Wald in Wermelskirchen – Teil 3: Wer entscheidet über unseren Wald?

Wenn der Wald uns allen etwas bedeu­tet, stellt sich irgend­wann eine ganz ein­fa­che Fra­ge: Wer ent­schei­det eigent­lich dar­über, was mit unse­rem Wald pas­siert?

Der Wald in Wer­mels­kir­chen hat unter­schied­li­che Eigen­tü­mer. Ein Teil gehört der Stadt, ande­re Flä­chen befin­den sich in Pri­vat­be­sitz. Wer über sei­ne Bewirt­schaf­tung ent­schei­det, hängt des­halb zunächst vom Eigen­tum ab – aller­dings immer inner­halb der gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen.

Doch Wald zu bewirt­schaf­ten bedeu­tet nicht nur, Bäu­me zu pflan­zen oder zu fäl­len. Es geht um unter­schied­li­che Inter­es­sen: Holz­ge­win­nung, Natur­schutz, Kli­ma, Was­ser, Erho­lung und die lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung des Wal­des.

Beim städ­ti­schen Wald kom­men dabei poli­ti­sche Ziel­set­zun­gen, Ver­wal­tungs­ent­schei­dun­gen und die fach­li­che Pla­nung und Umset­zung durch den Forst zusam­men. Eine wich­ti­ge Grund­la­ge für die künf­ti­ge Aus­rich­tung ist des­halb die Fra­ge, wel­che Zie­le die Stadt mit ihrem Wald ver­folgt.

Fried­helm Hür­ten hält ein kla­res Leit­bild für not­wen­dig. Es soll deut­lich machen, wel­che Auf­ga­ben der städ­ti­sche Wald erfül­len soll und nach wel­chen Kri­te­ri­en er bewirt­schaf­tet wird. Dabei geht es nicht allein um die Holz­nut­zung, son­dern auch um den Schutz des Wal­des, sei­ne öko­lo­gi­sche Bedeu­tung und sei­ne Funk­ti­on für die Men­schen.

Auch die Ent­schei­dungs­we­ge spie­len eine Rol­le: Wer plant die Maß­nah­men? Wer setzt sie um? Und wie kön­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nach­voll­zie­hen, wel­che Über­le­gun­gen dahin­ter­ste­hen und wo sie sich ein­brin­gen kön­nen?

Gera­de beim städ­ti­schen Wald ist Trans­pa­renz wich­tig. Denn es geht nicht nur um ein­zel­ne Bäu­me, son­dern um die Fra­ge, wie sich unser Wald in den kom­men­den Jahr­zehn­ten ent­wi­ckeln soll.

Das klingt zunächst nach einer Ver­wal­tungs­fra­ge. Tat­säch­lich geht es aber um etwas sehr Kon­kre­tes: Wel­chen Wald wol­len wir unse­ren Kin­dern und Enkeln hin­ter­las­sen?

In der nächs­ten Fol­ge schau­en wir des­halb genau­er hin: War­um wer­den im Wald über­haupt Bäu­me gefällt – und was bedeu­tet „nach­hal­ti­ge“ Bewirt­schaf­tung?

Die Serie „Wald in Wer­mels­kir­chen“ ent­steht gemein­sam mit Fried­helm Hür­ten.

Foto: Lutz Bal­schu­weit


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