Politisch ein „alter Hase“ ist der Wermelskirchener Henning Rehse, der im Wahlkreis 22 für die Freien Wähler als Direktkandidat antritt. 1962 geboren, zog es ihn schon als Schüler in die Politik, er wurde Mitglied der Jungen Union, „eine Clique kümmerte sich dort bereits um Politik vor Ort“, sagt er. Nach Abitur, Bundeswehr und Beginn seines Chemie-Studiums war Rehse bereits ab 1984 als Sachkundiger Bürger im Rat seiner Heimatstadt tätig, ab 1989 dann auch als Ratsmitglied für die CDU. Zeitgleich ist er zudem seit der Wahl 1989 auch Mitglied im Kreistag.
Rehse arbeitete nach seinem Studium als Produktmanager und Geschäftsführer, war zudem langjähriger Betriebsratsvorsitzender. Seit einigen Jahren kann er, dank „Home Office“, viel vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten, profitiert dabei auch von seinem Hobby Computer.
In der Politik kam für Rehse ein Bruch ab Mitte der 90er Jahre. In der CDU gab es damals mehrere jüngere Mitglieder, die Politik anders betreiben wollten, sagt er. „Das Thema Müll etwa wurde von der CDU nicht richtig wahrgenommen“, so Rehse. Es folgt die Trennung von der CDU, Rehse und einige Mitstreiter gründeten darauf die „Wermelskirchener Neue Kommunalpolitik“ (WNK), die seither im Rat vertreten ist. 2006 erfolgte ein Zusammenschluss mit der bereits zuvor gegründeten UWG in Wermelskirchen. Rehse ist seit dem Zusammenschluss der Fraktionschef der WNK UWG, die zu den Gruppierungen gehört, die sich auf Landesebene zu den Freien Wählern zusammenschlossen. Bei den Freien Wählern ist er 2. Vorsitzender, zudem gehört er seit 2009 auch der Landschaftsversamlung Rheinland an.
Rehse ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn. „Und dazu noch zwei Kleine“, sagt er und meint seine beiden Hunde, mit denen er gern unterwegs ist. Neben Arbeit und Politik bleibt da wenig Zeit für sein weiteres Hobby Fußball. Seit Kindesbeinen ist er Anhänger von Borussia Mönchengladbach, als er ein Netzer-Trikot geschenkt bekam.