Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Morgen 21.866 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet. Damit liegt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen nun bei 727.553. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Angaben des RKI um 215 auf 11.982. Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3127 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, das sind 68 mehr als am Vortag. 1787 davon werden beatmet. Rund 6700 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei. Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Infizierten in Deutschland hat ein Allzeithoch erreicht. “Die Lage auf den Intensivstationen ist deutlich angespannt”, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens. In einigen Regionen sei man zwar noch nicht mit dem Rücken an der Wand, “aber deutlich unter Stress”. Wegen steigender Infektionszahlen bei Schülern und Lehrern müssen immer mehr Schulen den Regelbetrieb aufgeben. Das zeigen Daten aus 14 Bundesländern. Danach findet der Präsenzunterricht an 3240 von insgesamt 40.000 Schulen nicht mehr vollständig statt. Teils sind einzelne Klassen oder auch ganze Schulen in Quarantäne. Teils arbeiten die Schulen aber auch mit dem sogenannten Wechselmodell mit geteilten Klassen. Dabei kommt ein Teil der Schüler zum Unterricht in die Schule und ein Teil lernt zu Hause. In Bremen treffen die gehäuften Infektionen vor allem ärmere Stadtteile. Ein Großteil der Infektionen passiert einer US-Studie zufolge aller Wahrscheinlichkeit nach an sogenannten “Superspreader”-Orten wie Restaurants, Fitnessstudios und Cafés. Frankreich hat 35.879 Neuinfektionen verzeichnet. Das sind zwar mehr als die 22.180 vom Vortag, aber weiter deutlich weniger als die Werte in der vergangenen Woche von bis zu 86.852. Die Zahl der neuen Todesfälle stieg nun um 328. In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen leicht gesunken. Die sogenannte Inzidenzrate, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, sank in der ersten Novemberwoche auf 659. In der Woche zuvor hatte sie noch bei 750 gelegen. Das Durchschnittsalter der Neuinfizierten blieb mit 41,4 Jahren stabil. In Großbritannien sind innerhalb eines Tages knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt überstieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch die Schwelle von 1,25 Millionen seit Beginn der Pandemie. Diese zählen seit Mittwoch auch mehr als 50 000 Todesfälle. Aufgrund unterschiedlicher Zählweisen kommt das nationale Statistikamt jedoch bereits auf mehr als 65 000 Corona-Tote. Auch in Italien überschreitet die Zahl der Coronafälle die Schwelle von einer Million. Demnach werden 32.961 neue Fälle registriert und damit weniger als am Dienstag mit 35.098. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 623 auf 42.953. Italiens Regierung reagiert auf die steigenden Infektionszahlen und verbietet als erstes EU-Land das Weihnachtsfest in der Großfamilie. In Russland sind 432 weitere mit dem Coronavirus infizierte Tote gemeldet worden – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Nach Behördenangaben starben damit bislang 31.593 Menschen. 19.851 Menschen wurden binnen 24 Stunden positiv auf das Virus getestet, knapp 4500 von ihnen allein in Moskau. Insgesamt verzeichnen die Behörden mehr als 1,83 Millionen Infektionsfälle. Das brasilianische Gesundheitsministerium meldet 48.331 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,748 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 544 auf 163.373 zu. Die US-Seuchenzentren CDC geben 134.383 bekannte Neuinfektionen und 1859 weitere Todesfälle bekannt. Damit wurden in den USA insgesamt knapp 10,2 Millionen Infektionen und 239.590 Tote durch das Coronavirus registriert. Angesichts steigender Corona-Zahlen will der US-Staat New York mit neuen Einschränkungen gegen einen drohenden Rückfall in die Pandemie vorgehen. Restaurants, Bars und Fitnessstudios werden um 22 Uhr schließen müssen. Zudem werden Treffen in Privathäusern auf maximal zehn Personen beschränkt.
NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (CIV)
