Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 22.214 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 48 Prozent weniger gemeldete Ansteckungen als noch vor einer Woche. Allerdings weist das RKI darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 242,9 von 265,8 am Vortag. Das ist ein Minus von rund neun Prozent gegenüber dem Vortag. Vor einem Jahr, am ersten Weihnachtsfeiertag 2020, lag die Inzidenz bei 188,8 und war um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vortag gesunken. 157 weitere Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,86). Die Positivenquote lag in Deutschland zuletzt bei 18,58 Prozent. Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4279 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2518 davon werden invasiv beatmet. Noch unter der alten Bundesregierung wurde eine neue Inzidenzschwelle von 350 als Grenze für strengere Maßnahmen eingeführt. Die Länder dürfen dann beispielsweise Clubs und Diskotheken schließen oder die 2G+-Regel einführen. Die Zahl der Landkreise, die eine Inzidenz von über 350 aufweisen, wird kleiner. Sie liegen überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Auch einige Landkreise in Baden-Württemberg sind betroffen. Der Ilm-Kreis in Thüringen meldet laut RKI mit 1034,0 die derzeit höchste Inzidenz. Auch die kreisfreie Stadt Cottbus in Brandenburg verzeichnet eine Inzidenz von über 1000.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dankt unmittelbar vor Heiligabend allen Beschäftigten im Gesundheitswesen für ihre Arbeit. “Nun ist es schon das zweite Weihnachten in der Pandemie. Wir hatten es uns gewünscht, ja, wir hatten es uns erhofft, dass es anders verlaufen würde. Es ist aber nicht so gekommen”, sagt der SPD-Politiker in einer Videobotschaft, in der er sich direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wendet. “So dramatisch wie die Situation letztes Jahr in den Pflegeeinrichtungen insbesondere gewesen ist, so hatten wir doch die Hoffnung, dass über die Impfkampagne im Laufe des Jahres wir aus der Pandemie herauskommen könnten. Leider ist das nicht eingetreten.” Die Impflücken seien immer noch viel zu groß. “Ich möchte Ihnen ausdrücklich persönlich ganz herzlich für die geleistete Arbeit danken. Ohne diese Arbeit könnten wir diese Herausforderung nicht bewältigen.” Lauterbach betont: “Wir stecken tief in Ihrer Schuld.” Die außerordentlichen Arbeitsbelastungen würden von ihm wahrgenommen. “Ich werde alles tun, was ich kann, Ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern”, kündigt der Minister an.
Hamburgs Innensenator Andy Grote befürchtet eine Radikalisierung der Impfgegner. “Es besteht die Gefahr, dass sich der Protest selbst radikalisiert”, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. “Das Opfer-Narrativ ist sehr ausgeprägt. Und je näher beispielsweise eine Impfpflicht rückt, desto unversöhnlicher wird der Ton und desto größer wird die Gefahr einer Radikalisierung.” Extremisten lebten von Konflikten und ihrer Zuspitzung. “Und wir haben im Moment zugespitzte Konflikte. Und wir haben viele, bei denen sich eine Distanz gegenüber dem Staat und dem demokratischen System aufgebaut hat.” Gewalt in Partnerschaften und Familien ist während der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Weißen Rings deutlich gestiegen. “Bei häuslicher Gewalt haben wir 2020 ein Plus von etwa zehn Prozent zu verzeichnen, seit 2018 sogar um 20 Prozent. Und wir werden wohl in diesem Jahr das Niveau von 2020 wieder erreichen”, sagt der Bundesvorsitzende des Weißen Rings, Jörg Ziercke. Die Prognose, dass häusliche Gewalt mit der Pandemie und dem Lockdown zunimmt, und dass das mit einem Verzögerungseffekt deutlich wird, habe sich bestätigt. Einige Wochen nach den Lockdowns 2020 und 2021 sei der Trend sprunghaft nach oben gegangen und die Bereitschaft der Opfer gestiegen, sich zu melden. Dieser Zuwachs sei aber keine deutliche Aufhellung des Dunkelfelds, dieses habe sich vielmehr wegen der beengten Wohnverhältnisse und “des ständigen Aufeinandersitzens in Lockdown-Phasen eher noch vergrößert.”
Der Städte- und Gemeindebund hat die Corona-Strategie von Bund und Ländern scharf kritisiert. “Es wird nach wie vor viel zu sehr auf Sicht gefahren”, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Funke Mediengruppe. Er fordert den Bundestag auf, erneut die epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen. “Niemand wünscht sich einen Lockdown, er kann aber je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens rasch notwendig werden.” Zugleich ruft der Hauptgeschäftsführer dazu auf, eine mögliche allgemeine Impfpflicht vorzubereiten. Diese könne nur effizient funktionieren, wenn es ein bundeseinheitliches Impfregister gebe. Ebenso müssten jetzt die Impfungen mit einem angepassten Omikron-Vakzin vorbereitet werden. Dazu gehöre auch die Entscheidung, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen – ältere Menschen oder besonders gefährdete Personen – priorisiert mit dem neuen Impfstoff geimpft werden sollen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht Deutschland beim Umgang mit der Corona-Pandemie gut aufgestellt. “Ich glaube, es ist eine absolute Bereicherung für die Bundesrepublik Deutschland, dass es jetzt einen Expertenrat mit hochrangigen Wissenschaftlern gibt, die sich die Fragen anschauen, ihr Wissen austauschen und sich eine Meinung dazu bilden”, sagte Dreyer, die ein solches Gremium lange gefordert hatte. “Es ist auch sehr wichtig, dass es jetzt einen Bund-Länder-Krisenstab gibt.” Die neue Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP hatte zu ihrem Start einen erweiterten Bund-Länder-Krisenstab im Kanzleramt eingerichtet, der sich um Impfstofflieferung und -verteilung kümmern soll. Zugleich wurde ein Expertengremium von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einberufen, das die Bundesregierung beraten und gemeinsame Vorschläge machen soll. “Das Ziel ist, das Expertengremium spricht mit einer Stimme und wir Ministerpräsidenten sprechen mit einer Stimme, so dass die Bevölkerung eine ganz klare Orientierung hat”, erläuterte die SPD-Politikerin. Denn: “Für die Bevölkerung ist es wichtig, dass wir uns auf eine gemeinsame Strategie verständigen, statt eines vielstimmigen Chors.” Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst wirbt bei den Bürgern um Verständnis für weitere absehbare Corona-Lasten auch 2022. “Wir tun alles für die baldige Rückkehr zur Normalität, aber wir als Politik müssen ehrlich sein: Corona wird uns auch im neuen Jahr noch sehr beschäftigen und viel abverlangen”, sagt er. “Auch im neuen Jahr werden Einschränkungen im Alltag nötig bleiben werden. Omikron ist eine ganz neue Dimension der Herausforderung.” In diesen Wochen gehe es darum, Kontakte wieder deutlich zu reduzieren. Auch Masken und die bekannten Hygienemaßnahmen würden die Bürger noch monatelang begleiten, sagt Wüst. Der Deutsche Kinderschutzbund fordert, Schul- und Kitaschließungen im neuen Jahr zu vermeiden. “Das Wichtigste ist, im Jahr 2022 die Schulen und Kitas offen zu halten”, sagt Präsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). “In vielen Regionen in Deutschland haben, auch wenn kein bundesweiter Lockdown herrschte, Schulschließungen stattgefunden”, kritisierte er. “Oft waren Lehrkräfte und auch viele Schülerinnen und Schüler in Quarantäne, weswegen Klassen nicht unterrichtet werden konnten.” Kinder seien in einer schwierigen Lage, weil Erwachsene sich Freiheiten erlaubt hätten. “Fußballspiele mit Publikum, Partys in Bars und Clubs waren möglich zum Vergnügen der Erwachsenen und Kinder haben darunter gelitten”, kritisierte Hilgers. Er forderte: “Die Älteren müssen sich zurücknehmen.”
In einem Hotel am Duisburger Hauptbahnhof hat der Neurologe Ahmad-Mujtaba Mostakiem am Freitag einen 81-stündigen Corona-Impfmarathon gestartet. Dafür habe er rund 15 Mitarbeiter engagiert und mehrere tausend Impfdosen verschiedener Hersteller – auch Kinderimpfstoff – bestellt, sagte der Arzt. Bereits am Morgen bildete sich eine Schlange von rund 30 Impfwilligen. Geimpft werden sollte im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr. Zu Weihnachten träfen sich viele Familien. Wenn noch Ungeimpfte dann zum Piks überredet würden, könne man in seiner Impfstelle gleich Nägel mit Köpfen machen – ohne Anmeldung, sagte Mostakiem. Er bietet zusammen mit seinem Team Impfungen durchgehend bis zum 27. Dezember um 18.00 Uhr an. Wie viele Menschen kommen, konnte er nicht vorhersagen. Es gehe ihm darum, die Impfzahlen weiter zu steigern. Der Arzt hat nach seinen Worten schon seit November in der Lobby des Hotels geimpft. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer geht davon aus, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht, das Angebot eines weiteren Vakzins (Novavax) sowie Appelle die Impfquote noch deutlich steigern werden. “Zehn Millionen ungeimpfte Menschen in Deutschland, das ist einfach ein zu großes Risiko für die gesamte Gesellschaft”, sagte die SPD-Politikerin. “Omikron ist unglaublich ansteckend. Nach Aussagen der Wissenschaft kann man dem Virus kaum entgehen.” Dreyer appellierte an Impfskeptiker, sich auch mit dem Blick auf die Gemeinschaft noch einmal intensiv mit der Frage auseinander zu setzen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat in der Corona-Pandemie zu Vorsicht bei den Weihnachtsfeierlichkeiten gemahnt. Der Anteil der Omikron-Fälle werde in den “nächsten Tagen SEHR stark ansteigen”, schrieb der SPD-Politiker. “Über Feiertage melden Gesundheitsämter mit Verspätung. Wir haben Entwicklung dennoch im Blick. Bitte vermeidet/vermeiden Sie Ansteckungen beim Fest. Sogar Geimpfte sollten sich testen.” Zuvor hatte sich der Minister in einer Videobotschaft bei den Beschäftigten des Gesundheitswesens bedankt, insbesondere während der Pandemie. Im Kölner Dom haben sich an Heiligabend zahlreiche Menschen gegen Corona impfen lassen. Schon am Morgen gegen 8.30 Uhr bildete sich eine kleine Schlange, die nach und nach immer länger wurde. “Wir gehen davon aus, dass wir vier- bis fünfhundert Impfdosen verabreichen können. Das Interesse und der Andrang sind sehr groß”, sagte ein Domsprecher. “Die Menschen stehen schon um den halben Dom herum.” Die Impfungen fanden allerdings nicht im Kirchenschiff statt, sondern im angrenzenden Dreikönigensaal. Das Impfen sei ein Zeichen der Nächstenliebe, sagte Dompropst Guido Assmann. “Indem wir uns impfen lassen, schützen wir nicht nur uns selbst, sondern können auch Menschenleben retten.” Damit passe die Impfaktion wunderbar zur Weihnachtsbotschaft, sagte Assmann. Weihnachten sei auch ein guter Zeitpunkt, den Helferinnen und Helfern in der Corona-Pandemie zu danken. Auch am Tag vor Heiligabend haben sich in Deutschland zahlreiche Menschen den schützenden Piks gegen das Coronavirus abgeholt. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden am Donnerstag 710.000 Impfungen verabreicht, davon waren 561.000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes (Stand: Freitag/10.16 Uhr). Der bisherige Rekord war am 15. Dezember mit insgesamt 1,6 Millionen Dosen erzielt worden. Mindestens 58,9 Millionen Menschen sind demnach bisher zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 29,8 Millionen Menschen haben zusätzlich einen “Booster” erhalten. Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, “da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann”. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.
Die Omikron-Variante breitet sich in Europa immer stärker aus. An Heiligabend melden Großbritannien und Frankreich neue Höchststände bei der Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen. In Großbritannien sind nach Angaben der Regierung binnen 24 Stunden 122.186 Neuansteckungen verzeichnet worden – mehr als 2000 mehr als am Vortag. Frankreich meldet 94.124 neue Infektionen binnen eines Tages. In Russland verzeichnen die Gesundheitsbehörden 998 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Zudem haben sich 24.703 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Weltweit liegt Russland bei den Infektionsfällen auf dem fünften Platz, bei den Todeszahlen auf dem vierten. Auch Frankreich empfiehlt eine Auffrischung der Corona-Impfung nun bereits nach drei Monaten. Durch die Verkürzung des Abstands bei Erwachsenen solle der Schutz vor symptomatischen Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus verbessert werden, erklärt die Gesundheitsbehörde HAS. Die Behörde empfiehlt nun auch, die Booster-Impfungen auf Teenager mit Vorerkrankungen auszuweiten. In Frankreich können sich seit Ende November alle Erwachsenen ab 18 Jahren boostern lassen. Bisher sollte der Abstand zur Zweitimpfung mindestens fünf Monate betragen. In Deutschland hat die Ständige Impfkommission (STIKO) bereits am Dienstag empfohlen, den Abstand bei der Auffrischungsimpfung auf drei Monate zu verkürzen, weil der Impfschutz bei der Omikron-Variante bereits drei bis vier Monate nach der Grundimmunisierung “signifikant” abnehme. Die niederländische Polizei verstärkt die Schutzmaßnahmen für Gesundheitsminister Hugo de Jonge. Anlass dafür sind mehrere bedrohlich wirkende Vorfälle in der Nähe des Wohnhauses des 54-Jährigen in Rotterdam. Am Freitag wurde dort ein mobiler Polizeiposten mit mehreren Überwachungskameras installiert. In den vergangenen Tagen wurde vor dem Haus des Ministers ein als verdächtig eingestuftes Paket gefunden, das sich allerdings als ungefährlich erwies. Später habe ein maskierter Mann Videoaufnahmen von sich vor dem Haus ins Netz gestellt, berichtet die Zeitung “Algemeen Dagblad”. Über die Gegensprechanlage habe er verlangt, mit dem Minister über die Corona-Maßnahmen der Regierung zu sprechen. Er wurde wegen des Verdachts auf Bedrohung festgenommen. In den Niederlanden ist wenige Tage vor Weihnachten ein harter Lockdown in Kraft getreten. Die Regierung begründete dies mit der raschen Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. In Londonhat sich wohl einer von zehn Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die jüngste tägliche Schätzung des nationalen Statistikamtes ONS zeigt, dass am Sonntag rund 9,5 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Londons mit dem Virus infiziert waren. Schätzungen für England ergeben, dass sich die Ausbreitung des Virus beschleunigt hat. Danach war in den sieben Tagen von 13. bis 19. Dezember einer von 35 Menschen infiziert. In den sieben Tagen bis 16. Dezember war es noch einer von 45 Menschen. In Großbritannien verbreitet sich die hoch ansteckende Omikron-Mutante rasch. Viele Branchen wie die Verkehrsbetriebe kämpfen mit Personalmangel, Krankenhäuser sind enorm belastet. Am Donnerstag wurden in Großbritannien fast 120.000 Neuinfektionen registriert – so viele wie nie zuvor. Der britische Premierminister Boris Johnson hat in seiner Weihnachtsbotschaft die Bevölkerung zum Impfen gegen das Coronavirus aufgerufen. Johnson sagte in der Ansprache, dass die Menschen sich gegenseitig ein “wunderbares” Geschenk machen könnten – “nämlich sich impfen zu lassen, egal ob es ihre erste, zweite oder Auffrischungsimpfung ist”. Dabei handle es sich um “ein unsichtbares und unbezahlbares Geschenk”. Dabei appellierte Johnson auch an religiöse Gefühle: Die Impfung entspreche der Lehre Jesu Christi, wonach “wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst”. Johnson rief die Menschen zudem zum Coronatest auf, bevor sie sich mit schutzbedürftigen Verwandten treffen. Er ermunterte sie jedoch auch, ein fröhliches Weihnachten im Kreis der Familie zu genießen.
Papst Franziskus dankt in einem Interview zu Weihnachten dem Personal im Gesundheitswesen für seine Arbeit. “Wir erkennen oft die Größe der täglichen Arbeit dieser Ärzte, Krankenschwestern und Gesundheitsmitarbeiter nicht an, und stattdessen sollten wir alle jedem von ihnen dankbar sein”, sagt das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche den italienischen Zeitungen “La Stampa” und “La Repubblica”. Der Argentinier denkt an Weihnachten nach eigenen Worten an die kranken Kinder, die das Fest im Krankenhaus verbringen müssen. Weltweit haben sich mehr als 277,09 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 5,67 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die höchsten Infektionszahlen weisen die USA auf, gefolgt von Indien, Brasilien, Großbritannien und Russland. Auch die meisten Totenzahlen verzeichnen die USA. Auf den nächsten Plätzen folgen Brasilien, Russland, Indien und Mexiko. Weltweit fallen an Heiligabend mehr als 2000 Flüge aus. Allein ein Viertel der stornierten Flüge betrifft die USA, wie Daten der Website Flightaware.com zeigen. Von der Nachrichtenagentur AFP kontaktierte Fluggesellschaften begründen die Ausfälle vor allem mit Krankmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Weltweit fallen den Flightaware-Daten zufolge 2118 Flüge aus, bei mehr als 5700 weiteren kommt es zu Verspätungen. Allein die US-Fluggesellschaft United muss den Angaben zufolge mehr als 170 Flüge streichen – und damit rund neun Prozent der vorgesehenen Flüge. “Der landesweite Anstieg bei den Omikron-Fällen in dieser Woche hatte direkte Auswirkungen auf unsere Besatzungen und die Menschen, die unseren Betrieb aufrechterhalten”, erklärt United. Angesichts der stark ansteigenden Omikron-Infektionen sind weltweit mehr als 4500 Flüge über die Weihnachtsfeiertage storniert worden. Fast 10.000 starteten am Freitag zudem erst mit Verspätung. Weit über 1000 Flüge für den 25. Dezember seien gestrichen worden. Dies berichtet die Internetseite FlightAware, die Flüge weltweit verfolgt. Die Fluggesellschaften begründen die Ausfälle vor allem mit Krankmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Chiles Regierung gibt Vollgas im Kampf gegen das Virus. Im Februar soll die Bevölkerung die vierte Impfung erhalten. Vorrang hätten zunächst gesundheitlich besonders gefährdete Menschen, Senioren sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, sagt Präsident Sebastián Piñera. Die erforderlichen Impfstoffdosen seien bereits bestellt worden. In Chile sind bereits rund 86 Prozent der Menschen zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Seit diesem Monat werden in dem Land auch Kinder ab drei Jahren gegen Covid-19 geimpft. In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 230.456 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 3288 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 51,85 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, mindestens 818.073 Menschen starben. Die USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf. Die Omikron-Mutante hat in dem Land die Delta-Mutante als häufigste Virusvariante bereits verdrängt. Südafrika lockert seine Corona-Maßnahmen trotz einer anhaltenden vierten Infektionswelle. Mit sofortiger Wirkung hob das Gesundheitsministerium die Kontakt-Nachverfolgung bei Personen auf, die infizierten Personen nahegekommen sind. Die dabei bisher obligatorische Selbstisolierung sei aufgehoben worden, sagte der zuständige Abteilungsleiter Ramphelane Morewane am Freitag dem TV-Sender eNCA. Sie gelte nur bei Masseninfektionen in großen Menschenansammlungen weiter. Das Ministerium folgte damit den Empfehlungen eines Beraterstabes. Demnach sind Tests künftig nur beim Auftreten entsprechender Symptome nötig. Bei Infizierten ist aber weiterhin eine zehntägige Quarantäne vorgeschrieben, nach der nun keine Tests mehr nötig sind. Begründet wurde die Lockerungen unter anderem mit neuen Erkenntnissen zur Omikron-Variante sowie Studien, wonach rund 70 Prozent der sehr jungen Bevölkerung des Kap-Staates bereits eine Infektion hatte.
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