Echnaton, ca. 1.345 v. Chr. 

Ein Bei­trag von Ste­fan Mar­kel


Der Lob­ge­sang auf Aton – dem Stell­ver­tre­ter der Son­ne auf der Erde

Dein Auf­gang ist schön am Hori­zont des Him­mels, o leben­der Aton, der die Leben spen­det. 

Wenn du am öst­li­chen Hori­zont auf­gehst, erfüllst du jedes Land mit dei­ner Schön­heit. 

Du bist präch­tig, groß, strah­lend, erhebst dich über jedes Land. 

Dei­ne Strah­len umar­men die Län­der bis ans Ende von allem, was du erschaf­fen hast. 

Du bist Ra, du lenkst sie nach ihrer Anzahl und machst sie dei­nem gelieb­ten Sohn unter­tan. 

Fern bist du, doch auf der Erde sind dei­ne Strah­len. Du bist auf ihren Gesich­tern, und sie schau­en auf dei­nen Lauf.

Wenn du unter­gehst am west­li­chen Hori­zont, ist die Erde in Dun­kel­heit, dem Tode gleich. 

Sie lie­gen in einer Kam­mer mit ver­bun­de­nen Köp­fen. Kein Auge sieht das ande­re. 

Auch wenn all ihr Gut, das unter ihren Köp­fen liegt, ihnen genom­men wird, mer­ken sie es nicht. 

Jeder Löwe kommt aus sei­nem Ver­steck und alle Schlan­gen bei­ßen, denn die Dun­kel­heit ist deren Hin­ter­halt. 

Stil­le liegt über dem Land, denn der, der sie erschaf­fen hat, ruht in sei­nem Hori­zont.

Dazu Jür­gen Becker:

Die drei gro­ßen Fra­gen der Men­scheit sind

Wo kom­men wir her?

Wo gehen wir hin und

Was trin­ken wir in der Zwi­schen­zeit? 

Foto: KI gene­riert

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