Leichter Rückgang der Übernachtungszahlen im Bergischen

Die aktuellen von IT.NRW zur Verfügung gestellten Zahlen der Gästeübernachtungen im Bergischen zeigen für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 1.288.475 Übernachtungen im Oberbergischen (809.003) und im Rheinisch-Bergischen Kreis (479.472) verzeichnet. Trotz der minimalen Abnahme zeigt sich gegen Jahresende eine positive Entwicklung, aufgrund welcher Das Bergische optimistisch in die Zukunft blickt.

„Im November und Dezember sehen wir eine Erholung der Übernachtungszahlen gegenüber dem kleinen Einbruch in den Monaten davor. Dies stimmt uns insgesamt zuversichtlich. Besonders erfreulich ist die anhaltend hohe Nachfrage von Familien, Reise- und Wandergruppen, die unser Gästeservice verzeichnet“, erklärt Stephanie Kröber, Pressesprecherin von Das Bergische.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Entwicklung

Eine naheliegende Ursache für den leichten Rückgang der Übernachtungszahlen ist die deutschlandweite wirtschaftliche Lage und ein daraus resultierender Rückgang im Geschäftstourismus, der gerade in den größeren Übernachtungsbetrieben im Bergischen einen erheblichen Anteil der Gesamtübernachtungen ausmacht. Zudem standen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt weniger Betten in der Region zur Verfügung. Köln hingegen hat im vergangenen Jahr über 1.000 Betten mehr angeboten als noch im Vorjahr.

Hinzu kommt, dass die von IT.NRW zur Verfügung gestellten Übernachtungszahlen nur bedingt aussagekräftig für die Region sind. Die Statistik erfasst ausschließlich Betriebe mit mindestens zehn Betten, sodass ein großer Teil der kleinen, familiengeführten Pensionen und Ferienwohnungen in der Region nicht in die Erhebung einfließt. Gerade diese Unterkunftsarten werden jedoch besonders von Wanderurlaubern und Individualreisenden geschätzt und gebucht.

Bereits im Halbjahresbericht zeigte sich ein differenziertes Bild: Während der Oberbergische Kreis in den ersten sechs Monaten mit einem Plus von 0,7 Prozent leicht zulegen konnte, verzeichnete der Rheinisch-Bergische Kreis mit minus 2,8 Prozent einen Rückgang. Die Buchungslage in den Sommermonaten entwickelte sich jedoch positiv, was sich insbesondere im Juni mit einem Anstieg der Übernachtungen um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat widerspiegelte.

Positive Impulse und neue Chancen

„Wir wussten, dass die extremen Zuwächse der letzten Jahre, insbesondere nach der CoronaPandemie, nicht unbegrenzt anhalten würden. Dennoch zeigt sich, dass unsere Region für Urlaubsgäste und Tagesausflügler weiterhin sehr attraktiv ist – insbesondere für Natur- und Aktivtouristen“, betont Kröber. Ein weiterer Impuls für den Tourismus im Bergischen kam 2024 mit der Wahl des Bergischen Wegs zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“, die für zusätzliche Aufmerksamkeit und steigendes Interesse an der Region sorgte.

Die Entwicklung des Bergischen als attraktive Urlaubsregion bleibt weiterhin im Fokus der Tourismusorganisation. „Unser Ziel ist es, die Stärken der Region weiter auszubauen und die Angebote für Gäste gezielt weiterzuentwickeln. Dabei setzen wir insbesondere auf unsere Wander-, Rad- und Naturerlebnisse sowie auf die Attraktivität für Familien und Gruppenreisende“, so Kröber abschließend.

Die „Das Bergische GmbH“ ist die übergreifende Destinationsmanagement-Organisation für den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis sowie für Teile des Rhein-Sieg-Kreises. Seit 2005 fördert sie den Tourismus im ländlichen Teil des Bergischen Landes und vermarktet die Region als Dachorganisation nach innen und außen. Das Bergische entwickelt und bündelt touristische Angebote, stärkt so das touristische Image der Region und schärft das Bewusstsein für den Tourismus in der Bevölkerung.

Für drei der vier zum Bergischen gehörenden Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises hat das Statistische Landesamt IT.NRW keine Zahlen herausgegeben, da diese aufgrund der geringen Anzahl an Beherbergungsbetrieben individuelle Rückschlüsse auf die Wirtschaftlichkeit einzelner Betriebe zuließen. Daher beschränken sich die Ausführungen in dieser Pressemitteilung auf die Zahlen aus dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis.

Beitragsfoto © Dominik Ketz

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