Ausstellung: 30 Jahre Gleichstellungsarbeit im Kreis

Rheinisch-Bergischer Kreis | 30 Jahre ist es her, dass der Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises beschloss, eine Gleichstellungsstelle einzurichten. Welche Themen in dieser Zeit prägend waren und wie sich das Thema Gleichstellung verändert hat, das stellt jetzt eine kleine Ausstellung im Kreishaus Heidkamp dar, die von Landrat Santelmann eröffnet wurde.

„Seit 1988 haben wir die Gleichstellung erfolgreich voranbringen können. Daran haben unsere drei Gleichstellungsbeauftragte Frau Gärtner, Frau Cimiotti und Frau Fink ganz entscheidend mitgewirkt“, sagte Landrat Stephan Santelmann. So habe sich der Frauenanteil im gehobenen Dienst von 27 Prozent im Jahr 1988 auf 61 Prozent erhöht. Auch im höheren Dienst konnte der Anteil von 27 auf 43 Prozent gesteigert werden.

Die Ausstellung

Aufgeteilt ist die Ausstellung in zwei Bereiche: Eine digitale Präsentation führt per Touch Screen von der Einführung des Frauenwahlrechtes vor 100 Jahren über die erste Ministerin auf Bundesebene bis hin zur Einrichtung der Gleichstellungsstelle im Rheinisch-Bergischen Kreis. Der zweite Teil steht unter dem Thema „2035 – Unsere Zukunft – Mein Leben“. In Texten und Videos setzen sich Schülerinnen und Schüler mit ihrer eigenen Zukunft auseinander und stellen beispielsweise Fragen, wie ihr Leben in ein paar Jahren aussehen wird und was sie erreichen möchten. 

Die Präsentation zeigt vielfältige Einblicke in die Lebensplanung junger Menschen und wie sie ihre eigenen Zukunftschancen einschätzen. Auf verschiedenen Roll Ups sind ihre Aussagen zu lesen. Dabei wird deutlich, dass Gleichberechtigung und die Geschlechterrolle im Beruf und der Gesellschaft zu wichtigen Themen gehören. „Mit der Ausstellung spannen wir einen Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft. Für die heutige Generation ist es glücklicherweise unvorstellbar, nicht gleichberechtigt zu sein“, so Gleichstellungsbeauftragte Brunhilde Fink.

In 30 Jahren Gleichstellungsstelle im Rheinisch-Bergischen Kreis konnte vieles erreicht und etabliert werden. Geprägt war die Zeit unter anderem durch die Schaffung neuer Strukturen, wie familienfreundlichen Arbeitsbedingungen mit flexiblen und mobilen Arbeitsabläufen und -orten oder dem Aufbau von Netzwerken der Gleichstellungsbeauftragten in der Region. Zudem konnte innerhalb der Verwaltung der Anteil der Frauen in höheren Positionen und Führungsebenen deutlich erhöht werden. Dieses Ziel soll auch weiterverfolgt werden.

Die Ausstellung ist bis zum 12. Oktober von montags bis donnerstags von 8:30 bis 18 Uhr und freitags von 8.30 bis 14 Uhr im Kreishaus Heidkamp zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Hier die Präsentation als pdf-Datei:

(Beitragsfoto: Ursula Ehren (Grüne), Personal-Ausschussvorsitzende Gisela Knapp (CDU), Gleichstellungsbeauftragte Brunhilde Fink, Stefanie Hilden (SPD), Landrat Stephan Santelmann © Rheinisch-Bergischer Kreis/Katharina Krause)

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