“Die Mutter aller Pandemien”

Online-Vortrag und Diskussion über die Spanische Grippe von 1918/19

Wermelskirchen | An die 100 Millionen Menschen fanden vor einem Jahrhundert an der Spanischen Grippe den Tod und seitdem starben weitere vier Millionen an deren Nachfolgern. AIDS bewirkte den Tod von bisher 38 Millionen Menschen, vorwiegend in der Dritten Welt. Jährlich sterben 15 Millionen Menschen an Infektionen auf der Welt, etwa zehn Millionen an Krebs, daran sind auch Viren beteiligt. Dürre Zahlen über weltweites menschliches Elend.

Also mag man sich fragen, warum es bei Covid-19 eine solches Aufhebens gibt. Es ist die Unwissenheit über das neue Virus und die Leichtigkeit und Schnelligkeit seiner Verbreitung. Pocken sind ausgerottet, alle anderen durch Impfungen kontrollierbaren Krankheiten nicht. Aber man hat sie unter Kontrolle, weitestgehend. Das muss jetzt auch schnellstens bei Covid-19 geschehen. Denn die Infektionsrate weltweit steigt exponentiell. 

Welche Folgen das haben kann, lehrt uns die Spanische Grippe. Die Sterberate damals, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, lag zwischen 1,1% und 2,8%. Heute, mit 7,8 Milliarden Erdbewohnern, kann sie immer noch 3% erreichen, im Worst-Case-Szenario. Da kommen die Toten aller Kriege nicht heran. Die größte Gefahr für den Menschen ist der Mensch selbst. Viele Spezies haben wir ausgerottet, Umwelten zerstört, Ressourcen verheizt, die Milliarden Jahre gebraucht haben, um zu entstehen. 

Was wir auch wissen sollten: Infektionskrankheiten werden der Menschheit nicht den Garaus machen. Das kann die Hitze der Sonne bewirken. Nicht heute oder morgen, aber in sehr ferner Zukunft. Doch wir Menschen sind an der Beschleunigung dieses Prozesses nicht ganz unbeteiligt. Viren existieren auf unserem Planeten seit über 2 Milliarden Jahren. Sie sind Bestandteil allen Lebens und sie haben sich über die Zeit immer angepasst. Sie werden überleben.

Können wir das auch, die wir vor 100.000 Jahren die Erde langsam besiedelt haben? Sollten wir uns ändern, anpassen, um einen für uns absehbaren Kollaps zu verhindern, oder doch mindestens zu verlangsamen? Wir müssen etwas ändern, angefangen mit unserer Lebensweise.

Am Dienstag, dem 6. April, hält um 18 Uhr Volker Börkewitz im Online-Salon des Forum Wermelskirchen einen Vortrag über die Spanische Grippe 1918/19 und was wir von ihr heute lernen können.

Volker Börkewitz (66) aus Schildgen in Bergisch Gladbach ist seit zwei Jahren pensioniert. Neben anderem, etwa dem Segeln, gilt sein Interesse Referaten und Vorträgen zu Themen, in die er sich jeweils neu einarbeiten muß, weil er beruflich nichts mit ihnen zu tun hatte. Seit Beginn der Pandemie hat er drei Online Referate zu verschiedenen Themen gehalten, immer auch im Begegnungscafé Himmel un Ääd in Schildgen.

Mit diesem Link können Sie am 6. April an Vortrag und Diskussion im Online-Salon des Forum Wermelskirchen teilnehmen: 

https://gib-gab.eu/SpanischeGrippe

Beitragsfoto © Volker Börkewitz

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