Ein Jahr ist vergangen, seit Wolfgang Horn von uns gegangen ist. Und doch ist seine Stimme im Forum Wermelskirchen bis heute spürbar.
Wolfgang hatte die klare Vision, ein Forum zu schaffen, das die Belange der Wermelskirchenerinnen und Wermelskirchener ernst nimmt – ein Ort, an dem Politik, Kommunalpolitik sowie sozialpolitische und gesellschaftliche Entwicklungen nicht nur gewürdigt, sondern auch kritisch hinterfragt werden. Dieses Forum, sein „Kind“, lebt weiter. Es ist gewachsen, es ist lebendig – und es trägt unverkennbar seine Handschrift.
Wir als Redakteure vermissen Wolfgang sehr. Immer wieder stellen wir uns bei der Arbeit die Frage: Wie hätte Wolfgang reagiert? Was hätte er gesagt, was geschrieben? Sei es beim Thema Rhombus, beim Umgang miteinander in unserer Stadtgesellschaft, beim Blick auf rechtsradikale Tendenzen in Wermelskirchen, bei der Kommunalwahl und dem spürbaren Ruck nach rechts oder bei dem Eindruck, dass sich manche kommunalpolitische Akteure zu weit, manchmal zu weit von ihren Wählern entfernt haben.
Es sind genau diese Fragen, die uns antreiben. In seinem Sinne werden wir weiter hinschauen, weiter begleiten – würdigend, respektvoll, aber auch kritisch. So, wie Wolfgang es gewollt hätte.
Er fehlt uns. Doch seine Werte bleiben: die Freiheit des Wortes, die Vielfalt der Meinungen und die Überzeugung, dass eine lebendige Gesellschaft genau davon lebt. Für all das hat er gekämpft – und wir werden diesen Weg weitergehen.
Lutz Balschuweit
Lothar Dähn
Marie-Louise Lichtenberg
Horst Rosen
Klaus Ulinski
Joachim Zappe
Bild: Privat


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