Wald in Wermelskirchen – Teil 2: Was ist eigentlich Wald?

Wenn wir durch den Wald gehen, sehen wir vor allem Bäu­me. Gro­ße und klei­ne, alte und jun­ge. Dazwi­schen Sträu­cher, Far­ne und ande­re Pflan­zen. Doch Wald ist weit mehr als das.

Aus öko­lo­gi­scher Sicht ist ein Wald ein kom­ple­xes Sys­tem, das sich stän­dig ver­än­dert und an sei­ne Umwelt anpasst. Bäu­me, Pflan­zen, Tie­re, Pil­ze, Mikro­or­ga­nis­men, Was­ser, Luft und Boden ste­hen mit­ein­an­der in Ver­bin­dung.

Dabei pas­siert vie­les, was wir kaum wahr­neh­men. Ein Baum wächst, stirbt irgend­wann und wird selbst wie­der Teil des Wal­des. Im Boden arbei­ten unzäh­li­ge Lebe­we­sen dar­an, orga­ni­sches Mate­ri­al abzu­bau­en und Nähr­stof­fe ver­füg­bar zu machen. Was­ser wird auf­ge­nom­men, gespei­chert und wei­ter­ge­ge­ben.

Der Wald ist des­halb kein sta­ti­sches Gebil­de. Er ver­än­dert sich stän­dig – auch wenn wir das bei einem Spa­zier­gang oft gar nicht bemer­ken.

Und genau hier beginnt eine span­nen­de Fra­ge: Braucht der Wald eigent­lich den Men­schen?

Ein Wald kann sich grund­sätz­lich selbst erhal­ten. Er braucht also nicht zwin­gend jeman­den, der ihm sagt, wann ein Baum wach­sen, ster­ben oder umfal­len darf.

Wenn wir Men­schen in den Wald ein­grei­fen, ver­fol­gen wir des­halb bestimm­te Zie­le. Wir nut­zen Holz, gestal­ten Wege, schüt­zen bestimm­te Berei­che oder ver­su­chen, den Wald an ver­än­der­te Bedin­gun­gen anzu­pas­sen.

Aber wel­che Zie­le sol­len für unse­ren städ­ti­schen Wald in Wer­mels­kir­chen gel­ten?

Dar­um wird es in den nächs­ten Fol­gen gehen.

Denn wer über die Zukunft des Wal­des spre­chen will, muss zunächst ver­ste­hen, was Wald über­haupt ist.

Die Serie „Wald in Wer­mels­kir­chen“ ent­steht gemein­sam mit Fried­helm Hür­ten.

Foto: Lutz Bal­schu­weit


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Kommentare

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Ein Kommentar zu „Wald in Wermelskirchen – Teil 2: Was ist eigentlich Wald?“

  1. Avatar von RA Stefan Markel
    RA Stefan Markel

    Also ist “Wald” jeder sich dem jewei­li­gen Lebens­raum anpas­sen­de Gesamt­or­ga­nis­mus, in wel­chem isch Flroa in wel­chem (der Grö­ße nach: Bäu­me, Pil­ze und Sträu­cher) die Vege­ta­ti­on und die Fau­na kei­ner Gestal­tung, Nutz­bar­ma­chung oder Beein­flus­sung durch mensch­li­che Gestal­tung ent­zo­gen haben oder ent­zie­hen. Rich­tig?

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