NACHRICHTEN AUS DER CORONA-PANDEMIE (DLXIX)

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen steigt erneut.Der Wert liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen bei 1196,4. Am Vortag hat er 1174,1 betragen, am Freitag vergangener Woche 1259,5. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt bei 217.593. Am Vortag sind 210.673 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 15.481.890. Binnen 24 Stunden werden weitere Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland steigt damit auf 123.796.Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,87 angegeben (Vortag: 0,84). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2151 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 946 davon werden invasiv beatmet. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist zum ersten Mal seit knapp drei Wochen wieder gestiegen und liegt erneut über 1000. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet heute 1004,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Donnerstag hatte der Wert 963,4 und am Mittwoch 981 betragen, womit sie erstmals seit Wochen die 1000er-Marke unterschritt. In der Omikron-Welle dürften Ansteckungen bei Senioren nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) noch weiter zunehmen. “In dieser Altersgruppe steht der Scheitelpunkt der Welle noch bevor”, heißt es im Corona-Wochenbericht des Instituts. In der vergangenen Woche sei bei den Altersgruppen ab 65 Jahren ein weiterer, wenn auch abgeschwächter Anstieg verzeichnet worden, während die Werte bei den Jüngeren gesunken seien. Auch seien im Wochenvergleich erneut mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet worden. Das Wachstum der wohl noch leichter übertragbaren Omikron-Untervariante BA.2 in Deutschland hat sich erneut fortgesetzt. Nach den aktuellsten verfügbaren Daten lag ihr Anteil in einer Stichprobe vorletzte Woche bei rund 38 Prozent, nach rund 25 Prozent in der Woche zuvor. Das schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Corona-Wochenbericht. Seit Anfang des Jahres steigt der BA.2-Anteil kontinuierlich, während Funde der bisher am meisten verbreiteten Omikron-Untervariante BA.1 rückläufig sind. Die Entwicklung ist auch international zu beobachten. Ein wichtiger Faktor für den weiteren Verlauf ist laut RKI, wie stark Kontakte im Rahmen der geplanten Lockerungen zunehmen.

Nach monatelangen Corona-Beschränkungen fallen in Deutschland heute weitere Maßnahmen weg. In der Gastronomie und Hotellerie gilt nun die 3G-Regel, nach der auch Ungeimpfte mit negativem Test zum Beispiel im Restaurant essen dürfen. Auch die lange geschlossenen Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen, dort gilt die 2G-Plus-Regel. Es sind also nur Genesene und Geimpfte mit Test oder mit dritter Impfung zugelassen. In Bayern darf ab morgen die gesamte Gastronomie alternativ zur 3G-Regel die 2G-plus-Regel für ihre Gäste anwenden. Diese zusätzliche Möglichkeit sei den erst am Dienstag vom Kabinett beschlossenen Vorschriften noch hinzugefügt worden, teilt die Staatskanzlei am Abend mit. Nach der 3G-Regel dürfen Geimpfte, Genesene und auch negativ auf Corona Getestete Hotels, Restaurants, Bars und Kneipen besuchen. Sie müssen aber eine Schutzmaske tragen. Die Wirte können sich aber auch dafür entscheiden, nur Gäste zuzulassen, die geimpft oder genesen sind und zudem einen negativen Corona-Test vorweisen oder eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Dafür fällt dann die Maskenpflicht weg.

In Sachsen-Anhalt können sich von nun an alle Interessierten mit dem neuen Vakzin des US-Herstellers Novavax impfen lassen. Es seien ausreichende Mengen dieses Covid-19-Impfstoffes vorhanden, erklärt Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. “Jeder, der sich jetzt noch für eine Impfung entscheidet und möglicherweise genau auf diesen Impfstoff gewartet hat, kann sich ab sofort einen Impftermin geben lassen.” Der Impfstoff Nuvaxovid sollte bisher vorrangig ungeimpftem Gesundheits- und Pflegepersonal angeboten werden, für das ab Mitte März die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt. Beim Impfen gegen das Coronavirus geht es in Deutschland nur langsam voran – allerdings hat als erstes Bundesland nun Bremen bei den Erstimpfungen die 90-Prozent-Marke geknackt. Am Mittwoch wurden deutschlandweit rund 103.000 Impfdosen verabreicht, wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Mittwoch der Vorwoche waren es mit rund 157.000 deutlich mehr. Inzwischen haben 75,5 Prozent der Menschen in Deutschland (mindestens 62,8 Millionen Menschen) einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. Bundesweit haben 57,2 Prozent (47,5 Millionen) zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Mindestens einmal geimpft sind 76,3 Prozent (63,5 Millionen Menschen). Die hohe Impfquote in Bremen erklärt das RKI damit, dass dort auch Menschen ohne Wohnsitz im Bundesland erfasst sind, die sich dort haben impfen lassen – etwa Seeleute oder Pendler aus Niedersachsen.

Im Dezember hat die baden-württembergische Stadt Reutlingen gegen 500 Menschen, die an einer verbotenen Demo gegen Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Nun teilt die Stadt mit, dass die meisten Betroffenen nicht zahlen wollen. So haben laut Stadtverwaltung erst 50 Menschen das Bußgeld in Höhe von 150 Euro bezahlt. Rund 230 hätten Widerspruch eingelegt. Fast genauso viele hätten noch gar nicht reagiert. Am 18. Dezember hatten sich laut Polizei rund 1000 Gegner der Corona-Maßnahmen im Zentrum von Reutlingen versammelt – ungeachtet des kommunalen Versammlungsverbots.

Menschen in Frankreich kommen demnächst wieder ohne Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder negativen Test in Restaurants, Fernzüge, Kinos und Museen. Ab dem 14. März werde die derzeitige Pflicht zum Vorzeigen des “Pass Vaccinal” (“Impfpass”) ausgesetzt, sagt Premierminister Jean Castex im Sender TF1. Der “Pass vaccinal” liefert den Nachweis über Impfschutz oder Genesenenstatus. Nur für den Zutritt zu Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Altersheimen soll eine Art 3G-Regelung bestehen bleiben: also die Pflicht, geimpft, genesen oder negativ getestet zu sein.

Weltweit haben sich bislang rund 439,55 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 6,34 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien. Die Folgen der Corona-Pandemie in Afrika haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vor allem auf die Frauen des Kontinents verheerende Auswirkungen. “Es war eine enorme Belastung für Frauen – nicht nur physisch, sondern auch psychisch”, sagt die Afrika-Regionaldirektorin der WHO, Matshidiso Moeti. Viele Frauen im informellen Sektor hätten Einkommen verloren und sich zudem um die Kinder kümmern müssen, die wegen geschlossener Schulen zu Hause bleiben mussten. Zudem sei die häusliche Gewalt gestiegen. Obwohl die Fallzahlen in den meisten Ländern des Kontinents nun sinken, dürften die Folgen noch Jahre zu spüren sein.

Beitragsfoto © Alexandra_Koch (Pixabay)

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