Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt mit 23.648 neuen Fällen auf einen neuen Höchststand von insgesamt 879.564 Infizierten. Eine Woche zuvor war die bisherige Rekordmarke von 23.542 Fällen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle gibt das RKI mit 13.630 an, 260 mehr als vor 24 Stunden. Bei einer Reizstoff-Attacke in einem Schnellrestaurant in Berlin-Friedrichsfelde sind zwei Gäste und zwei Angestellte leicht verletzt worden. Ein Mann in Sturmhaube soll das Reizmittel am späten Mittwochabend dort versprüht haben, wie die Polizei mitteilt. Demnach betrat der Mann die Lokalität ohne Mund-Nasen-Schutz und gab an, ein Attest zu besitzen, das ihn von der Maskenpflicht befreit. Dieses konnte er jedoch nicht vorweisen, weshalb der Filialleiter ihn des Hauses verwies. Wütend soll der Mann das Schnellrestaurant verlassen haben, aber kehrte etwa eine Viertelstunde später mit Sturmhaube über Mund und Nase zurück. Er sprühte das Reizmittel in den Gastraum und floh danach aus dem Restaurant. Mehrere Abgeordnete des Bundestags missachten offenbar die seit Monaten geltenden Corona-Regeln. In einem Rundschreiben beklagte Vizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen, dass sich einige Parlamentarier “trotz positiv getesteter Kontaktpersonen in ihrem unmittelbaren Umfeld nicht in häusliche Quarantäne begeben haben”. Dies gefährde “Leben und Gesundheit” der Mitarbeiter in den betroffenen Abgeordnetenbüros. Enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten sind grundsätzlich dazu verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben – mindestens bis zu einem negativen Corona-Test. Die Zahl der Intensivpatienten in deutschen Krankenhäusern steigt weiter leicht. Nach Angaben des sogenannten Divi-Register werden derzeit 3592 Intensivpatienten wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Vor zwei Tagen hatte die Zahl noch bei 3518 gelegen. Die Zahl der freien Intensivbetten sank von 6518 am Dienstag auf 6285 am Donnerstag. Die Werte verändern sich zeitversetzt zur Zahl der Neuinfektionen, weil schwere Krankheitsverläufe meist erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auftreten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen. Vergangene Woche seien mehr als 29.000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt. Kluge hatte aber auch Positives zu berichten: Dank umsichtigen Verhaltens vieler Bürger habe sich die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in der vergangenen Woche von mehr als zwei Millionen in der Vorwoche auf schätzungsweise 1,8 Millionen verringert. Das italienische Gesundheitsministerium meldet 36.176 Neuinfektionen und 653 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt verzeichnet das früh von Corona getroffene Land seit dem ersten Ausbruch im Februar rund 1,3 Millionen Infektionen und 47.870 Todesfälle. In Estland hat die Zahl der Neuinfektionen am Donnerstag mit 414 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Die meisten Menschen infizieren sich im Supermarkt mit dem Virus. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der britischen Gesundheitsbehörde. Dafür wurden die Infektionsketten von knapp 130.000 Fällen im Zeitraum vom 9. bis 15. November analysiert. Gut ein Viertel (26,7 Prozent) der Infizierten hatte sich demnach etwa am selben Ort aufgehalten wie mindestens eine weitere Person auf der Liste. Das Ranking von Orten, an denen es häufig zu solchen Kontakten gekommen sein könnte: Knapp jede fünfte Infektion (18,3 Prozent) ist demnach wahrscheinlich bei der Arbeit oder beim Einkauf im Supermarkt passiert, gefolgt von Weiterführenden Schulen (12,7 Prozent), Grundschulen (10,1 Prozent) oder beim Besuch im Krankenhaus (3,6 Prozent). Die USA verzeichnen innerhalb weniger Tage erneut einen Höchststand bei den Coronavirus-Neuinfektionen. Die Behörden melden binnen 24 Stunden 187.396 neue Fälle. Der bislang höchste Wert war am vergangenen Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Neuinfektionen gemeldet wurden. Auch die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion steigt mit 1962 Fällen weiter rapide an. Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC rät von Reisen während des verlängerten Thanksgiving-Wochenendes ab. Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Ab 22 Uhr bis 5 Uhr sollen die Bewohner Zuhause bleiben. In Indien steigt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen mit dem Coronavirus über die Schwelle von neun Millionen. Das Gesundheitsministerium meldet 45.882 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Indien weist nach den USA die meisten Ansteckungen auf, allerdings haben sich die Neuinfektionszahlen seit ihrem Höhepunkt im September zuletzt etwas abgeschwächt. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich den Angaben zufolge um 584 auf 132.162. In Mexiko sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 100.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Vize-Gesundheitsminister Hugo López-Gatell gab die Bilanz von insgesamt 100.104 Todesfällen bei einer Pressekonferenz bekannt. Mexiko ist das vierte Land, das die Schwelle von 100.000 Corona-Toten überschritten hat. In den vergangenen 24 Stunden seien 576 weitere Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.
NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (CXII)
