NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (LXXXVI)

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist binnen 24 Stunden mit 14,714 Neuinfektionen auf 418.000 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg auf 10.003. Als aktuell infiziert gelten rund 91.800 Personen. Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 2000 Angehörigen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Sie gehören zum Einsatzkontingent “Hilfeleistung gegen Corona”, das über insgesamt 15.000 Soldaten verfügt. Allein in Gesundheitsämtern aller Bundesländer helfen derzeit 1561 Soldaten bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, bei der Entnahme von Abstrichen oder an Teststationen. In NRW gelten 80 Prozent der Kreise und großen Städte als Corona-Risikogebieten. Solingen hat mit einem Inzidenzwert von 197,7 die meisten Neuinfektionen im Land. In Remscheid betragt der Inzidenzwert 141. In der Millionenstadt Köln stieg der Wert auf 136,8. Während zuvor rund ein Prozent aller Getesteten in Köln positiv waren, sind es nun nach Aussagen der Oberbürgermeisterin bereits rund 2 Prozent. Die Helios Kliniken Schwerin haben wegen der steigenden Corona-Zahlen einen weitgehenden Besucherstopp verhängt. Auch Dresden mit einem Inzidenzwert von 57 gilt nun als Risikogebiet. Die Stadt erlässt daher zum 27. Oktober eine Allgemeinverfügung, die mehr Beschränkungen vorsieht. Landunter in Hamburg: Bundeswehr muss helfen. Vom kommenden Dienstag an soll die Zahl der Soldaten um weitere 18 aufgestockt werden. In der Hansestadt leisten dann insgesamt 84 Soldaten in allen sieben Gesundheitsämtern Amtshilfe. Bei den zusätzlichen Soldaten handelt es sich um Sanitäter und Pflegepersonal, wie eine Sprecherin sagte. Sie sollen demnach ab dem 27. Oktober unter anderem bei der Fallbewertung und bei der Beratung und Überprüfung von Hygienekonzepten helfen. Schon 350.000 Deutsche befinden sich in Quarantäne. Das hat Folgen für die Wirtschaft. Ende September waren es noch 140.000 Menschen in Selbstisolierung. In Frankreich ist die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf mehr als eine Million gestiegen. Das französische Gesundheitsministerium meldet gut 1,041 Millionen Fälle, 42.032 mehr als 24 Stunden zuvor. Frankreich ist das siebte Land, in dem die Marke von einer Million bestätigten Ansteckungen überschritten wird. In Großbritannien werden 20.530 neue Infektionen gemeldet. Im britischen Wales ist am Freitagabend ein zweiwöchiger Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Österreich hat den dritten Tag in Folge einen Rekord an Corona-Neuinfektionen registriert. Angesichts dramatisch steigender Corona-Fallzahlen zieht Belgien die Zügel weiter an und führt weitere Einschränkungen ein. So müssen nach einem Beschluss der Regierung vom Freitag alle Freizeitparks zunächst für die kommenden vier Wochen schließen. An kulturellen, religiösen oder anderen Veranstaltungen im Inneren dürfen maximal 40 Personen teilnehmen. Polen verschärft die Einschränkungen im öffentlichen Leben. Es dürften sich nur noch maximal fünf Personen treffen. Präsenzunterricht an Schulen gibt es nur noch bis zur dritten Klasse. Schüler ab der vierten Klasse müssen von zu Hause aus lernen. Zudem dürfen Kinder nur noch in Begleitung eines Erwachsenen zwischen 8 und 16 Uhr das Haus verlassen. Menschen, die älter als 70 sind, wird empfohlen, nur in dringenden Fällen nach draußen zu gehen. Des Weiteren dürfen Restaurants Essen nur außer Haus verkaufen. Die Slowakei meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Zum ersten Mal in der zweiten Welle der Corona-Pandemie werden Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt. Von Samstagmorgen an gilt in Griechenland landesweit Maskenpflicht. Außerdem wird für Gegenden mit hohen Infektionszahlen wie etwa die Region Attika mitsamt der Hauptstadt Athen ein nächtlicher Lockdown gelten. Tschechien meldet mit 15.252 Neuinfektionen erneut einen Höchstwert und erstmals mehr als 15.000 Fälle innerhalb eines Tages. Im Vatikan sind zwei weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf 13. Die bunt uniformierten Wachen sollen Papst Franziskus und seine Residenz schützen. Ein größerer Corona-Ausbruch unter den Gardisten könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Die US-Seuchenbehörde CDC meldet einen Anstieg der Coronavirus-Infektionen um 74.380 auf 8,387 Millionen. Die Zahl der Toten steigt um 1009 auf 222.447.

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