Ein Versuch einer zeitgemäßen Neuinterpretation seiner Kapitalismuskritik
Essay von Klaus Ulinski
Karl Marx heute einfach nur zu wiederholen, wäre zu wenig; ihn zu verabschieden, wäre voreilig. Denn vieles von dem, was seine Kapitalismuskritik im 19. Jahrhundert trug, erscheint im 21. Jahrhundert nicht überholt, sondern geradezu bemerkenswert anschlußfähig. Noch immer konzentriert sich Eigentum im wenigen Händen, noch immer wird gesellschaftlich produzierter Reichtum privat angeeignet, noch immer erzeugt das Wirtschaftssystem Abhängigkeit, Krisen und Formen der Entfremdung. Nur hat sich die Gestalt der Produktionsmittel verändert:
Neben Fabriken, Maschinen und Boden treten heute Daten, Plattformen, Netzinfrastrukturen, Rechenzentren, Chips, Betriebssysteme und KI-Modelle als zentrale Hebel gesellschaftlicher Macht. [1]
Marx verstand den Kapitalismus als ein System, in dem sich die Eigentümer der Produktionsmittel den von anderen erwirtschafteten Mehrwert aneignen. [2] Dieses Grundfigur lässt sich auf die Gegenwart übertragen, wenn man den Begriff der Produktionsmittel erweitert. Im digitalen Kapitalismus werden Werte nicht mehr allein durch industrielle Arbeit erzeugt, sondern auch durch die Organisation von Kommunikation, Aufmerksamkeit, Verhalten, Logistik, Wissen und maschinell verarbeitbaren Daten. Die Fabrik ist nicht verschwunden, aber sie ist ergänzt worden durch die Plattform; der Fließbandtakt durch das Ranking; der Werkmeister durch den Algorithmus.
Betrachtet man diesen Aspekt, dann wäre eine zeitgemäße marxistische Theorie keine nostalgische Rückkehr zur Industriegesellschaft, sondern eine Analyse der Frage: Wer die Infrastrukturen besitzt, über die heute gearbeitet, kommuniziert, konsumiert und entschieden wird. Der entscheidende Punkt lautet dann: Nicht nur Arbeit, sondern auch Daten, Sichtbarkeit und Zugriff werden zu umkämpften Quellen von Wertschöpfung.
1. Von der Fabrik zur Plattform: die neuen Produktionsmittel
Für Marx war die Frage des Eigentums stets das zentrale Thema. Wer die Produktionsmittel besitzt, bestimmt die Bedingungen, unter denen andere arbeiten und leben. Im 19. Jahrhundert waren dies in erster Linie Fabriken, Maschinen und Rohstoffe. Heute sind es zusätzliche digitale Infrastrukturen, deren Bedeutung kaum unterschätzt werden kann: Suchmaschinen strukturieren Zugang zu Wissen; soziale Netzwerke ordnen öffentliche Aufmerksamkeit; Cloud-Dienste bilden die Basisschicht für weite Teile der digitalen Ökonomie; App-Stores kontrollieren den Marktzugang; KI-Modelle bündeln Sprach‑, Bild- und Entscheidungsfähigkeiten innerhalb proprietärer Systeme. [3]
Verschiebt sich hier die Form kapitalistischer Macht? Ein moderner Marx würde wahrscheinlich sagen, dass die Produktionsmittel der Gegenwart nicht nur materieller, sondern auch informatisch und infrastrukturell sind. Wer Server besitzt, wer Daten aggregiert, wer Schnittstellen kontrolliert und wer Standards festlegt, der verfügt über mehr als nur ein Geschäftsmodell: Er kontrolliert die Bedingungen gesellschaftlicher Teilhabe. In diesem Sinne ist die große Plattform nicht bloß ein Unternehmen unter vielen, sondern eine Art privat kontrollierte Grundstruktur sozialgesellschaftlicher Koordination. [4]
Diese Entwicklung hat zwei wichtige Folgen. Erstens werden Märkte zunehmend von Netzwerkeffekten geprägt: Je größer die Plattform, desto nützlicher wird sie, und je nützlicher sie wird, desto schwieriger ist es, sie zu verdrängen. Zweitens entstehen Eigentumsformen, die nicht einfach nur Produkte verkaufen, sondern ganze Abhängigkeitsverhältnisse organisieren. Das ist ein entscheidender Unterschied. Der industrielle Kapitalismus alter Prägung profitierte davon, Arbeitskraft in Waren umzuwandeln; der Plattformkapitalismus neuer Prägung profitiert oft davon, Interaktionen selbst zu vermitteln und sie in verwertbare Daten umzuwandeln. [3–1]
2. Mehrwert, Daten und die neue Form der Ausbeutung
Eine zeitgemäße marxistische Interpretation müsste daher das klassische Konzept des Mehrwerts ergänzen. Marx analysierte, wie Profit aus der Differenz zwischen dem durch Arbeit geschaffenen Wert und dem gezahlten Lohn entsteht [2–1]. Im digitalen Kapitalismus kommt eine weitere Form der Abschöpfung ins Spiel: Nutzer, Angestellte, Fahrer, Urheber, Verkäufer und Klickarbeiter generieren kontinuierlich Datenspuren, Verhaltensmuster, Inhalte und Bewertungen, die nicht bloß Nebenprodukte, sondern Rohstoffe ökonomischer Verwertung werden. Shoshana Zuboff hat diesen Prozess als die Extraktion von „Verhaltensüberschüssen“ beschrieben; Nick Srnicek bezeichnet Plattformen als Geschäftsmodelle, die auf der Erhebung, Analyse und Monetarisierung von Daten basieren. [3–2]
Marxistisch interessant ist daran nicht nur, dass Daten ökonomisch wertvoll sind, sondern auch, wie ihr Wert entsteht. Daten fallen nicht vom Himmel. Sie entstehen gesellschaftlich: durch Arbeit, Kommunikation, Bewegung, Konsum, Kooperation und kulturelle Praxis. Wenn private Unternehmen diese kollektiv generierten Ressourcen exklusiv sammeln, sie als firmeneigenes Vermögen verarbeiten und in marktbeherrschende Systeme umsetzen, kommt dies einer neuen Form der Einhegung gleich. Was früher Allmenden, Boden oder handwerkliches Wissen betraf, betrifft heute Information, Verhalten und kollektive Intelligenz.
Hier gewinnt ein Konzept aus Marx’ Grundrissen [5] neue Relevanz: die Idee des „allgemeinen Intellekts“, also des gesellschaftlich verteilten Wissens, das zu einer direkten Produktivkraft wird [5]. KI-Systeme lassen sich – vorsichtig ausgedrückt – als die privatisierte Konsolidierung eines solchen allgemeinen Intellekts interpretieren. Ihre Leistungsfähigkeit verdanken sie nicht dem Genie einzelner Eigentümer, sondern dem Zusammenspiel von öffentlicher Forschung, riesigen Datensätzen, globalen Lieferketten, der Arbeit Tausender Ingenieure und der oft unsichtbaren Vorarbeit von Annotatoren, Moderatoren und Crowdworkern [6]. Wenn dann eine Handvoll Unternehmen proprietäre Kontrolle über die Ergebnisse ausübt, bestätigt sich Marx’ Diagnose in neuer Form: gesellschaftliche Produktion, private Aneignung.
3. Entfremdung im Zeitalter des Algorithmus
Zu Marx’ bleibend stärksten Begriffen gehört die Entfremdung. Gemeint war damit nicht bloß Unzufriedenheit im Beruf, sondern der strukturelle Verlust von Kontrolle über die eigene Tätigkeit, ihre Produkte und ihren Sinn [7]. Auch dieser Gedanke wirkt heute überraschend modern. Denn viele Arbeitsverhältnisse sind nicht mehr nur hierarchisch, sondern algorithmisch organisiert. Lieferfahrer folgen einer App, Plattformarbeiter einem Bewertungssystem, Lagerarbeiter den Anweisungen von Scansystemen und Content-Moderatoren dem Rhythmus automatisierter Arbeitsabläufe. Der Vorgesetzte verschwindet nicht, sondern nimmt oft die Form eines undurchsichtigen Systems an [8].
Diese Veränderung betrifft nicht nur prekäre Tätigkeiten. Auch in der Büroarbeit, der Wissensarbeit und den kreativen Branchen nimmt die metrische Kontrolle zu: Leistungs- (Performance)-Dashboards, Produktivitätssoftware (MES-Systeme), automatisierte Auswahl, Prognosemodelle, KI-gestützte Überwachung. Das Versprechen lautet Effizienz; die Realität ist oft Intensivierung, mangelnde Transparenz und Austauschbarkeit. Marx würde dies wahrscheinlich als eine verschärfte Form der Entfremdung erkennen, denn der Arbeiter unterliegt nicht einmal mehr einem sichtbaren Herrn, sondern einer unpersönlichen, scheinbar neutralen Rechenlogik.
Hinzu kommt eine zweite, oft übersehene Ebene: Hinter der Fassade der „autonomen“ KI verbirgt sich in vielen Fällen ein hoher Aufwand an menschlicher Arbeit. Mary Gray und Siddharth Suri haben aufgezeigt, wie digitale Mikrojobs und „Ghost Work“ das unsichtbare Fundament vieler automatisierter Systeme bilden [6–1]. Der Punkt ist fast marxistisch im klassischen Sinne: Die Maschine scheint aus eigenem Antrieb zu handeln, weil die Arbeit, die dies ermöglicht, ausgelagert, fragmentiert und unsichtbar gemacht wurde.
4. Kapitalkonzentration und die Macht der Superreichen
Marx ging davon aus, dass der Wettbewerb langfristig zur Konzentration und Zentralisierung des Kapitals tendiert [2–2] . Auch diese Analyse erscheint heute bemerkenswert relevant. In vielen digitalen Märkten führen Skaleneffekte, Netzwerkeffekte, Datenvorteile und hohe Infrastrukturkosten dazu, dass eine kleine Anzahl von Akteuren außerordentliche Marktmacht erlangt. Wirtschaftliche Untersuchungen zu „Superstar-Unternehmen“ zeigen, dass eine zunehmende Konzentration mit sinkenden Arbeitsanteilen am Einkommen und der wachsenden Dominanz einzelner Unternehmen in Verbindung gebracht werden kann [9]. Besonders deutlich wird dies im Bereich der Plattformen und digitalen Marktplätze, weshalb sich das moderne Wettbewerbsrecht wieder zunehmend auf Macht, Markteintrittsbarrieren und infrastrukturelle Abhängigkeit konzentriert [10].
An dieser Stelle überschneidet sich die Frage nach der Macht der Unternehmen mit der nach dem Einfluss von Multimilliardären und der Aussicht auf Reichtum in einem bisher kaum vorstellbaren Ausmaß. Marx hätte darin nicht nur individuelle Ungleichheit gesehen, sondern Klassenmacht. Sehr große Vermögen sind nicht einfach nur hohe Bankguthaben; sie stehen für die Macht, Medien, Forschung, Lobbyarbeit, politische Kampagnen, Infrastruktur und Zukunftsvisionen zu beeinflussen. Wer Satellitennetzwerke, Social-Media-Plattformen, KI-Labore, Cloud-Systeme oder bedeutende Anteile daran kontrolliert, beeinflusst nicht nur die Märkte, sondern auch die Architektur der Öffentlichkeit.
Die Tatsache, dass wirtschaftliche Ungleichheit zu politischer Ungleichheit führen kann, ist keineswegs nur eine auf empirischen Belegen basierende Vermutung. In den USA beispielsweise zeigte die viel zitierte Studie von Gilens und Page, dass politische Entscheidungen deutlich stärker mit den Präferenzen wirtschaftlich privilegierter Gruppen korrelieren als mit denen der Durchschnittsbürger [11]. Man muss diese Erkenntnisse nicht mechanisch auf alle Demokratien übertragen, um den strukturellen Kernpunkt zu erfassen: Wenn Reichtum extrem konzentriert ist, gilt dies auch für die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen, Diskurse zu gestalten und die Regeln mitzubestimmen.
Thomas Piketty hat das langfristige Wiederaufleben einer hohen Vermögenskonzentration in modernen Gesellschaften eindrucksvoll dokumentiert [12]. Ein zeitgenössischer Marxist würde dies nicht nur als soziales, sondern auch als demokratisches Problem interpretieren. Denn eine Gesellschaft, in der die Produktivitätsgewinne digitaler Technologien in erster Linie den Besitzern großer Vermögen zugutekommen, läuft Gefahr, dass die öffentliche Sphäre zu einer Oligarchie verkommt. Die Demokratie bleibt dann zwar formal erhalten, wird aber inhaltlich ausgehöhlt.
5. KI als Höhepunkt des zeitgenössischen Kapitalismus
Künstliche Intelligenz verschärft diese Trends, da sie mehrere Machtquellen bündelt: Daten, Rechenleistung, Kapital, Patente, Talente und den Zugang zu Märkten. Gleichzeitig dehnt KI den Wirkungsbereich der Automatisierung auf Bereiche aus, die lange Zeit als relativ geschützt galten: Sprache, Bildproduktion, Analyse, Entscheidungsvorbereitung, Überwachung, Qualitätskontrolle, Personalbeschaffung und Kundenkommunikation. Die zentrale marxistische Frage lautet daher nicht in erster Linie, ob KI mächtig ist, sondern wem ihre Produktivitätsgewinne zugutekommen [13].
Daron Acemoglu und Simon Johnson betonen, dass technologischer Fortschritt historisch gesehen keineswegs automatisch zu weitverbreitetem Wohlstand führt; entscheidend sind vielmehr die institutionellen Rahmenbedingungen, in die er eingebettet ist [13–1]. Genau hier würde ihre Analyse mit einer modernisierten Lesart von Marx übereinstimmen. Wenn KI in erster Linie dazu dient, die Arbeitskräfte zu disziplinieren, Löhne zu drücken, Monopoleinnahmen zu verstärken und die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer weiter zu schwächen, dann ist sie nicht einfach ein neutrales Werkzeug, sondern ein Instrument spezifischer Eigentums- und Machtverhältnisse.
Gleichzeitig ist KI materieller, als ihre digitale Oberfläche vermuten lässt. Kate Crawford hat gezeigt, dass KI auf Rohstoffe, Energie, globale Lieferketten, prekäre Arbeitsverhältnisse und territoriale Infrastrukturen angewiesen ist [4–1]. Der Begriff „Cloud“ klingt ätherisch, verbirgt jedoch eine sehr bodenständige politische Ökonomie. Ein zeitgenössischer Marxismus müsste sich daher stärker auf die materiellen, ökologischen und geopolitischen Grundlagen digitaler Systeme konzentrieren als dies beim klassischen industriellen Fokus der Fall war.
6. Wie ein erneuerter Marxismus aussehen könnte
Aus all dem folgt nicht, dass man Marx einfach aktualisieren und dann unverändert übernehmen sollte. Ein Marxismus des 21. Jahrhunderts müsste demokratischer, feministischer, ökologischer und sensibler für die Informationstheorie sein als viele seiner historischen Varianten. Vor allem darf er die Macht des Staates nicht naiv behandeln: Der Staat kann Eigentumsverhältnisse stabilisieren, aber er kann auch regulieren, umverteilen und Gemeingüter schaffen. Die Alternative zur privaten monopolistischen Kontrolle muss daher nicht einfach eine vollständige bürokratische Verstaatlichung bedeuten.
Eine zeitgemäße marxistische Perspektive würde vielmehr auf die Demokratisierung zentraler Infrastrukturen abzielen. Dazu gehörten eine strenge Kartellpolitik, interoperable Standards, die Besteuerung extremen Reichtums, kollektive Rechte an Daten, Mitbestimmung beim Einsatz von KI, Transparenzanforderungen für algorithmische Entscheidungen sowie der Ausbau öffentlicher und gemeinwohlorientierter digitaler Infrastrukturen. Die Stärkung digitaler Gemeingüter und offener Wissensgemeingüter lässt sich ebenfalls in diesen Rahmen einordnen: nicht als romantische Nische, sondern als echte Gegenkraft zu exklusiven Eigentumsregimen [14].
Man könnte diesen erneuerten Marxismus daher als eine Theorie der Demokratisierung der Produktionsmittel unter digitalen Bedingungen beschreiben. Sein Gegenstand würde sich nicht auf die Fabrik beschränken, sondern die gesamte technische Ordnung umfassen, in der Wert geschaffen und das Leben organisiert wird. Seine zentrale Frage wäre nicht mehr nur: „Wem gehören die Maschinen?“, sondern gleichermaßen: „Wem gehören die Daten, die Modelle, die Netzwerke, die Schnittstellen und die Aufmerksamkeit?“
Schlußwort
Im Geiste von Marx neu gedacht, erscheint der zeitgenössische Kapitalismus als ein System, in dem wirtschaftliche, technologische und kommunikative Macht auf beispiellose Weise miteinander verflochten sind. Die Herrschaft der Eigentümer über die Produktionsmittel besteht fort, doch heute werden die Produktionsmittel zunehmend als Plattformen, die Cloud, Modelle, Datensätze und Protokolle bezeichnet. Die Ausbeutung verschwindet nicht; sie ändert lediglich ihre Form. Die Entfremdung endet nicht; sie wird algorithmisch. Die Klassenmacht löst sich nicht auf; sie taucht erneut auf als Kombination aus Unternehmensmacht, Vermögenskonzentration und Kontrolle über die Infrastruktur.
Genau deshalb bleibt Marx auch heute noch relevant – nicht als Maschine für vorgefertigte Antworten, sondern als Methode, um prägnante Fragen zu stellen. Wer produziert? Wem gehört was? Wer profitiert? Wer bleibt unsichtbar? Und wer schreibt die Regeln, nach denen die Technologie unser Arbeits- und Sozialleben prägt? Eine zeitgenössische marxistische Kritik würde ihre stärkste Pointe wahrscheinlich genau in diesem Satz finden: Das Problem mit der KI ist nicht nur, dass sie immer mehr kann, sondern dass immer weniger Menschen das besitzen, was sie kann.
Fußnoten
Kurze Bibliografie
- Acemoglu, Daron; Johnson, Simon: Macht und Fortschritt. New York 2023.
- Autor, David et al.: „The Fall of the Labour Share and the Rise of Superstar Firms“. In: QJE 135/2, 2020.
- Benkler, Yochai: The Wealth of Networks. New Haven 2006.
- Crawford, Kate: Atlas of AI. New Haven 2021.
- Gilens, Martin; Page, Benjamin I.: „Testing Theories of American Politics“. In: Perspectives on Politics 12/3, 2014.
- Gray, Mary L.; Suri, Siddharth: Ghost Work . Boston 2019.
- Khan, Lina M.: „Amazon’s Antitrust Paradox“. In: Yale Law Journal 126, 2017.
- Marx, Karl: Das Kapital, Marx-Engels-Werke 23.
- Marx, Karl: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie , Marx-Engels-Werke 42.
- Marx, Karl: Ökonomisch-philosophische Manuskripte, MEW-Beiband 1.
- Ostrom, Elinor: Governing the Commons. Cambridge 1990.
- Piketty, Thomas: Das Kapital im 21. Jahrhundert. Cambridge, MA 2014.
- Rosenblat, Alex: „Uberland“. Oakland 2018.
- Srnicek, Nick: Plattformkapitalismus. Cambridge 2017.
- Woodcock, Jamie: Die Gig-Economy. Cambridge 2020.
- Zuboff, Shoshana: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus. New York 2019.
- Für eine Erweiterung des Begriffs der Produktionsmittel auf digitale Infrastrukturen siehe Karl Marx, Das Kapital: Kritik der politischen Ökonomie, Band 1, Marx-Engels-Werke 23; sowie Nick Srnicek, Plattformkapitalismus, Cambridge: Polity, 2017.︎
- Marx’ Analyse von Mehrwert, Akkumulation, Konzentration und Zentralisierung des Kapitals wird ausführlich dargelegt in: Karl Marx, Das Kapital: Kritik der politischen Ökonomie , Band 1, Marx-Engels-Werke 23, insbesondere in den Abschnitten über den Arbeitsprozess, den Verwertungsprozess und die Akkumulation.︎
- Nick Srnicek, Platform Capitalism , Cambridge: Polity, 2017; Shoshana Zuboff, The Age of Surveillance Capitalism , New York: PublicAffairs, 2019.︎
- Kate Crawford, Atlas of AI: Power, Politics, and the Planetary Costs of Artificial Intelligence , New Haven: Yale University Press, 2021.︎
- Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie (1857/58), Marx-Engels-Werke 42, insbesondere das sogenannte „Maschinenfragment“ zum „allgemeinen Intellekt“.︎
- Mary L. Gray und Siddharth Suri, Ghost Work: How to Stop Silicon Valley from Building a New Global Underclass , Boston: Houghton Mifflin Harcourt, 2019.︎
- Karl Marx, Ökonomisch-philosophische Manuskripte von 1844 , MEW-Beiband 1, insbesondere der Abschnitt „Entfremdete Arbeit“.︎
- Alex Rosenblat, Uberland: How Algorithms Are Rewriting the Rules of Work , Oakland: University of California Press, 2018; Jamie Woodcock, The Gig Economy: A Critical Introduction , Cambridge: Polity, 2020.︎
- David Autor, David Dorn, Lawrence F. Katz, Christina Patterson und John Van Reenen, „The Fall of the Labour Share and the Rise of Superstar Firms“, The Quarterly Journal of Economics 135, Nr. 2 (2020): 645–709.︎
- Lina M. Khan, „Amazon’s Antitrust Paradox“, Yale Law Journal 126 (2017): 710–805.︎
- Martin Gilens und Benjamin I. Page, „Testing Theories of American Politics: Elites, Interest Groups, and Average Citizens“, Perspectives on Politics 12, Nr. 3 (2014): 564–581.︎
- Thomas Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert , Cambridge, MA: Harvard University Press, 2014.︎
- Daron Acemoglu und Simon Johnson, Macht und Fortschritt: Unser tausendjähriger Kampf um Technologie und Wohlstand , New York: PublicAffairs, 2023
- Zum Konzept der Allmende und offener Wissensinfrastrukturen siehe Elinor Ostrom, Governing the Commons , Cambridge: Cambridge University Press, 1990; Yochai Benkler, The Wealth of Networks , New Haven: Yale University Press, 2006.︎
Foto: Klaus Ulinski


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