Düsseldorf | Anfang März 2019 besuchten in Nordrhein-Westfalen 601 781 Kinder unter sechs Jahren ein Angebot der Kindertagesbetreuung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hatten davon 30,7 Prozent der Kinder (184 824) mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Bei den Drei- bis unter Sechsjährigen lag dieser Anteil bei 33,0 Prozent und bei den unter Dreijährigen bei 23,7 Prozent.
Bei jedem vierten (25,8 Prozent) Kind unter sechs Jahren (155 217) in Kindertagesbetreuung wurde zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen. Auch hier sind die Anteile in den Altersgruppen unterschiedlich: Bei 28,5 Prozent der Drei- bis unter Sechsjährigen und bei 17,4 Prozent der unter Dreijährigen wurde zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist der Anteil der Kinder unter sechs Jahren, in denen zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen wird mit 17,7% deutlich geringer als im Landesdurchschnitt.
Bei den unter Sechsjährigen in Kindertagesbetreuung war der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund an der Gesamtzahl der Kinder gleichen Alters in den kreisfreien Städten und Kreisen des Landes unterschiedlich: In Gelsenkirchen (51,6 Prozent) und Remscheid (46,4 Prozent) hatte Anfang März 2019 etwa jedes zweite betreute Kind mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Die niedrigsten Anteile ermittelten die Statistiker bei dieser Betrachtung für den Kreis Coesfeld (10,8 Prozent) und den Hochsauerlandkreis (15,9 Prozent).
Bei den Familien, die sich zu Hause überwiegend nicht in Deutsch unterhalten, wiesen die Städte Duisburg (43,6 Prozent) und Gelsenkirchen (43,0 Prozent) die höchsten Quoten auf. Die niedrigsten Anteile von Familien, in denen zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen wird, gab es im vergangenen Jahr in den Kreisen Höxter (11,5 Prozent) und Coesfeld (11,6 Prozent).