Wegen der großen Nachfrage wird ein zusätzlicher JelGi-Kurs angeboten am Freitag, den 6. Dezember, von 13-18 Uhr in der Stadtbücherei Wermelskirchen

Die Linke: Freizeitpark durch Haushaltsmittel finanzieren

Die Partei „Die Linke“ in Wermelskirchen fordert in einer Pressemitteilung, den städtischen Eigenanteil für den Jugendfreizeitpark statt aus Privatspenden durch den städtischen Haushalt zu finanzieren:

Wermelskirchen | Hier in Wermelskirchen ist ein Freizeitpark für Kinder, Jugendliche und Familien in Planung, erste Arbeiten wurden verrichtet. Der Eigenanteil der Stadt beträgt ca. 180.000 Euro (30%), der Rest wird aus Zuschüssen finanziert.

Jetzt verhält es sich so, dass einige Parteien, insbesondere die CDU, WNKUWG und Teile der FDP, dem Bau des Freizeitparks nur zugestimmt haben, weil der Bürgermeister (SPD) zugesagt hat, den Eigenanteil aus Spendengeldern zu generieren. Ansonsten wäre dem Projekt nicht zugestimmt worden! Aber geht es in der Politik denn wirklich noch um die Finanzierbarkeit des Freizeitparks? Oder ist vielleicht doch der Blick auf die nächste Kommunal- und Bürgermeisterwahl ausschlaggebend, wo man dann dem Bürgermeister politisches Versagen in Bezug auf die Spendengelder vorwerfen könnte, wenn er diese bis dahin nicht generieren kann? Dass sich die ehemaligen Verweigerer mittlerweile öffentlich als Befürworter des Freizeitparks darbieten, sollte nicht verwundern.

Natürlich ist ein Sammeln von Spendengeldern keine einfache Aufgabe, auch nicht für den Bürgermeister. Dazu kommt dann noch der Druck, der durch das mögliche Scheitern des Projekts wegen der eventuell fehlenden Spendengelder erzeugt wird. Aber nicht nur der Bürgermeister ist am Sammeln, auch Initiativen, Vereine und Einzelpersonen sind fleißig dabei, die Summe von 180.000 Euro beisammen zu bekommen.

DIE LINKE Wermelskirchen sagt dazu STOPP! Wir fordern, dass der Eigenanteil in voller Summe aus dem Haushalt der Stadt Wermelskirchen finanziert werden soll.

In den letzten Jahren hatte man genug Gelder, um z.B. ein neues Hallenbad, eine neue Schule, zwei Kunstrasenplätze und jede Menge Parkplätze zu finanzieren. Und jetzt müssen 180.000 Euro, was Peanuts im Vergleich zu den anderen Investitionen sind, zwingend durch Spendengelder finanziert werden? Geht`s noch?

Der Freizeitpark ist ja nicht nur ein „Rollplatz“, wie immer noch viele vermuten. Nein, dieser Freizeitpark ist ein Angebot an alle. Sportler, Biker, Kinder, Jugendliche und auch Familien, die mit ihren Kindern was zum Entspannen suchen. Es wäre also zum Nutzen aller, wenn dieses Projekt auf finanziell gesichertem Boden steht und alle politischen Unsicherheiten ausgeräumt werden.

Kommentare (11) Schreibe einen Kommentar

  1. Die Grünen und die Linke werben noch während der Spendenphase für die Bezahlung mit Steuergeldern. Damit geben sie theoretisch das Scheitern der Spendenaktion zu. Denn wer spendet denn jetzt noch aus eigener Tasche?

    Antworten

    • Mike Galow
    • 28.08.19, 17:05 Uhr

    Zum einen werben die Linken nicht, den Eigenanteil aus Haushaltsmitteln zu leisten, sondern wir fordern es. Die Gründe wurden ausführlich beschrieben. Dass Sie es sich nicht nehmen lassen, da wieder irgendwas hinein zu interpretieren, ist ja von Ihnen bekannt. Darf ich es auch mal versuchen? Zukunft Wermelskirchen möchte also die Bürgerinnen und Bürger weiter verarschen und eine politische Erpressung aufrecht erhalten, nur um nächstes Jahr dem Bürgermeister auf dem Rücken der Nutznießer des Parks einen rein zu würgen?

    Das Geld ist im Haushalt vorhanden, die Spenden kann man besser dazu nutzen, um den Park mit Equipment zu erweitern.

    Antworten

    • Andreas Müßener
    • 28.08.19, 19:25 Uhr

    Tatsächlich ist die Wirkung noch viel schlimmer. Nicht nur, dass eine Spendenaktion ruiniert werden kann dadurch. Bisherige Spender werden in dem Fall doppelt zur Kasse gebeten. In den nächsten Jahren könnte dadurch die Spendenbereitschaft weiter in den Keller gehen.

    Antworten

    • Mike Galow
    • 28.08.19, 20:04 Uhr

    Wenn man unserer Forderung folgen sollte, wird die Spendenaktion nicht kaputt gemacht, sondern a) es wird nicht nur dem Bürgermeister, sondern auch den vielen ehrenamtlichen Spendensammlern der Druck genommen, noch bis nächstes Jahr (oder länger) im Ungewissen zu sein. Und b.) wird damit das politische Theaterstück beendet, das nur auf dem Rücken der Helfer und Nutznießer ausgetragen wird. Geld ist im Haushalt ja vorhanden, was die Begründung bezüglich auf das HSK obsolet macht.

    Doppelt zur Kasse gebeten? Wenn die Gelder nicht zusammen kommen und das Projekt durch CDU, WNKUWG, AfD, Zukunft Wermelskirchen und Teile der FDP beerdigt wird, sind die Spendengelder doch auch weg, oder? Dann haben die Leute für den Haushalt gespendet. Oder willst du den Leuten dann das Geld zurück erstatten? Das kann man auch jetzt schon machen. Dein Argument ist also eine Luftnummer. Außerdem könnte man ja die Spendengelder zu einem Stichtag verrechnen, sie wären damit Zweckgebunden.

    Aber jetzt kommen wir zum Interessanten Teil deiner Aussage. In den nächsten Jahren könnte die Spendenbereitschaft zurückgehen. So, so. Hat Zukunft Wermelskirchen etwa vor, noch mehr soziale Projekte durch Spendenbereitschaft zu finanzieren, anstatt über den Haushalt der Stadt?

    Antworten

    • MarcO
    • 28.08.19, 20:11 Uhr

    @ Andreas Müßener

    Von “Zukunft Wermelskirchen” haben wir, die ehrenamtlichen Helfer in den ganzen Jahren noch keine Hilfe zum Jugendfreizeitpark erhalten. Kinder & Jugendliche sind ihnen offensichtlich nicht wichtig genug.

    So viel zur Zukunft von Wermelskirchen!

    Antworten

    • Ronny Güssow
    • 29.08.19, 0:25 Uhr

    Also ich muss jetzt mal was los werden …. in diesem Artikel wird gesagt das andere Projekte (Hallenbad, Parkplätze, und einiges anderes)durch den Haushalt der Stadt finanziert wurden oder werden … und jetzt wo wir seit einer geraumen Zeit daran arbeiten uns gehör zu verschaffen und zeigen wollen dass dieses Projekt realisiert werden kann…. schreiben die so einen Artikel in dem meiner Meinung nach jetzt gesagt wird das wir keine Spenden benötigen … das ist ein Schlag ins Gesicht all denen die Geld gespendet und oder dafür Mühe und Zeit aufgewendet haben sich zu engagieren um Gelder zu beschaffen …. die Glaubwürdigkeit der Politiker ist damit dahin für mich scheint es gerade so als würde es niemanden kümmern das für die Jugend alles kompliziert ist solch eine Sache ins Rollen zu bringen aber Parkplätze bauen da ist sofort Geld für da und es dauert sicher keine halbe Ewigkeit bis diese dann gebaut sind ….

    Da wird doch keiner mehr schlau drauß und es ist verwirrend für die Leute die nicht so dicht an dem Projekt dran sind

    Antworten

    • Andreas Müßener
    • 29.08.19, 8:39 Uhr

    Zukunft Wermelskirchen existiert erst seit 2018. Also macht diese Unterstellung aus der Luft gegriffen gar keinen Sinn.

    Sie ist aber ebenso orientierungslos dahergelogen. Kurz nach Gründung der Partei luden wir die Rollrauschvertreter in die Katt zu einer Fragerunde ein inkl. der Presse. Es folgten einige Zeitungsartikel zu dem Thema.

    Weiterhin verfassten wir einen Maßnahmenkatalog an Herrn Bleek, wie die Spendenaktion effizienter werden kann. Natürlich ohne Antwort. Unsere Vorschläge werden aber zur Zeit 1 zu 1 umgesetzt, was uns natürlich freut und dem Zweck dient, aber verlogener politisch natürlich nicht sein könnte.

    Antworten

    • Andreas Müßener
    • 29.08.19, 9:11 Uhr

    Sehr geehrter Bürgermeister Bleek,

    vor knapp 5 Monaten (siehe unten) gab Zukunft Wermelskirchen per Pressemitteilung einen Maßnahmenkatalog heraus, wie man die Spendenaktion rund um den Jugendfreizeitpark verbessern könnte.

    Zunächst waren wir sehr enttäuscht, da die Pressemitteilung weder bei der Zeitung noch bei Ihnen (Originalton zu unseren Pressemitteilungen: “Wir springen nicht über jedes Stöckchen, das Sie uns aus wahltaktischem Kalkül hinhalten.”) mit einer Reaktion bedacht wurde.

    Einige Monate später stimmt es uns nun aber froh, dass wichtigste Vorschläge von uns umgesetzt wurden.

    So wurde eine Spendenseite inkl. Spendenuhr eingerichtet. Eine Facebook-Präsenz, ohne jedoch bislang mit den nötigen Werbemaßnahmen (minimale 104 Likes).

    Ganz aktuell sehe ich den weiteren umgesetzten Vorschlag, nämlich die dauerhafte Platzierung der Spendenseite auf der städtischen Startseite.

    Herr Bürgermeister, bitte lesen Sie sich doch die weiteren Vorschläge noch einmal durch vom 2.4.2019 . Dann werden noch einmal wichtige Impulse gesetzt für die Spendenaktion.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Müßener

    Antworten

    • MarcO
    • 29.08.19, 11:13 Uhr

    @ Andreas Müßener

    Das die Politik auch für ihre jüngsten Bürger Verantwortung übernehmen soll, ist mehr als gerechtfertigt und schon lange überfällig.

    Mann erinnert sich auch noch sehr gut an das Treffen mit der Basis von “Zukunft Wermeskirchen”. Danach hatte man unweigerlich das Gefühl, das Sie eher darauf abzielten andere Politiker/Parteien zu deformieren statt helfen zu wollen. Schlimm!

    Auch wenn “ZW” erst seit 2018 Amtlich ist, sind sie doch schon viel länger in Wermelskirchen politisch Aktiv. Warum hat man von ihnen in den ganzen Jahren nichts konstruktives zu diesem Projekt vernommen?

    Übrigens gibt es schon seit Jahren eine sehr kreative Arbeitsgruppe die eigene Ideen sammelt und auch umsetzt. Daher ist ihr “Ich-Ich-Ich” Schulterklopfer wohl nur die übliche Selbstbeweihräucherung.

    Antworten

    • Mike Galow
    • 29.08.19, 12:11 Uhr

    @Ronny Güssow

    –schreiben die so einen Artikel in dem meiner Meinung nach jetzt gesagt wird das wir keine Spenden benötigen–

    Der Artikel ist eine PM von der Linkspartei aus WK. Der Linken war es immer klar, dass die Spendenaktion nur ein politisches Spiel ist. Das haben die Linken und auch ich persönlich, ich bin der Ortsvorsitzende und Verfasser der PM, immer so gesagt. Dass unsere PM diesmal ein gewisses Echo hervorruft, überrascht mich selber. Und ja, für den Eigenanteil wären die Spenden überflüssig, da das Geld im Haushalt vorhanden ist. Aber nochmal, Linke, Grüne, SPD und der Bürgermeister konnten diesen „Spendenweg“ nicht verhindern. Das war Vorgabe der konservativen Mehrheit im Rat, sonst wäre das Projekt nicht zu Stande gekommen.

    — das ist ein Schlag ins Gesicht all denen die Geld gespendet und oder dafür Mühe und Zeit aufgewendet haben–

    Sicher, aber so ist das halt in der Politik. Was soll ich dazu jetzt sagen? Aber die Spenden sind ja nicht weg. Diese könnte man ja zu einem Stichtag verrechnen oder den Spendenzweck umwidmen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.