VON WALTER SCHUBERT
Eine Geschichte, die ich in dieser Woche erfahren habe – einfach mal kommentarlos erzählt:
An einem Montagmorgen klingelt es an der Tür eines Handwerksmeisters. Der öffnet und vor ihm steht ein junger Mann.
„Eyh, Digger, ich soll mich bei dir wegen Praktikum melden“.
Der Handwerksmeister, ein ruhiger und bodenständiger Mensch, reagiert wie folgt: „Ich glaube wir hatten gerade einen ganz schlechten Start. Erst einmal bin ich nicht „Digger“ sondern der Herr W. Und ich bin auch nicht „Du“.
Ich mache jetzt die Tür zu und dann versuchst du es noch einmal“.
Also, Tür zu und alles auf Anfang. Der junge Mann klingelt, der Meister öffnet und der Junge steht da und fragt: „Und, was soll ich jetzt sagen?“.
Trotz allem beginnt das Praktikum an diesem Montag. Am Dienstag kommt der Praktikant zu spät und am Mittwoch kommt er gar nicht.
Am Donnerstag ist er wieder da und wird auch gleich rausgeworfen.
Damit könnte die Geschichte zu Ende sein – aber es geht weiter.
Ein Lehrer meldet sich bei dem Meister und beschwert sich über den Rauswurf. Die Schule müsse dem Betrieb nun die „unplanmäßige Beschulung des Schülers“ in Rechnung stellen.
Der Meister reagiert wieder ganz ruhig: „Können Sie gerne tun. Dann sende ich Ihnen eine Rechnung über die nicht geplante Wartezeit für drei Gesellen, die wegen zu spät bzw. gar nicht kommen des Praktikanten entstanden ist“.
Möge sich jeder seinen Teil denken.
Ich frage mich immer…was für Eltern haben solche Jugendliche eigentlich ?