Gedenken an den Bombenangriff auf Hünger

VON KATHRIN KELLERMANN

Die Idylle ist längst zurückgekehrt in den beschaulichen Ortsteil von Wermelskirchen. Heute wirkt Hünger friedlich. Aber der Schrecken eines Tages vor 78 Jahren ist noch heute bei all jenen gegenwärtig, die am 4. November 1944 dabei waren, als die Bomben fielen.

Der Tag gilt als der „schwärzeste Tag in der Geschichte Wermelskirchens“ – und vor allem in Hünger, wo noch Zeitzeugen der Katastrophe vom 4. November 1944 leben. Sie alle waren Freitag vor Ort, als Bürgermeisterin Marion Lück und ihre Stellvertreter Stefan Leßenich und Norbert Galonska einen Kranz niederlegten, um den Opfern des Bombenangriffs bei einer stillen Zeremonie zu gedenken.

Auch Zeitzeugen des Bombenangriffs auf Hünger kamen zur stillen Zeremonie am Mahnmal (c) Stadt Wermelskirchen / Kellermann

Vor 78 Jahren warfen Flugzeuge in vier Angriffswellen unzählige Spreng- und Brandbomben auf Hünger und Wermelskirchen ab. 44 Häuser wurden bei dem Angriff komplett zerstört, die Bewohner obdachlos. 85 Menschen wurden verwundet und 66 Menschen verloren ihr Leben.

„Es ist ein dunkler, trauriger und schwerer Tag, weil er die Erinnerungen an das schreckliche Szenario wieder lebendig macht“, sagte Bürgermeisterin Marion Lück. „Es ist aber auch ein Tag, der nicht vergessen werden darf. Weil uns die Erinnerungen daran deutlich vor Augen führen, wie grausam Kriege sind und wieviel Leid, Kummer, Schmerz und Tränen Kriege über die Menschen bringen.“

Von Hoffnung sprach Pfarrer Volker Lubinetzki: „Heute blicke ich in Gesichter, die mich hoffen lassen. Gesichter, die noch zu Kindern gehörten, als die Bomben fielen und die dennoch darüber nicht verbittert wurden.“

Auch Zeitzeugen des Bombenangriffs auf Hünger kamen zur stillen Zeremonie am Mahnmal. Fotos: Stadt Wermelskirchen / Kellermann

Alle Fotos (c) Stadt Wermelskirchen / Kathrin Kellermann

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