NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (L)

Nach dem Höchstwert gestern ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 1916 neue Fälle gesunken. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 267.773 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert und die Zahl der Todesfälle bei 9378. Eine Klasse der Albert-Einstein-Gesamtschule in Remscheid sowie betroffene Lehrkräfte müssen in häuslicher Quarantäne bleiben. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine neue Organisation des Schulbetriebs, denn es gebe bislang zu wenige Konzepte dafür, wie der Schulbetrieb aufrechterhalten werden könne, wenn bei sinkenden Außentemperaturen in den kommenden Monaten die Fenster der Klassenzimmer nicht mehr ständig offen stehen können. Notwendig seien daher Lüftungsanlagen oder Unterrichtskonzepte, um den räumlichen Abstand zwischen Schülern zu gewährleisten. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Heinz-Peter Meidinger fürchtet, daß dem Schulbetrieb die „eigentliche Bewährungsprobe“ in Herbst und Winter noch bevorstehe. Ärzte sehen die in München geplanten Oktoberfest-Alternativen bei steigenden Corona-Zahlen mit Skepsis. Die Bundespolizei hat innerhalb von fünf Tagen fast 15.000 Reisende an Bahnhöfen oder in Zügen ermahnt, die keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben. Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen sollen mindestens drei Wochen gelten. Angesichts der steigenden Infektionszahlen in Frankreich hat die Regierung eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen in den Großstädten Lyon und Nizza angekündigt. Auch in Marseille müssten die Maßnahmen wahrscheinlich noch weiter verschärft werden. Unter anderem wurden Versammlungen und Besuche in Altenheimen eingeschränkt. Als Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen limitiert Österreich die Zahl der Teilnehmer bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden auf nur noch zehn Personen. Wegen der stark steigenden Zahl an Infektionen werden im Nordosten Englands die Kontaktbeschränkungen verschärft. So dürfen sich von heute an Menschen verschiedener Haushalte nicht mehr treffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als “alarmierend” an. Die UN-Organisation wandte sich zugleich gegen eine unter anderem in Deutschland diskutierte Verkürzung der Quarantäne-Zeiten bei Corona-Verdachtsfällen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.