Nur Folgen bekämpfen ?

VON WALTER SCHUBERT

Was ich mich immer schon frage und jetzt gerade zu Corona-Zeiten besonders: Warum bekämpfen wir immer die Folgen und beschäftigen uns nie mit den Ursachen?

Beispiel? Gerne. Vor Corona standen wir ganz massiv im Stau – nein wir waren der Stau. Jeden Tag, morgens und am Feierabend und gerne auch zwischendurch. Habe selbst viele Jahre dieses Drama mitgemacht. Jedes Jahr noch mehr Autos und noch mehr Verkehr. Die Lösung war ganz einfach: Wir bauen noch mehr Straßen und die Autobahnen bekommen immer wieder noch eine weitere Fahrspur. Bis das alles gebaut war, waren wir wieder am Anfang. Ich habe nie von fachlicher Stelle gehört: Warum fahren die denn alle, warum fahren fast alle zur selben Zeit und ist es nötig, dass sie überhaupt fahren? Wie wir jetzt mit Homeoffice sehen, war es doch gar nicht nötig, dass alle fahren.

Aktuell zu Corona. Ganz schlimme Sache, hochgradig ansteckend und mit unabsehbaren Folgen. Lockdown, Shutdown, Impfen, Abstand, Masken etc. – sicher alles gut und richtig. Doch ich höre in keiner Expertenrunde etwas über die Ursachen. Das Virus ist keine göttliche Fügung und sicher auch keine Strafe des Himmels. Es ist wahrscheinlich nicht in einem Labor angerührt worden und es ist dennoch durch Menschen gemacht. Durch einen ungehemmten Eingriff in die Natur, in Bereiche, in denen wir nichts verloren haben, kommt es wohl zu solchen Krankheiten. Zu Übertragungen von Tieren auf den Menschen. Vielleicht hat es tatsächlich seinen Ursprung auf den sogenannten „nassen Märkten“ in China. Märkte auf denen die armseligen Kreaturen gerade noch so eben am Leben gehalten werden damit sie frisch bleiben. Wenn Corona dort seinen Ursprung hat, müssten dann nicht diese Märkte (die Ursachen!) sofort geschlossen werden? Hat da jemand etwas gehört, erfahren oder gelesen? Hat das überhaupt schon mal jemand angesprochen? Ich habe noch nichts darüber gehört.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Genau. Immer mehr Autos, Straßen und Parkplätze. Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe, Massentierhaltung, Reduzierung der Grünflächen usw. Es sind natürlich nicht nur diese Märkte. Wir alle tun da kräftig mit.

    Antworten

    • Wolf
    • 30.01.21, 11:51 Uhr

    Ich erlebe, dass sich (zum Glück) immer mehr Menschen die richtigen Gedanken machen und die richtigen Fragen stellen. Mit Blick auf die Aussagen der Experten bin ich mir aber nicht sicher, ob wir (die Menschen) noch genug Zeit haben. Wir erleben aktuell ein beispielloses Artensterben im Tierreich. Wir wissen, dass uns ein von Menschenhand verursachter Klimawandel ins Haus steht, der sich gewaschen hat. Und gleichzeitig wird im Rekordtempo der Regenwald abgeholzt. Corona ist gegen das, was uns mit dem Klimawandel ins Haus steht, ein eher kleines Problem.
    Wenn wir wirklich die Ursachen bekämpfen wollen, dann müssen wir alle bei uns selber anfangen. Anders wird das nichts. Aber in einer Welt, in der das Geld den höchsten Wert der Menschen darstellt und niemand bereit ist seinen Status Quo aufzugeben, wird das schwierig bis unmöglich. Da haben es die Dummschwätzer, die Klimawandel, Corona oder andere unbequeme Probleme leugnen, natürlich einfach und erhalten den entsprechenden Zulauf. Unter den gegebenen Umständen bin ich da auch eher ratlos.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.