Erfahrungsbericht
Ein Monat Wärmepumpe im Vergleich zur alten Gasheizung – unser Fazit
Vom 26. Februar bis zum 25. März haben wir in unserem alten unisolierten Fachwerkhaus erstmals unsere neue Wärmepumpe im Alltag getestet und die Daten anschließend mit einem vergleichbaren Zeitraum aus dem Vorjahr (mit unserer 23 Jahre alten Gasheizung) gegenübergestellt.
Da ich in den letzten vier Jahren regelmäßig unsere Energieverbräuche dokumentiert habe – inklusive täglichem Gasverbrauch, Temperaturverläufen (Minimum, Durchschnitt, Maximum) sowie Stromverbrauch (aus Wasserkraft) – lässt sich der Vergleich recht gut einordnen.
Zusätzlich betreiben wir seit etwa einem Jahr ein Balkonkraftwerk mit insgesamt 2 kWp Leistung (je 1 kWp auf der Ost- und Westseite des Daches) sowie einem 4,8 kWh Batteriespeicher.
Die Ausgangslage
Interessant ist: Der Testmonat mit Wärmepumpe war sogar etwas kälter.
Durchschnittliche Tagestemperatur dieses Jahr: 9,2 °C
Im Vorjahr: 13,7 °C
Die Raumtemperatur im Haus war in beiden Fällen gleich.
Energieverbrauch im Vergleich
Gasheizung (Vorjahresmonat): ca. 487 kWh für die Wärmeerzeugung
Wärmepumpe (dieses Jahr): ca. 85 kWh Stromverbrauch
Dabei ist zu beachten:
Die Gasheizung lief nur bei Bedarf, während die Wärmepumpe durchgehend in Betrieb ist.
Kostenvergleich
Heizen mit Gas: etwa 50 €
Heizen mit Wärmepumpe: etwa 26 €
Zusätzlich hat unser Balkonkraftwerk an sonnigen Tagen einen Teil des Stroms für die Wärmepumpe geliefert. Diese Einsparung ist in den 26 € noch nicht berücksichtigt. Beim Gas hätte uns dieser selbst erzeugte Strom natürlich nichts gebracht.
Fazit
Trotz niedrigerer Außentemperaturen im Testzeitraum verbraucht die Wärmepumpe deutlich weniger Energie und verursacht spürbar geringere Kosten. In Kombination mit eigener Stromerzeugung verstärkt sich dieser Effekt sogar noch.
Unser Fazit nach dem ersten Monat: Eine richtig gute Entscheidung.
In circa drei Monaten berichte ich erneut über die Entwicklung.
Foto: Lutz Balschuweit


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