Ortsverein Bergisch Gladbach der Partei DIE LINKE aufgelöst

Keine Kandidatur bei den Wahlen zum Stadtrat und zum Bürgermeister 

Rheinisch-Bergischer Kreis | Nach „intensiver und sehr klarer Aussprache“, wie es auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises von DIE LINKE wörtlich heißt, hat die Kreismitgliederversammlung am gestrigen Samstag mit einer Mehrheit von mehr als zwei Dritteln aller Stimmen in geheimer Abstimmung entschieden, in Bergisch Gladbach nicht mehr zur Wahl des Stadtrates anzutreten und auch keine Kandidatur für das Bürgermeisteramt anzumelden. Mit der gleichen Mehrheit sei der Ortsverband Bergisch Gladbach aufgelöst und eine Untersuchungskommission eingerichtet worden, um die Vorgänge und Streitpunkte innerhalb des Ortsverbandes zu untersuchen und aufzuarbeiten. Das klingt sehr nach sehr heftigen Auseinandersetzungen.

Zur Begründung des Antrags wurde besonders das Bündnis zweier Ratsmitglieder mit der eher rechten Bürgerpartei GL und auf die ungewöhnlich hohen Entschädigungszahlungen für die Ratsarbeit kritisiert. Zudem sei das Fraktionsbündnis nicht von den Mitgliedern beschlossen worden. 

Natürlich ist die Rede von einem demokratischen und zudem transparenten Neuanfang. Der starke Kreisvorsitzende, Tomás M. Santillán, (selbst aus Bergisch Gladbach) wertet den gestrigen Samstag als „traurigen Tag“ für seine Partei in der Kreisstadt. Er sei aber „sehr zuversichtlich, dass wir alle in den nächsten Wochen wieder enger und solidarisch zusammenrücken werden. Dabei müssen alle Mitglieder aus Bergisch Gladbach eingebunden werden. Niemand bleibt zurück oder wird dabei ausgegrenzt oder abgelehnt!“

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