Peter Zudeick in der Politischen Runde der Volkshochschule Wuppertal
Wuppertal/Bergisches Land | Peter Zudeick beschreibt in seinem neuen Buch die historische Entstehung von vermeintlich unschuldigen Begriffen wie Heimat, Volk und Vaterland und deren ideologische Aufladung im 18. Und 19. Jahrhundert bis zur anschließenden Umdeutung durch den NS-Staat. Er analysiert dabei die Entwicklung zu diffusen Kampfbegriffen gegen die freiheitliche, humane und offene Gesellschaft. Der Journalist erklärt sein Buch klar und deutlich zu einer Kampfansage an rechts. Jetzt ist er zu Gast in der Politischen Runde.
Peter Zudeick, freier Journalist und Korrespondent für fast alle ARD-Rundfunkanstalten, ist bekannt für seine scharfen politischen Analysen und seine satirischen Rückblicke. Er studierte Germanistik, Pädagogik, Philosophie und Theaterwissenschaften und promovierte in Philosophie. 2009 erschien im Westend Verlag “Tschüss, ihr da oben”, 2013 der von ihm herausgegebene Band “Das alles und noch viel mehr würden wir machen, wenn wir Kanzler von Deutschland wär’n”.
Montag, 11.02., 19:30 Uhr • Politische Runde der Bergischen Volkshochschule VHS • Moderation: Stefan Seitz • Otto-Roche-Forum der VHS, Auer Schulstraße 20, W-Elberfeld • Abendkasse: 6 €
(Beitragsfoto: Peter Zudeick auf den Radiotagen Tutzing, 17. Juni 2013 © Maikel – CC BY-SA 3.0)
Na, dann hoffentlich auch “richtig” : Die NSDAP hat auch die Begriffe “national” und “sozialistisch” gestohlen und sich mit unverfroren mit diesen von vielen Menschen als positiv besetzt wahrgenommenen Etiketten behängt. Hitlers Anhänger waren weder das eine noch das andere, nicht national, sondern universalistisch, und nicht sozialistisch, sondern führergläubig / hierarchisch bestimmt.
Der Begriff “nationalsozialistisch” wird heute weiterhin benutzt, um den Sozialismus und seine Anhänger zu diffamieren, indem sie in die (begriffliche) Nähe zur blutrünstigen faschistischen Diktatur gerückt werden.