NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (CIX)

NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (CIX)

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach mindestens 815.746 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg den Angaben zufolge kräftig auf 12.814 an. Das sind 267 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 530.200 Genesene. In Deutschland überschreiten 375 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das sind vier Regionen mehr als am Vortag. Damit gelten 91 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen, Ute Teichert, sagte gestern mit Blick auf ausbleibende Beschlüsse aus Berlin, daß den Gesundheitsämtern „das Wasser bis zum Hals” stehe. Bildungsgewerkschaften haben Bund und Länder für den Aufschub weiterer Anti-Corona-Maßnahmen an Schulen kritisiert. “Jetzt ist nicht die Zeit, vernünftige, zielführende Vorschläge vom Tisch zu wischen”, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie zeigte Unverständnis darüber, dass sich Bundesländer gegen Wechselunterricht wehrten. Dieser sei für Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I gut umzusetzen. Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hat die Verschiebung von Beschlüssen zu weiteren Corona-Maßnahmen an Schulen kritisiert. In zwei Altenheimen in Solingen hat es einen Coronaausbruch gegeben, bei dem 47 Senioren und 21 Mitarbeiter infiziert worden sind. Von den Heimbewohners sind zwei verstorben. Alle Städte und KIreise in NRW gelten als Risikogebiet, fast überall liegt die 7-Tage-Inzidenz über 100, vielfach auch deutlich über 200. Angesichts der ernsteren Corona-Lage in Italien sehen sich Häftlinge und Bedienstete in italienischen Gefängnissen einer größeren Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 ausgesetzt. Unter anderem sorgen die Zahlen zweier Anstalten in Neapel für Wirbel, nachdem italienische Medien von über 100 positiv getesteten Insassen berichtet hatten. In den Anstalten Secondigliano und Poggioreale seien knapp 200 positive Fälle unter den Insassen festgestellt worden. Darüber hinaus hätten sich etwas mehr als 110 Vollzugsbeamte infiziert. Die Pandemie stelle eine extreme Notfallsituation für italienische Häftlinge dar und habe zu Mord und Gefängnisrevolten in ganz Italien geführt, so ein Gefängnisseelsorger. In Frankreich werden so viele Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt wie nie zuvor. Die Behörden geben die Zahl mit 33.497 an, ein Anstieg von 416. Für die Behandlung der Spätfolgen von Corona-Infektionen baut England ein Netzwerk aus 40 Kliniken für die als “Long Covid” bezeichneten langfristigen Symptome wie Atembeschwerden, Erschöpfung, Muskelschmerzen und neurologische Probleme auf. Insgesamt meldet Großbritannien 21.363 Corona-Neuinfektionen und 213 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Damit sind im Vereinigten Königreich mehr als 1,39 Millionen Ansteckungen und 52.147 Todesfälle registriert. In Österreich nähert man sich den Kapazitätsgrenzen in den Krankenhäusern. Die Prognose sagt für diese Woche im Schnitt 7000 Neuinfektionen pro Tag voraus. Mehr als 13.000 Mitarbeiter eines der größten Unternehmen für Einweghandschuhe der Welt müssen nach einem massiven Corona-Ausbruch zwei Wochen lang in Quarantäne. In der Firma “Top Glove” in Malaysia waren zuvor 200 Fälle bestätigt worden. Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein. Vergangene Woche hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA die Schwelle von einer Million bekannten Corona-Infektionen überschritten. In Kalifornien leben 40 Millionen Menschen. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gelten nun wieder strikte Auflagen. Bars und Fitnesseinrichtungen müssen schließen, Restaurants können nur im Freien servieren oder außer Haus verkaufen. Schulen dürfen nur Online-Unterricht geben. Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht.

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