekündigt ist bereits eine Kundgebung in Bergisch Gladbach für den 29. November um 11.30 Uhr zum „Global Day of Climate Action“.

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