Warum man die Fußball-WM 2026 besser nicht schaut

Sind Sie im Fuß­ball WM Fie­ber? Oder nicht? In weni­gen Tagen star­tet die Fuß­ball WM 2026. Man schal­tet die WM ein, um 22 hoch­be­zahl­ten Mil­lio­nä­ren da­bei zuzu­se­hen, wie sie einem Ball hin­ter­her­lau­fen. Zwi­schen­durch erklärt ein Exper­te, war­um ein Ein­wurf in der 17. Minu­te spiel­ent­schei­dend war. Nach dem Spiel dis­ku­tie­ren fünf wei­te­re Exper­ten drei Stun­den lang dar­über, ob er wirk­lich spiel­ent­schei­dend war. Wäh­rend­des­sen ver­kauft die Wer­bung Autos, die man nicht braucht, Chips, die man nicht essen soll­te, und Wett­an­ge­bo­te, bei denen man sta­tis­tisch ver­liert.

Die Gast­ge­ber in den USA, Kana­da und Mexi­ko ver­spre­chen Völkerverständi­gung, die Fans beschimp­fen sich auf Un-Social Media, und am Ende ist ohne­hin der Schieds­rich­ter schuld. Falls dann noch ein unbe­re­chen­ba­rer Poli­ti­ker im Gast­ge­ber­land für Schlag­zei­len sorgt, kann man sich ent­spannt zurück­leh­nen und fest­stel­len: Die WM 2026 bie­tet nicht nur Fuß­ball, son­dern ein Komplettpa­ket aus Sport, Poli­tik, Kom­merz und Dra­ma – qua­si eine Rea­li­ty-Show mit Ab­seitsregel.

Der größ­te Vor­teil des Boy­kotts? Man spart vier Wochen Lebens­zeit, schont die Ner­ven und kann spä­ter bei jedem Gespräch sagen: „Ich habe die WM aus Prin­zip nicht geschaut.“ Nie­mand wird nach­fra­gen, wel­ches Prin­zip genau ge­meint ist. Der größ­te Nach­teil? Aus­ge­rech­net in die­sem Jahr gewinnt viel­leicht die deut­sche Mann­schaft – und man erfährt es erst durch die hupen­den Autos vor dem Fens­ter.

Fazit
Die WM 2026 nicht zu schau­en ist ein muti­ger Akt der Selbst­be­stim­mung. Die WM zu schau­en ist ein muti­ger Akt der Lei­dens­fä­hig­keit. Bei­de Sei­ten haben gute Argu­men­te.

Foto/Illustration: Chat Gpt

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Kommentare

3 Kommentare zu „Warum man die Fußball-WM 2026 besser nicht schaut“

  1. Avatar von Stefan Schäfer
    Stefan Schäfer

    Panem et cir­cen­ses.
    Ich den­ke die Fuß­ball WM passt ganz gut zum momen­ta­nen Zeit­geist.

    L.G.
    Ste­fan Schä­fer

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  2. Avatar von Frank Hermes
    Frank Hermes

    Als For­tu­na Fan bin ich ohne­hin lei­dens­fä­hig, daher guck ich WM. In die USA zu rei­sen, kommt dank Trump und der MAGA Bewe­gung sowie­so nicht in Fra­ge. Ich freue mich vor allem auf die klei­nen Län­der, die dabei sein dür­fen wie Cura­çao, Jor­da­ni­en und Irak oder die Cap Ver­den. Da Trump es den afri­ka­ni­schen Fans schwer machen will, über­haupt ein­zu­rei­sen bin ich prin­zi­pi­ell auch für die Schwarz­afri­ka­ni­schen Mann­schaf­ten.

    Die Deut­schen Spie­le sind die rei­ne Ent­span­nung. Wir sind ja kein Titel­fa­vo­rit. mit Ced­ric Itten und Sato­shi Tana­ka sind sogar zwei For­tu­nen, die in die drit­te Liga abge­stie­gen sind, bei der WM dabei.

    Und ich weiß, dass in vie­len Län­dern welt­weit der WM ent­ge­gen­ge­fie­bert wird.

    In Deutsch­land hält sich das Fie­ber in Gren­zen. Aber Ach­tung: Es kommt immer dann auf, wenn man am wenigs­ten damit rech­net.

    Stell Dir vor, die Elfen­bein­küs­te oder Gha­na wird Welt­meis­ter und Du hast es nicht gese­hen? 😄

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  3. Avatar von Harald Heidbüchel
    Harald Heidbüchel

    Lied der Fuß­ball-Natio­nal­mann­schaft 1973…da hat es noch Spaß gemacht :

    Ha! Ho! Heja heja he! Ha! Ho! Heja heja he! Ha! Ho!
    Heja heja he! Ha! Ho! Heja heja he!
    Fuß­ball ist unser Leben,
    denn König Fuß­ball regiert die Welt.

    Wir kämp­fen und geben Alles, dann ein Tor nach dem andern fällt.

    Ja, Einer für Alle, Alle für Einen.
    Wir hal­ten fest zusam­men,
    und ist der Sieg dann unser,
    sind Freu­d’und Ehr für uns alle bestellt.

    Ein jeder Geg­ner will uns natür­lich schla­gen,
    er kann’s ver­su­chen,
    er darf es ruhig wagen,
    doch sieht er denn nicht,
    dass hun­dert­tau­send Freun­de zusam­men steh’n.

    Ja! Wir spie­len immer,
    sogar bei Wind und Regen.
    Auch wenn die Son­ne lacht und and­re sich ver­gnü­gen,
    doch schön ist der Lohn,
    wenn hun­dert­tau­send Freun­de zusam­men steh’n.

    Ja! Fuß­ball ist unser Leben,
    denn König Fuß­ball regiert die Welt.
    Wir kämp­fen und geben Alles, dann ein Tor nach dem ander’n fällt.

    Ja, Einer für Alle, Alle für Einen.
    Wir hal­ten zusam­men,
    und ist der Sieg dann unser,
    sind Freud’ und Ehr’ für uns alle bestellt.
    Ha! Ho! Heja heja he! Ha! Ho! He!

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