„Verdamp lang her“… als er noch bei uns am Markt in Wermelskirchen stand.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich mir die 6er Packung „Supra“-Zigaretten für 50 Pfennig und zum anzünden eine Schachtel „welt hölzer“ dort gekauft habe.
Um sich diesen legendären, im Jahr 2010 nach Lindlar umgesiedelten, Kiosk wieder in Erinnerung zu rufen lohnt sich auf jeden Fall ein Ausflug ins Freilichtmuseum Lindlar.
„Der in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts im bergischen Heimatstil errichtete, kleine Kiosk zierte einst den Marktplatz der Stadt Wermelskirchen. Das „Büdchen“ diente jahrelang als „Kiosk am Markt“. Das Sortiment umfasste Zeitschriften, Tabak und Süßigkeiten. Nicht nur auf Kinder übte das „Büdchen“ mit seinen Pfennigartikeln wie Mäusespeck, Lakritz und Wundertüten eine magische Anziehungskraft aus.“
Aber nicht nur wegen des Kiosks lohnt sich ein Besuch des Freilichtmuseums in Lindlar.
Hier kann man das Leben der Menschen über die letzten drei Jahrhunderte auf dem Land in unserer Umgebung anhand von historischen Gebäuden kennenlernen.
Zahlreiche historische Gebäude (Höfe, Wohnhäuser, Werkstätten), wurden original abgebaut und auf dem Areal des Museums in Lindlar wieder aufgebaut . Dazu gehört auch „unser Büdchen“ aus Wermelskirchen.
Süßigkeiten oder ein Eis gibt es auch heute noch dort zu kaufen.
Interessant und lehrreich sind auch die Handwerksvorführungen (z. B. Schmiede, Seiler, Weber).
Rastplätze für die ganze Familie, Tiergehege und Spielplätze für die Kinder sind selbstverständlich auch vorhanden.
Alle Informationen findet ihr hier:
https://freilichtmuseum-lindlar.lvr.de/de/startseite.html
Und hier noch (ist vor einiger Zeit im Forum erschienen) etwas für Bastler:
https://papierdenkmal.de/kioskwermelskirchen

Fotos: Reinhard Hackländer


Kommentare
6 Kommentare zu „… unser Büdchen“
Am 11.09.2007 fand eine Bürgerinformationsveranstaltung im Rathaus statt.
„Bürgerinformationsveranstaltung
„Umbau Markt, Obere Remscheider Straße und Teilfläche Berliner Straße“
am 11.09.2007 um 19:30 Uhr im kleinen Ratssaal des Bürgerzentrums (R. 1.28)
ERGEBNISPROTOKOLL
anwesend: 64 (in Worten Vierundsechzig) Bürgerinnen und Bürger einschl. Mitglieder der Ratsfraktionen “
Hier der Teil, der sich um das Kiosk dreht:
„5. Themenbereich „Kioskgebäude“
Herr Bürgermeister Weik stellt fest, dass zu dem geplanten Abriss des Kioskgebäudes im Zu
sammenhang mit der Umgestaltung des Markts seitens der Anwesenden kein Widerspruch vorge
bracht worden sei. Er erklärt, dass das Kioskgebäude von „Selbstabholern“ abtransportiert und an
anderer Stelle wiedererrichtet werden könne. Interessenten können sich bei der Stadt melden. Die
genauen Modalitäten werden zurzeit noch geklärt.“
Quelle: Ratsinformationssystem der Stadt Wermelskirchen https://wermelskirchen.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZXoM0007Emo9nqja8Yw6q5TXj6uurtbm0gvSPYp5gOal/Anlage_1.pdf#search=Kioskgeb%C3%A4ude%20Kioskgeb%C3%A4udes
Danke für die Recherche,
die den gesamten Beratungsverlauf durch die Gremien,
den genauen Inhalt der Bürgerinformationsveranstaltung
bis hin zur Ratsentscheidung allerdings komplett aus dem
Kontext reißt.
L.G.
Stefan Schäfer
Nein Herr Schäfer, das ist das Ergebnis der vorhergehenden Debatten. Und nun steht das Kiosk in Lindlar. Dort steht es übrigens gut.
Sehr geehrter Herr Baschuweit,
„Um den Planungsprozess „Umgestaltung Markt“ fortführen zu können, ist eine Entscheidung
hinsichtlich des weiteren Umgangs mit dem Kioskgebäude sinnvoll.
Um die diesbezügliche Diskussion offen zu halten, verzichtet die Verwaltung bewusst auf einen
Beschlussvorschlag. Das Beratungsergebnis bleibt abzuwarten.“
Wortlaut Beschlussvorlage Gremium „Stadtentwicklung+Verkehr“
RAT/0890/2007
Beim „Bürgerdialog“ ging es nachweislich um Belange der Anwohner/Gewerbetreibenden
hinsichtlich der Verkehrsführung und Parkplätze im Zuge der Umgestaltung.
Aus einer bewussten Nichtbefassung eine „stillschweigende Zustimmung“ seitens
der Bürger zu generieren, gehört schon ein gewisses Maß an Missachtung der
Möglichkeiten direkter demokratischer Teilhabe.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Schäfer
Herr Schäfer,
die Fotos von Herrn Hackländer sind schön, das Museum ist schön und auch die Erinnerung ist schön.
Die von Ihnen zitierte Beschlussvorlage ist vom 12.02.2007. Das von mir erwähnte Ergebnisprotokoll zur Bürgerinformationsveranstaltung ist vom 11.09.2007.
Es mag ja sein, dass Ihnen das damalige Ergebnis aus 2006/2007 und die Entscheidung nicht gefällt, dennoch empfehle ich Ihnen sich jetzt damit abzufinden. Das Kioskhäuschen hat seinen schönen Platz seit nun beinahe zwei Jahrzehnten im Museum Lindlar gefunden. Für meinen Teil ist diese Diskussion hier im Forum an dieser Stelle jedenfalls beendet.
Hätte man hier einen Bürgerentscheid durchgeführt,
gehe ich jede Wette ein:
Das Büdchen würde heute noch an seinem alten Platz stehen.
L.G.
Stefan Schäfer