Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 10.864 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen. Seit Beginn der Pandemie haben sich mindestens 929.133 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14.112. Das RKI schätzt, dass rund 618.800 Menschen eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben. In Deutschland überschreiten weiterhin 374 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Damit gelten fast 91 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Demnach liegen von den 412 Regionen nur elf unter der Warnschwelle von 35 Neuinfektionen. Am stärksten betroffen ist der Landkreis Hildburghausen in Thüringen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 395,6 (Vortag: 386,1) Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge weist den zweithöchsten Wert (387,2 | 408,0) auf, dahinter folgt die bayerische Stadt Passau (373,1 | 323,8). Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. “Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu”, sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der “Rheinischen Post”. Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. Jüngsten Divi-Daten zufolge stieg die Zahl der Intensivpatienten bis Sonntag um 79 auf 3709. 2132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290. Die britische Regierung will rechtzeitig zum Weihnachtsfest die allgemeinen Quarantänebeschränkungen lockern. Gesundheitsexperten warnen angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen Fälle vor einer Überlastung der Krankenversorgung im Gazastreifen. In zehn Tagen werde das Gesundheitswesen nicht mehr in der Lage sein, einen solchen Anstieg bei den Fällen aufzufangen. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat Schwedens Regierungschef Stefan Löfven alle Bürger dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Pandemie zusammenzustehen und die Hygieneregeln zu beherzigen. Die “kleine Verschnaufpause” im Sommer und Herbst sei vorbei. Mehr Menschen stecken sich an. Mehr Intensivbetten werden für Schwerkranke mit Covid-19 benötigt. Mehr Menschen sterben, warnte Löfven. Er beklagte, dass sich zu viele Menschen nicht an die Empfehlungen zur Pandemiebekämpfung gehalten hätten. Infolge eines sprunghaften Anstiegs der Corona-Fälle in der griechischen Stadt Thessaloniki haben Soldaten mit dem Aufbau von Zelten zur Patientenversorgung begonnen. Bereits am Freitag wurden zwei Privatkliniken gezwungen, Patienten aufzunehmen. In der zweitgrößten Stadt Griechenlands hat sich das Coronavirus zuletzt massiv ausgebreitet, viele Krankenhäuser sind bereits überfüllt. Der Iran meldet einen Tag nach Beginn neuer Corona-Maßnahmen etwas mehr als 13.000 Neuinfektionen und 475 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Damit steigt die Zahl der registrierten Ansteckungen auf rund 854.000 und die Zahl der Todesfälle auf rund 44.800. Binnen 24 Stunden stieg in den USA die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle um 141.641 auf insgesamt mehr als 12,3 Millionen seit Beginn der Pandemie. Demnach starben mindestens 834 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 256.587 Todesopfer.
NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (CXV)
