NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (CCCXLVIII)

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt sie bei 10,9 – am Vortag betrug der Wert 10,3 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an und ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Wie das RKI weiter mitteilt, wurden binnen 24 Stunden 1183 Corona-Neuinfektionen sowie 34 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Vor einer Woche waren es 646 Neuinfektionen sowie 26 Todesfälle. Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 369 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 227 davon werden beatmet. Rund 4956 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Angesichts von erneut rapide steigenden Infektionszahlen warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor zu schnellen Öffnungen. Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen, sagt Montgomery. Momentan verdoppele sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. “Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallenzulassen und ‘alles zu öffnen’ wäre brandgefährlich”, erklärte der Mediziner. “Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle.” Stattdessen plädiert Montgomery für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen.

Schleswig-Holstein lockert weitere Corona-Bestimmungen. Vom nächsten Montag an dürfen sich in privatem Kreis wieder bis zu 25 Menschen treffen, wie Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU bekanntgab. Derzeit sind nur zehn Teilnehmer erlaubt. Kinder unter 14 Jahren, Geimpfte und Genesene werden dabei nicht mitgezählt. Bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen wird die Begrenzung der Teilnehmerzahl ganz aufgehoben. Es gelten aber weiter Auflagen wie eine maximale Auslastung von 50 Prozent. Auch für Versammlungen wie Demonstrationen und Gottesdienste entfallen die Teilnehmerbegrenzungen. Die neue Corona-Verordnung, die am Donnerstag beschlossen werden soll, wird bis zum 22. August gelten.

Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen stellt bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden fest. “Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden”, sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm. Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen. Die meisten Menschen, die in die Sprechstunde kommen, sind demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich darauf geeinigt, dass die Länder ab dem 16. August nur noch die Menge an Impfstoff erhalten, die sie in der Vorwoche bestellt haben. Das geht aus dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz hervor. Damit endet die bisher gleichmäßige Verteilung nach dem Bevölkerungsschlüssel. Grund ist, dass dann genug Impfstoffe zur Verfügung stehen sollen, um alle Bestellwünsche zu erfüllen. Der Bund soll zudem nicht genutzte Impfstoffe aus den Verteilzentren der Länder abholen, um zu vermeiden, dass sie weggeworfen werden müssen. Die Bundesregierung hatte bekanntgegeben, dass sie neben einer Vorrats-Lagerhaltung auch mindestens 30 Millionen Impfdosen an Drittstaaten spenden will. Mehr als ein halbes Jahr nach Start der Corona-Impfungen steuert Deutschland auf ein Überangebot an Impfstoff zu. Die Verfügbarkeit an Impfstoffen werde die Nachfrage schon bald “deutlich” übersteigen, stellten die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Montag in einem Beschluss nach einer Videoschalte fest. Der Beschluss lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. “Ein Rückgang der Nachfrage ist sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen und bei den Betriebsärzten zu verzeichnen.” Um mehr Menschen für das Impfen zu begeistern, plant die Stadt Frankfurt gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und dem Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt eine Impfaktion im Deutsche-Bank-Park. “Mittlerweile haben wir genug Impfstoff. Lassen Sie sich baldmöglichst impfen, damit wir alle wieder volle Stadien erleben können”, sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer von den Grünen. “Vielen Dank an die Eintracht, die diese einmalige Impfaktion mit Stadionatmosphäre ermöglicht.” Solche kreativen Aktionen brauche es, um die Impfquote schnell nach oben zu bringen. Insgesamt werden dabei am kommenden Wochenende (24. und 25. Juli) tausend Termine mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson angeboten. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, will, dass Impfverweigerer ihre Corona-Tests perspektivisch selbst zahlen müssen. “Auf Dauer werden wir uns kostenlose Tests nicht leisten können”, sagte Schneider “t-online”. Wer sich nicht impfen lasse, könne nicht erwarten, dass die Allgemeinheit dauerhaft alles für ihn finanziere. Ausgenommen seien Kinder, Jugendliche und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten. Derzeit sei es jedoch noch zu früh für kostenpflichtige Tests, deutete Schneider an. Im Moment müsse man die Menschen vor allem besser von der Impfung überzeugen. “Wir müssen an die Vernunft appellieren”, sagte Schneider. “Gleichzeitig sollten wir den Leuten auch die Konsequenzen aufzeigen, wenn sie sich nicht impfen lassen.” Menschen die in der Vergangenheit das extrem seltene Kapillarlecksyndrom entwickelt haben, sollen keinen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Das geht aus dem sogenannten Rote-Hand-Brief des Herstellers hervor, der vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verbreitet wurde. Demnach wurden in den ersten Tagen nach Verabreichung dieses Impfstoffes “sehr selten Fälle des Kapillarlecksyndroms berichtet, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang”. Somit sei der Impfstoff kontraindiziert bei Menschen, die in der Vergangenheit ein Kapillarlecksyndrom entwickelt hatten, hieß es. Das Kapillarlecksyndrom gilt als äußerst seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Krankheitsbild. Den Angaben zufolge ist es unter anderem charakterisiert durch akute Episoden von Ödemen (Wassereinlagerungen) hauptsächlich in den Extremitäten und niedrigem Blutdruck. Bei Symptomen nach einer Impfung mit Johnson & Johnson sei eine unmittelbare Behandlung notwendig. Nach Angaben auf dem Aufklärungsmerkblatt zum Impfen dürfen Menschen, die jemals das Kapillarlecksyndrom hatten, auch nicht mit dem Produkt von Astrazeneca geimpft werden. Große Unterschiede beim Impffortschritt gibt es zwischen den Bundesländern. In Bremen und im Saarland sind seit dem Wochenende jeweils mehr als die Hälfte der Einwohner komplett geimpft, in Sachsen und Brandenburg sind es dagegen gerade knapp 43 Prozent. Das Positive zuerst: Die einfache Impfquote steigt in Deutschland auf 59,9 Prozent. Damit sind rund 49,8 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft. Die harte Impfquote der vollständig Geimpften steigt auf 46,4 Prozent, das entspricht einer Anzahl von rund 38,5 Millionen vollständig geimpften Personen. Allerdings ist die Impfleistung am zurückliegenden Wochenende besonders schwach: Am Sonntag wurden bundesweit insgesamt nur 192.754 Impfdosen verabreicht. Am Samstag waren es noch 259.910. Somit geht auch die durchschnittliche tägliche Impfleistung spürbar zurück: Zuletzt wurden im mehrtägigen Mittel – also unabhängig von den üblichen Schwankungen im Wochenverlauf – nur noch rund 573.000 Impfdosen pro Tag verabreicht. Mitte Juni lag dieser Durchschnittswert zeitweise bei mehr als 860.000 Impfungen pro Tag. In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es Befürchtungen, dass durch die Hilfsaktionen und Notunterkunft-Unterbringung vieler Menschen nach der Flutkatastrophe die Zahl der Corona-Infektionen steigt. “Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird”, sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor.

Im Frühjahr sind in Hessen nach Angaben des Statistischen Landesamts auffällig viele Babys auf die Welt gekommen. Insgesamt werden laut vorläufigen Zahlen im April diesen Jahres 5055 Kinder geboren. “Das ist der höchste Wert für den Monat April seit 24 Jahren”, teilt die Behörde in Wiesbaden mit. So seien im April 1997 hessenweit 5440 Neugeborene gezählt worden. Für den März 2021 meldeten die Statistiker ebenfalls den höchsten Wert seit den 1990er Jahren. So kamen in dem Monat 5031 Babys zur Welt, im März 1993 waren es 5369. Auch deutschlandweit gab es diesen März nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit fast 66.000 Neugeborenen so viele Geburten wie seit 20 Jahren nicht mehr in diesem Monat. Destatis sieht einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Abflauen der ersten Corona-Welle und Lockerungen ab Anfang Mai vergangenen Jahres.

Nach einem positiven Corona-Test in einem Hamburger Club im Stadtteil St. Pauli müssen nun 100 Personen in Quarantäne. Wie der NDR berichtet, war das Gesundheitsamt nicht davon überzeugt, dass die Corona-Vorgaben in dem Club eingehalten wurden.

Die französische Regierung hat ein Gesetz zur Einführung eines Gesundheitspasses verabschiedet, mit dessen Hilfe die Impfbereitschaft in der Bevölkerung angekurbelt werden soll. Beim Betreten von Kultur- und Freizeiteinrichtungen muss ab Mittwoch per Gesundheitspass die vollständige Corona-Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Ab Anfang August ist der Pass auch beim Besuch von Restaurants und Bars Pflicht. Am Wochenende hatten Zehntausende Franzosen gegen die jüngsten Maßnahmen demonstriert. In Frankreich hat nach Darstellung der Regierung die vierte Welle der Pandemie begonnen. Kein Departement werde verschont, erklärt Regierungssprecher Gabriel Attal. Am Morgen schloss Europa-Minister Clement Beaune neue Einschränkungen nicht aus, sollten die Fälle weiter zunehmen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC warnt angesichts der starken Zunahme der Coronavirus-Infektionen in Großbritannien vor Reisen in das Land. Der Reisehinweis wurde am Montag auf die Stufe vier von vier angehoben (“Vermeiden Sie Reisen”). Angesichts der Infektionslage bestehe selbst für vollständig geimpfte Reisende das Risiko, sich zu infizieren und Varianten des Coronavirus weiterzuverbreiten, hieß es. Die CDC-Mitteilung kam just an dem Tag, an dem die Regierung in Großbritannien fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen für den Landesteil England aufhob. Die britische Regierung will in England ab dem Herbst verpflichtende Corona-Impfnachweise für Nachtclubs und andere Großveranstaltungen verlangen. “Manche der größten Vergnügen und Möglichkeiten des Lebens werden zunehmend von Impfungen abhängig sein”, sagte Premierminister Boris Johnson. Bis Ende September hätten alle Erwachsenen in Großbritannien die Möglichkeit, sich vollständig gegen Corona impfen zu lassen. Bis dahin sind jedoch für Clubs und andere Großveranstaltungen, die seit Montag wieder öffnen beziehungsweise stattfinden dürfen, keine solchen Nachweise erforderlich. Nachtclubs werden lediglich dazu ermutigt, den sogenannten NHS Covid Pass beim Eintritt zu verlangen. Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die “Mallorca Zeitung” berichtete. Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig Bußgelder in Höhe von 1000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro. Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schließen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Maximal dürfen im Innenbereich von Gaststätten dann noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich acht. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten. Bei der Einreise nach Island müssen künftig auch geimpfte und genesene Touristen einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie die isländische Regierung am Montag mitteilte, wird die Maßnahme zum Start der kommenden Woche in Kraft treten. Ab dann muss man einen PCR- oder Schnelltest vorlegen, der höchstens 72 Stunden alt ist. Grund dafür ist eine Zunahme der Neuinfektionen auf der Nordatlantik-Insel, die ansonsten vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen ist. Ohne Impfung muss man weiterhin einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen und nach Ankunft zwei weitere Tests machen, zwischen denen eine fünftägige Quarantänezeit liegt. Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen in Tschechien. Sie mache 70 bis 80 Prozent aller untersuchten Fälle aus, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU Prag mit. Die einst vorherrschende Alpha-Mutante – auch als “britische Variante” bekannt – sei indes nur noch für zehn Prozent der Fälle verantwortlich. In einem einzigen Fall wurde zudem eine neue, als “Delta Plus” bezeichnete Virusvariante festgestellt. Bei der Patientin habe es sich um eine 30 Jahre alte Frau aus der Verwaltungsregion Südmähren gehandelt, teilte die Gesundheitsbehörde mit. In ihrem Umfeld seien keine weiteren Infektionen aufgetreten, hieß es. Die Zahl der Neuinfektionen blieb zuletzt auf einem niedrigen Niveau. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen 15 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an. Trotz Tausender neuer Corona-Fälle nimmt die russische Hauptstadt Moskau Beschränkungen zurück. Seit Montag können in Europas größter Metropole mit schätzungsweise 15 Millionen Einwohnern auch Ungeimpfte wieder in Bars und Restaurants gehen. Das war zuvor nur möglich mit einem negativen PCR-Test und für Menschen nach einer Impfung mit einem QR-Code. Gaststätten beschwerten sich über ausbleibende Kundschaft. In Parks im Zentrum sammelte sich regelmäßig Müll an, weil dort viele etwa Fastfood verspeisten. Bürgermeister Sergej Sobjanin begründet die Lockerungen mit der besser werdende Corona-Lage in Moskau. Am Montag melden die Behörden 4000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Zuletzt waren es zu Spitzenzeiten mehr als 9000. 103 Menschen starben demnach mit dem Virus innerhalb von 24 Stunden. Landesweit wurden 764 Todesfälle gemeldet, ebenfalls weniger als zuletzt. Insgesamt gab es laut offizieller Statistik mehr als 24.600 Neuinfektionen.

China meldet den höchsten Anstieg an Neuinfektionen seit Januar. Wie die britische Zeitschrift “The Guardian” berichtet, wird der Anstieg in der südwestlichen Provinz Yunnan verzeichnet, die eine Grenze zu Myanmar hat. Nach Angaben der Zeitung wurden in China 65 Neuinfektionen gemeldet. Am Vortag waren 31 neue Corona-Fälle registriert worden. Das war die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem 30. Januar, als 92 Ansteckungen gemeldet wurden. Bei 41 der neuen Fälle handele es sich um chinesische Staatsbürger, die kürzlich aus Myanmar zurückgekehrt waren, heißt es weiter. Nach Sydney und Melbourne muss auch die australische Großstadt Adelaide in den Corona-Lockdown. Die Regierung des Bundesstaats South Australia, dessen Hauptstadt Adelaide ist, kündigte den Schritt an. Zuvor waren fünf Neuansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb des Bundesstaats registriert worden. Die Corona-Beschränkungen würden voraussichtlich für mindestens sieben Tage gelten. Während des Lockdowns dürfen die Menschen ihre Wohnungen nur aus bestimmten Gründen verlassen, etwa um Lebensmittel zu kaufen oder Sport zu machen. In Indien geht die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen zurück. Das Gesundheitsministerium registriert 30.093 neue Fälle, das ist der niedrigste Stand seit vier Monaten. Insgesamt haben sich bisher mehr als 31,17 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt binnen 24 Stunden um 374 auf 414.482. Ein Gericht hat die Impfpflicht gegen Covid-19 an einer US-Universität vorläufig für rechtmäßig befunden. In Anerkennung der bedeutenden Freiheit der Studenten, unerwünschte medizinische Behandlungen zu verweigern, erlaube die Verfassung des Landes der Indiana University jedoch das Vorgehen mit Blick auf das legitime Interesse für die öffentliche Gesundheit, heißt es in dem Urteil. Acht Studierende hatten argumentiert, dass die Impfpflicht ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie verletze. Ihr Anwalt hat am Montag Berufung angekündigt. Die Universität hatte die Impfpflicht, die ab Herbstsemester gelten soll, bereits im Mai angekündigt. In den USA sind inzwischen mehr als 161 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 338 Millionen Dosen verabreicht worden. Mehr als 186 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in Südafrika um Jahre gesunken. Der starke Anstieg der Sterberate durch Covid-19 habe statistisch gesehen zu einem deutlichen Rückgang der Lebenserwartung geführt, teilte die südafrikanische Statistikbehörde mit. Demnach sank die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt bei den Männern von 62,4 Jahren im Jahr 2020 auf 59,3 Jahre in diesem Jahr, bei den Frauen fiel sie von 68,4 auf 64,6 Jahre. Laut der Behörde zeigt der Indikator für die Lebenserwartung die Gesamtbelastung der Bevölkerung durch die Coronakrise auf. Südafrika ist das von der Pandemie am schwersten betroffene Land auf dem Kontinent. Seit Beginn der Pandemie hat Südafrika fast 2,3 Millionen Infektions- und rund 66.860 Todesfälle registriert. Nach einem Anstieg der Todes- und Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus verhängt die iranische Regierung einen sechstägigen Lockdown in der Hauptstadt Teheran. “Teheran ist zur Roten Zone erklärt worden und daher bleiben alle Behörden in der Stadt von diesem Dienstag bis kommenden Sonntag geschlossen”, sagt Regierungssprecher Ali Rabiei im Staatsfernsehen. Medienberichten zufolge sollen auch der Basar und die Einkaufspassagen während dieses Zeitraums geschlossen bleiben. Unklar sei noch, ob auch die Banken schließen oder nicht. Die sogenannte Delta-Variante hatte in den vergangenen Wochen für eine Zunahme der Corona-Zahlen in dem Land gesorgt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es zuletzt pro Tag bis zu 200 Tote und über 22.000 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie wurden im Iran mehr als 87.000 Todesfälle und über 3,5 Millionen Infektionen registriert. Das Land ist von der Pandemie besonders hart betroffen, auch weil die Wirtschaftskrise und US-Sanktionen die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt nur schleppend voran. Bislang wurden nur knapp über zehn Prozent der Iraner mit hauptsächlich russischen und chinesischen Vakzinen geimpft.

Beitragsfoto © pedro_wroclaw (Pixabay)

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.