NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (DXCI)

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet 252.026 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 8.213 weniger als vor einer Woche, als 260.239 Neuinfektionen verzeichnet wurden. Die bundesweite Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 überschreitet damit die 20-Millionen-Marke. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1758,4 von 1756,4 am Vortag. Weitere 278 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 128.388. 278 Todesfälle wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Damit hält der Trend der letzten Wochen: Die Zahl der Todesfälle pendelt im Durchschnitt um die Marke von 200 pro Tag. Im Gegensatz den Corona-Wellen des Vorjahres ist bei einem Rückgang der Fallzahlen bisher aber auch kein Rückgang der Todeszahlen erkennbar. Wegen der hohen Inzidenzen erwartet die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) einen Anstieg der Zahl von Intensivpatienten. Die Intensivbelegung habe sich etwas vom Infektionsgeschehen abgekoppelt, aber nicht vollständig, sagte DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß dem RedaktionsNetzwerk Deutschland heute: „Denn auch auf den Intensivstationen werden wir in den kommenden Wochen wieder stärker steigende Patientenzahlen verzeichnen.“ Hochproblematisch sei die Situation für Kliniken vor allem durch Personalausfälle, sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Drei von vier Krankenhäusern müssen Leistungen einschränken, weil Personal ausfällt.” Dies liege an “Infektionen, Quarantäne oder Betreuung von positiv getesteten Kindern”. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geht davon aus, dass die offiziell gemeldeten Infektionszahlen von gegenwärtig rund 300.000 pro Tag eigentlich doppelt so hoch sind. Die genaue Dunkelziffer sei aber nicht bekannt, sagt der SPD-Politiker in Berlin. “Es ist leider keine gute Situation.” Es könne jetzt nicht einfach abgewartet werden, man müsse noch einmal “aktiv werden”. Gesundheitsminister Lauterbach appelliert zudem an die Länder, dringend gegenzusteuern. “Von einem ‘Freedom Day’ kann keine Rede sein – ganz im Gegenteil”, sagte er. Angesichts sehr hoher Infektionszahlen sei eine Situation entstanden, in der man nicht einfach abwarten könne, bis besseres Wetter die Lage entspanne. “Wir können es nicht lassen, wie es derzeit ist”, mahnte Lauterbach. Die Regelungen nach dem geänderten Infektionsschutzgesetz, die für sogenannte Hotspots in kritischer Lage regional möglich sind, müssten unbedingt umgesetzt werden. Eine dafür festzustellende Überlastung des Gesundheitswesens könne an konkreten Kriterien bemessen werden – etwa wenn planbare Operationen verschoben oder Patienten verlegt werden müssten. Lauterbach bekräftigte erneut, dass Hotspots auf diese Weise auch ein ganzes Bundesland umfassen können. Bei einer Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag solle mit den Ländern gesprochen werden, um diese Regelung gangbar zu machen. Verkehrsminister Volker Wissing rät zum weiteren Tragen von Schutzmasken in Bus und Bahn, auch wenn dies nicht mehr verpflichtend ist. Die Maskenpflicht solle “so bald wie möglich” fallen, sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Ich halte trotzdem viel davon, die Masken in Bus und Bahn weiter zu tragen.” Die Aufhebung der Maskenpflicht bedeute kein Maskenverbot. Die FDP setzt im weiteren Pandemieverlauf auf mehr Eigenverantwortung. Die Infektionszahlen hatten zuletzt wiederholt Höchststände erreicht. Die Omikron-Welle sorgt für einen Höchstwert bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen. Im Februar steigen die in Zusammenhang mit einer Corona-Diagnose stehenden Fälle im Vergleich zum Januar um 98 Prozent an, wie eine Auswertung des BKK-Dachverbands ergibt. Auch die Corona bedingten Fehltage steigen demnach um 88 Prozent auf 773,8 Tage je 10.000 Beschäftigte an. Den Angaben zufolge gibt es sowohl bei den Fällen als auch den Tagen bereits im Januar einen sehr starken Anstieg im Jahresvergleich zum Dezember 2021. Von “einer sich entspannenden Coronasituation” bei den knapp 4,4 Millionen bei einer Betriebskrankenkasse versicherten Beschäftigten könne nicht gesprochen werden, erklärt der BKK-Dachverband. An den Schulen in Deutschland sind die Corona-Zahlen wieder gestiegen. In der vergangenen Woche waren 348.000 Corona- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) mitteilt. In der Woche davor waren es 275.000 Fälle. Bei den Lehrkräften wurden rund 35.700 Corona- und Quarantänefälle gemeldet (Vorwoche 28.300). Das ist ein Höchststand in der aktuellen Omikron-Welle. In Niedersachsen steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Laut Kultusministerium dürfen derzeit rund 17.700 Schüler wegen positiver Tests nichts zur Schule gehen. Das waren rund 800 mehr als noch am Vortag und rund 900 mehr als vor einer Woche. Vor zwei Wochen waren es sogar noch rund 4700 weniger. Auch beim Schulpersonal steigen die Zahlen demnach: Am Freitag fehlten den Angaben zufolge rund 2800 Beschäftigte wegen eines positiven Corona-Tests, darunter 1955 Lehrkräfte. Das waren rund 100 Beschäftigte mehr als am Vortag und 200 als vor einer Woche und rund 1100 mehr als vor zwei Wochen. Etwa 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler besuchen laut Ministerium die rund 3000 Schulen in Niedersachsen, etwa 100.000 Menschen arbeiten dort.

Der Virologe Oliver T. Keppler warnt davor, den vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) empfohlenen Schnelltests zu vertrauen. “Es wurden 20 verschiedene Schnelltests daraufhin getestet, ob sie Delta- oder Omikron-Infektionen erkennen können. Dazu wurden pro Test vier gepoolte Proben aufgetragen. Das ist das Niveau von ”Jugend forscht’“, sagt er der ”Welt“. Die Zahl der Proben sei viel zu niedrig, um eine statistische Aussage zu treffen. ”Wir können uns auf die offizielle Liste des Paul-Ehrlich-Instituts nicht verlassen. In anderen Ländern wie den USA sind nur sehr wenige Tests auf dem Markt verfügbar, diese sind aber in ihrer Aussagekraft besser. Wir brauchen dringend eine solche Shortlist“, sagt Keppler weiter. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller, kritisierte die Maskenpläne der Bundesregierung. ”Jetzt in weiten Teilen auf die niedrigschwellige – aber effektive – Maßnahme der Maskenpflicht zu verzichten, ist wahnsinnig“, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. ”Hier muss die Ampel nachbessern.“ Die alleinige Verantwortung für diese Missstände trage der zuständige Minister Karl Lauterbach. Es sei nun das eingetreten, wovor die Union gewarnt habe. ”Wir sehen eine Überlastung des Gesundheitssystems.“ Müller sagte weiter: ”Nicht wegen der Krankheitslast, sondern weil das Personal reihenweisen in Quarantäne muss.“ Es sei unsäglich, dass nach zwei Jahren Pandemie wieder Operationen verschoben werden müssten. Der Virologe Christian Drosten dringt trotz der eingeleiteten Lockerungen weiterhin auf ein bedachtsames Vorgehen in der Corona-Pandemie. Es sei ganz wichtig, dass die Lockerungen jetzt nicht als ein unreflektiertes Öffnen verstanden würden, sagt Drosten in den ARD-”Tagesthemen“. ”Man muss dieses Geschehen genau beobachten, das Virus ist nicht absolut harmlos geworden. Man muss die Situation eben moderieren und nicht einfach laufen lassen.“ Drosten sagt weiter: ”Jetzt für die allernächste Zeit ist es sicherlich so, dass wir diese hohen Zahlen in Deutschland erstmal behalten werden.” Problematisch sei zudem, dass sich nun viele Ältere verstärkt infizierten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach würde es befürworten, wenn Supermarktketten oder große Veranstalter nach Hausrecht weiterhin Maskenvorgaben für ihre Innenräume machen. Dies könne bei der derzeit hohen Zahl von Corona-Infektionen eine Ergänzung zu Schutzregeln der Länder in Hotspot-Regionen mit kritischer Lage sein, macht der SPD-Politiker auf eine entsprechende Frage in Berlin deutlich. Er würde eine solche Initiative begrüßen. Wegen zahlreicher Corona-Ausfälle fahren in den kommenden zwei Wochen in Rostock weniger Straßenbahnen und Busse. Wegen der extrem hohen Infektions- und Krankheitszahlen komme man nicht um eine Ausdünnung des Angebots herum, sagte der Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), Jan Bleis. Man habe zwei Jahre lang darum gekämpft, dass es nicht zu Einschränkungen komme. Zuletzt sei das aber nur durch unzählige Sonderschichten zu stemmen gewesen. Der Notfallfahrplan gilt demnach von Montag, 28. März, bis voraussichtlich einschließlich 8. April. Die aktuellen Abfahrtszeiten erhalten die Fahrgäste in der Online-Fahrplanauskunft.

Das Sozialministerium zeigt sich zufrieden mit der Umsetzung der Corona-Impflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal in Rheinland-Pfalz. Bislang gebe es von Einrichtungen der Pflege, der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und in beruflichen Reha-Maßnahmen Meldungen von 2994 Beschäftigten, die die Anforderungen noch nicht erfüllten, teilt Ministerium in Mainz mit. Bei rund 100.000 Beschäftigten in diesen Einrichtungen werde somit die Impfpflicht von rund drei Prozent nicht erfüllt, sagte Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD). “Dieser Wert deckt sich mit unseren bisherigen Erhebungen, die eine hohe Immunisierung in diesen Berufsgruppen bestätigt haben.” Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, schlägt angesichts vieler Corona-Infektionen mit eher milden Verläufen Änderungen bei Quarantänevorgaben vor. Schnelle und enorm viele Ansteckungen sowie glücklicherweise meistens leichtere Erkrankungsverläufe prägten die Omikron-Variante, sagt Gassen. Dies gelte insbesondere bei Geimpften. Daher sollten zumindest positiv Getestete ohne Symptome künftig nicht mehr automatisch in Quarantäne geschickt werden. “Es ist derzeit von mehreren Millionen Infektionen pro Woche auszugehen”, erläutert der KBV-Chef. Dank einer in weiten Teilen guten Impfquote, vielen Genesenen und der weniger krankmachenden Omikron-Variante sei die Intensivbettenbelegung seit Ende Januar vergleichsweise stabil. Er betonte zugleich, dass ältere oder vorerkrankte Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen, auch bei Omikron nicht sicher vor schwerem Verlauf oder Tod seien. Deshalb sollte sich diese Gruppe unbedingt impfen lassen. Durchbruchinfektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus erhöhen nach Angaben des Immunologen Carsten Watzl den Immunschutz Geimpfter erheblich.“Eine Infektion ist wie eine einzelne Impfdosis”, sagt Watzl der “Augsburger Allgemeinen”. “Für Geimpfte wirkt sie wie ein Booster mit einem angepassten Impfstoff.” Die momentan hohe Zahl an Infektionen und der damit einhergehende Immunschutz kann sich nach Ansicht des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Immunologie im Herbst auszahlen – “wenn keine neue gefährlichere Variante kommt”. Ob eine Impfpflicht angesichts dessen überhaupt noch nötig sei, sei “die 100 000-Dollar-Frage”. Bleibe Omikron die vorherrschende Variante, komme man vermutlich auch ohne Impfpflicht vergleichsweise gut durch die kalte Jahreszeit. “Das pessimistische Szenario wäre eine Virusvariante, die so krank macht wie Delta und so ansteckend ist wie Omikron. Dann hätten wir mit der großen Zahl an nicht geimpften Menschen wieder ein großes Problem.” Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor den Ansteckungsgefahren, die vor allem Ungeimpfte betreffen: “Derjenige, der sich sagt, ich bin jetzt zwei Jahre durch die Pandemie gekommen und hab mich nie infiziert – der muss bedenken, dass das Risiko jetzt höher ist, als es je für ihn war.“ Am Donnerstag wurden insgesamt 64.000 Impfdosen verabreicht, 4000 mehr als am Vortag. In der Regel kommen noch einige Nachmeldungen dazu. Rekordtag war der 15. Dezember 2021 mit 1,7 Millionen Dosen. Die Impfquote liegt damit bei 75,9 Prozent. Sie bezieht sich auf den Grundschutz, für den meist zwei Spritzen notwendig sind. Eine Auffrischungsimpfung (Booster) haben zusätzlich 58,4 Prozent erhalten, teilt das RKI (Stand: 9.08 Uhr) mit. Ungeimpft sind 23,5 Prozent – wobei für 4,8 Prozent der Menschen bisher noch kein Impfstoff zugelassen ist, weil sie vier Jahre oder jünger sind. Bei den Corona-Impfungen sind bisher 1,4 Millionen Dosen des neuesten Impfstoffs Novavax an Impfzentren, Arztpraxen oder Apotheken ausgeliefert worden. Der erst seit Ende Februar in Deutschland verfügbare Impfstoff hat damit nur einen Anteil von 0,7 Prozent an den 197,5 Millionen Dosen, die während der Corona-Pandemie insgesamt bis zum Ende vergangener Woche geliefert wurden, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Den größten Anteil haben die mRNA-Impfstoffe von Biontech (71 Prozent) und Moderna (18 Prozent). Tatsächlich verabreicht wurden bisher 171,7 Millionen Dosen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geht davon aus, dass es im Bundestag eine Mehrheit für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht geben wird. Die Frage sei, ob die Union zum Schluss mitstimme und ob man die vorliegenden Anträge zusammenbringe, sagte der SPD-Politiker in Berlin. In der Union gebe es viele Befürworter. ”Daher glaube ich schon, dass wir zum Schluss, da bin ich optimistisch, eine allgemeine Impfpflicht hinbekommen werden.“ Über die Impflicht soll nach bisheriger Planung in der übernächsten Woche abgestimmt werden. Lauterbach hält sie nach wie vor für notwendig: ”Die Impfquote, die wir jetzt haben, ist zu niedrig, um bei allen Varianten, die wir bisher kennen, im Herbst ohne einschneidende Maßnahmen durchzukommen.“ Gesundheitsminister Lauterbach erneuert außerdem seinen Appell zur Impfung. Das Risiko, sich jetzt noch zu infizieren und einen schweren Verlauf bis hin zum Tod zu haben, sei ”höher als es je war“, sagte er bei der Pressekonferenz. Auch sollte eine vierte Impfung ernst genommen werden, vor allem in der Altersgruppe über 60. 90 Prozent, die sich nach der Empfehlung der STIKO das vierte Mal impfen lassen sollten, hätten dies noch nicht getan. Rund 180 Apotheken in Hessen dürfen nach Angaben der Landesapothekerkammer Corona-Impfungen verabreichen. Wie viele Kollegen tatsächlich impfen, sei nicht erfasst, teilt Kammerpräsidentin Ursula Funke auf Anfrage mit. Die Nachfrage nach Corona-Impfungen sei – wie auch an anderen Impfstellen – derzeit äußerst gering. ”Ich gehe davon aus, dass sich das zum Herbst hin wieder ändert”, sagte Funke. Der Bundestag hatte am 10. Dezember 2021 mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes den Weg frei gemacht, dass auch Apotheker Corona-Schutzimpfungen verabreichen dürfen. Voraussetzungen sind eine Schulung und geeignete Räumlichkeiten oder die Einbindung in mobile Impfteams.

Ein Betreiber von mehreren Corona-Testzentren in Stuttgart soll wesentlich mehr Antigen-Schnelltests abgerechnet haben, als tatsächlich durchgeführt worden sind. Der dadurch entstandene Schaden könne noch nicht abgeschätzt werden, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Seit Mitte Juni 2021 soll es demnach zu den falschen Abrechnungen gekommen sein. Die Wohnung des 37-Jährigen sowie vier seiner Testzentren, von denen noch zwei in Betrieb sind, wurden am Freitagvormittag durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten verschiedene Beweismittel. Diese müssten nun ausgewertet werden, hieß es. Hamburgs Verfassungsschutz hat vor der Teilnahme an einer von dem Verein UMEHR angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag gewarnt. “Wer an den Versammlungen von UMEHR e.V. teilnimmt, marschiert Seite an Seite mit Extremisten”, sagt Verfassungsschutzsprecher Marco Haase. Der Verein stehe dem demokratischen Verfassungsstaat offen feindlich gegenüber. Das Demokratieprinzip werde abgelehnt und eine sicherheitsgefährdende und demokratiefeindliche Delegitimierung des Staates betrieben, indem von einer “autoritären Tyrannei” gesprochen und zum “Widerstand” aufgerufen werde. Weiterhin zeigt der Verein laut Verfassungsschutz “eine ausgesprochen pro-russische Haltung”. Nach Angaben des Verfassungsschutzes hat der Verein für Samstag um 14.00 Uhr eine Demonstration mit 3000 Teilnehmern in der Innenstadt angemeldet.

Die hochansteckende Omikron-Variante BA.2 sorgt in Großbritannien für einen starken Anstieg der Corona-Fälle. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes, das auf Basis regelmäßiger Tests einer zufällig ausgewählten Stichprobe wöchentliche Schätzungen veröffentlicht, gibt es in der vergangenen Woche mit knapp 4,3 Millionen Fällen in Großbritannien fast eine Million Infektionen mehr als in der vorherigen Woche mit rund 3,3 Millionen Fällen. In England und Wales war demnach zuletzt einer von 16 Menschen infiziert, in Schottland sogar einer von 11. Lediglich in Nordirland sank die Quote leicht.

China verzeichnet 4988 Neuinfektionen und damit einen weiteren täglichen Höchstwert. Allein in Shanghai ist die Zahl demnach binnen 24 Stunden von 979 auf 1609 Neuinfektionen gestiegen. In der Metropole mit 25 Millionen Einwohnern verzichten die Behörden trotz der strengen Null-Covid-Strategie bisher auf einen vollständigen Lockdown, der in anderen Städten und Regionen angewendet wurde. Am vergangenen Wochenende hatte China die ersten beiden Corona-Toten seit mehr als einem Jahr gemeldet. Am Mittwoch starb zudem eine infizierte Krankenschwester in Shanghai an einem Asthma-Anfall, nachdem ihr der Zugang zu einem Krankenhaus verwehrt wurde. Um den Ausbruch mit der Omikron-Variante unter Kontrolle zu bekommen, wollen die Behörden in Hongkong mehr als drei Millionen Haushalte mit sogenannten “Corona-Kits” ausstatten. Nach Angaben von Regierungschefin Carrie Lam enthalten diese 20 FFP2-Masken sowie 20 Corona-Schnelltests und werden ab April verschickt. Berichten zufolge befinden sich darin außerdem zwei Boxen unbekannter chinesischer Medizin und eine Grußkarte mit einem Motivationsspruch. In Hongkong ist die Corona-Situation seit mehr als einem Monat außer Kontrolle. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich während der Omikron-Welle etwa 4,4 Millionen Menschen und damit 60 Prozent der Bevölkerung infiziert haben. Aufgrund der niedrigen Impfquote unter den älteren Bewohner der Stadt weist Hongkong zudem eine auffällig hohe Todesrate auf.

Beitragsfoto © Thirdman (Pexels)

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.