Rheinisch-Bergischer Kreis | Der offizielle Ausbildungsbeginn, der 1. September, naht und dennoch ist es noch nicht zu spät, sich um eine Ausbildungsstelle zu bewerben. Wer sich jetzt bewirbt, hat noch gute Chancen, in diesem Jahr eine Ausbildung zu beginnen.
Der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto: „Die jungen Menschen mögen sich bitte jetzt in den Ferien bei den Betrieben vorstellen, und die Handwerksunternehmen mögen erneut prüfen, ob sie ein Ausbildungsverhältnis anbieten können. In der derzeitigen Konjunkturphase braucht das Handwerk viele Fachkräfte. Außerdem ist die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf im Handwerk ein Weg mit Perspektive.“
Im Handwerk, so Kreishandwerkerschaft-Sprecherin Katrin Rhese, würden Ausbildungsplätze erst spät vergeben. Das Handwerk leide unter einem veralteten Image, nämlich „daß die Berufe dreckig sind und Frauen weniger Chancen hätten“. Beides stimme nicht.
Das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach steht auch in den Sommerferien allen Interessierten zur Verfügung. „Wer sich jetzt bewirbt, hat noch gute Chancen, in diesem Jahr eine Ausbildung zu beginnen“, heißt es vom Amt.
„Am 01.08. starten die ersten Ausbildungen. Einige Jugendliche meinen vielleicht, „Bewerben? – Das lohnt sich nicht mehr“ – das ist aber nicht richtig“, so Marcus Weichert. „Viele Arbeitgeber suchen auch jetzt noch die oder den passenden Azubi. Wer jetzt aktiv wird, hat noch gute Chancen einen Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu finden. Wer noch unentschlossen ist oder bislang keinen Erfolg hatte: Nutzen Sie die Möglichkeiten unserer unabhängigen und individuellen Beratung und vereinbaren Sie einen Termin.“
Terminvereinbarungen zur Berufsberatung unter der kostenlosen Service-Hotline 0800 4 5555 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch
Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden bislang 1.073 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 64 oder 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 446 unbesetzt – 47 oder 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.576 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 237 oder 17,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 696 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 165 oder 31,1 Prozent mehr als im Vorjahr.