Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Morgen 6412 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Vergangenen Dienstag hatte das RKI 11.369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings enthielten die beiden Werte Nachmeldungen aus Rheinland-Pfalz. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 107,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.148.077 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.990. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.844.000 an. Die Menschen im Oberbergischen Kreis dürfen hab sofort das Haus wieder zwischen 22 Uhr und 5 Uhr verlassen. Die Kontaktbeschränkungen werden nicht verlängert. Die Website und die Hotline zur Abmeldung für die Vorona-Impfung waren am gestrigen ersten Tag teils völlig überlastet. Der Düsseldorfer Polizeipräsident hält eine Sperrstunde für sinnvoll. Mit einem Brief an die Kulturverantwortlichen von Bund und Ländern haben sich die Leitungen führender Kunstmuseen in Deutschland für eine Öffnung der Museen starkgemacht. »Unsere Sorge gilt der Eindämmung der Pandemie, zugleich aber auch einer dem jeweiligen Verlauf von Corona angepassten Wiedereröffnung der Museen«, heißt es in einem Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie ihre Länderkolleginnen und -kollegen. Im Landkreis Osnabrück hat die Polizei eine Party in einer Hütte aufgelöst. Die Beamten hatten nach einem Hinweis sechs erheblich alkoholisierte Männer zwischen 20 und 44 Jahren angetroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Irlands stellvertretender Ministerpräsident Leo Varadkar plädiert für eine Verlängerung des Lockdowns von weiten Teilen der Wirtschaft bis zum 5. März. Auch Schulen sollen vorerst geschlossen bleiben, wobei diese unter bestimmten Bedingungen im Februar und März nach und nach wieder öffnen könnten. Jede andere Lockerung von Beschränkungen müsse aber “sehr, sehr, sehr langsam” vorgenommen werden. Dem französischen Regierungsberater Jean-Francois Delfraissy zufolge zeigen die Corona-Impfstoffe eine geringere Wirksamkeit gegen die zuerst in Südafrika nachgewiesene Variante des Virus. Die neuen Varianten seien das Äquivalent einer ganz neuen Pandemie. Vermutlich müsse Frankreich einen neuen Lockdown verhängen. Mehrere Infektiologen äußerten die Einschätzung, dass ein dritter Lockdown in Frankreich nach denen von März bis Mai sowie von Oktober bis Dezember unvermeidlich sei. Seit Mitternacht (Ortszeit) ist der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv weitgehend geschlossen. Mit der drastischen Einschränkung des Luftverkehrs will die Regierung das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen verhindern. Die Niederlande haben am Montagabend erneut schwere Ausschreitungen infolge von aus dem Ruder gelaufenen Protesten gegen die Corona-Ausgangssperre erlebt. Hunderte gewaltbereite Jugendliche randalierten nach Polizeiangaben bis zum späten Montagabend in mehreren Städten und griffen die Polizei an. Die Menschen hatten sich kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie in Stadtzentren versammelt. In großen Gruppen zogen sie plündernd und randalierend durch die Straßen. Unruhen wurden aus etwa zehn Städten gemeldet – darunter Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. Mehr als 151 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. Als viertes Land der Welt hat Mexiko die Marke von 150.000 bestätigten Todesfällen infolge der Coronavirus-Pandemie überschritten. Nach Statistiken des Gesundheitsministeriums stieg die Gesamtzahl auf 150.273. Viele Krankenhäuser in Mexiko sind derzeit voll. Chinas Behörden verzeichnen einen Rückgang bei den Neuinfektionen. Insgesamt 82 Fälle seien am Montag bestätigt worden nach 124 am Sonntag.
NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (CLXXVIII)
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