„Endlich ein Zuhause“

Positive Bilanz der Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit im Rheinisch-Bergischen Kreis

Rheinisch-Bergischer Kreis | Menschen, die keine Wohnung haben oder denen droht, ihre Wohnung zu verlieren, erhalten im Rheinisch-Bergischen Kreis Unterstützung und Beratung durch die Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit „Endlich ein Zuhause“. Das Projekt ist eine Kooperation des Netzwerk Wohnungsnot Rhein-Berg in Trägerschaft der Caritas RheinBerg und dem Diakonischen Werk Köln und Region. Die Fördermittel wurden durch den Rheinisch-Bergischen Kreis beantragt. Von der positiven Bilanz der ersten anderthalb Jahre, trotz der Corona-bedingten Einschränkungen, berichtete Judith Becker, Leiterin des Netzwerk Wohnungsnot Rhein-Berg, im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Pflege.

„Das gemeinsame Projekt von Land und Kreis trägt dazu bei, Elend zu beenden oder zu verhindern und sollte daher verlängert werden“, betonte Jürgen Langenbucher von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Auch Heike Engels von der SPD hob hervor, dass es wichtig sei, dass Thema intensiv zu bearbeiten und das Projekt im Kreis weiterzuführen. „Es ist gut, so ein niederschwelliges Angebot zu haben“, lobte ebenso Peter Tschorny von der Gruppe DIE LINKE. Dem Dank für die gute Arbeit schloss sich auch Michael Becker von der FDP an.

Um Menschen vor Wohnungslosigkeit zu schützen oder dagegen anzugehen, ist es wichtig, sie mit niederschwelligen Angeboten in ihrer individuellen Situation abzuholen und zu beraten. Eine tragende Säule der Arbeit ist daher die Prävention. Dafür waren die Mitarbeitenden des Projektes mit dem Beratungsmobil unterwegs und verzeichneten rund 600 Kontakte. 

Durch ihre Arbeit konnte bei 45 Haushalten – 107 Personen, davon 46 Minderjährige – die drohende Obdachlosigkeit erfolgreich verhindert werden. Bei insgesamt 23 Haushalten – insgesamt 28 Personen, davon zwei Minderjährige – wurde die Obdachlosigkeit durch die Anmietung einer neuen Wohnung beendet. 

„Für den Erfolg unserer Arbeit ist es wichtig, nicht nur die Wohnsituation der Menschen, sondern auch die Bereiche Gesundheit, Finanzen, Arbeit oder gesellschaftliche Teilhabe in den Blick zu nehmen und entsprechend zu informieren und zu unterstützen“, betont Judith Becker. Neben dem Gewinn an Lebensqualität für die Menschen entlastet das Projekt auch das Budget des Kreises im Bereich Soziales: Hier können mittel- und langfristig beispielsweise Kosten für Notunterkünfte, Jugendhilfe, Gesundheitshilfen oder weitere Transferleistungen reduziert und eingespart werden. Das lobte auch Silvia Wöber Servais von der CDU: „Diese vorbildliche präventive Arbeit erspart uns viele andere Hilfen im Sozialgefüge.“ Ein Kompliment für die gute Zusammenarbeit der Projekt-Mitarbeitenden mit den Vermietern sprach die sachkundige Bürgerin der FREIEN WÄHLER, Bettina Bernhard, aus.

Aufgrund der erfolgreichen Arbeit wurde das Förderprogramm des Landes NRW für zwei Jahre verlängert, sodass die Trägergemeinschaft ihre wichtige Arbeit fortsetzen kann.

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