Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel: Workshop „Spurwechsel“ stärkt Wege in Arbeit für Zugewanderte

Rhei­nisch-Ber­gi­scher Kreis. Wäh­rend die regio­na­le Wirt­schaft nach qua­li­fi­zier­ten Arbeits­kräf­ten sucht, bleibt der Zugang zum Arbeits­markt für neu­zu­ge­wan­der­te Men­schen oft eine Her­aus­for­de­rung. Wie las­sen sich vor­han­de­ne Poten­zia­le im Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis bes­ser nut­zen und wie wird aus einer vor­über­ge­hen­den Dul­dung oder Auf­ent­halts­ge­stat­tung eine ech­te beruf­li­che Per­spek­ti­ve? Die­sen zen­tra­len Fra­gen wid­me­ten sich mehr als 50 Fach­be­ra­te­rin­nen und Fach­be­ra­ter aus ver­schie­de­nen Insti­tu­tio­nen der Regi­on – wie Kom­mu­nen, Bera­tungs­stel­len, Job­cen­ter, Aus­län­der­be­hör­de – im Kreis­haus Heid­kamp in einem ganz­tä­gi­gen Work­shop. Unter dem Titel „Spur­wech­sel: Vom Asyl­su­chen­den zur Fach­kraft“ beleuch­te­te das Kom­mu­na­le Inte­gra­ti­ons­zen­trum des Rhei­nisch-Ber­gi­schen Krei­ses die recht­li­chen und prak­ti­schen Hür­den der Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on. Mit dem Work­shop, der Teil einer Rei­he zum The­ma Arbeits­in­te­gra­ti­on ist, sol­len Zuge­wan­der­te dabei unter­stützt wer­den, den Über­gang von einem pre­kä­ren Auf­ent­halts­sta­tus in eine gesi­cher­te Beschäf­ti­gung oder Aus­bil­dung leich­ter zu schaf­fen. Dabei wur­de deut­lich, dass der „Spur­wech­sel“ kein Selbst­läu­fer ist, son­dern inten­si­ve und koor­di­nier­te Arbeit aller Akteu­re erfor­dert.

Pra­xis­na­he Stra­te­gien für die wei­te­re Arbeit
Eine Fach­an­wäl­tin für Asyl- und Auf­ent­halts­recht gab den Teil­neh­men­den Ein­bli­cke in das aktu­el­le Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­setz. Dabei wur­den büro­kra­ti­sche Hür­den und War­te­zei­ten ana­ly­siert, die Zuge­wan­der­te und Bera­ten­de im All­tag oft vor Her­aus­for­de­run­gen stel­len. Anschlie­ßend erar­bei­te­ten die Exper­tin­nen und Exper­ten anhand kon­kre­ter Fall­bei­spie­le gemein­sa­me Stra­te­gien und Check­lis­ten. Die­se die­nen in der täg­li­chen Bera­tungs­pra­xis als wich­ti­ge Navi­ga­ti­ons­hil­fe, um Rat­su­chen­den Wege aus der Unge­wiss­heit auf­zu­zei­gen. Dazu zäh­len zum Bei­spiel die wei­te­re Iden­ti­täts­klä­rung, die Siche­rung des Lebens­un­ter­halts oder die Aner­ken­nung von beruf­li­chen und schu­li­schen Qua­li­fi­ka­tio­nen aus den Her­kunfts­län­dern.

Über­re­gio­na­le Ver­net­zung für bes­se­re Ergeb­nis­se
Ein beson­de­rer Mehr­wert der Ver­an­stal­tung war die über­re­gio­na­le Aus­rich­tung. Erst­mals wur­de der Work­shop für den gesam­ten Regie­rungs­be­zirk Köln geöff­net. Ziel ist es, sich über­re­gio­nal zu ver­net­zen und vom erfolg­rei­chen Vor­ge­hen ande­rer Kom­mu­nen zu ler­nen. Das erhöht die Qua­li­tät in der Bera­tung und trägt dazu bei, die Exis­tenz­grund­la­ge der rat­su­chen­den Men­schen nach­hal­tig zu sichern.

Nun gilt es, die­se Impul­se zu nut­zen, damit die Unter­neh­men künf­tig mehr Fach­kräf­te durch einen „Spur­wech­sel“ gewin­nen kön­nen.

Bild­quel­le: Mela­nie Schrö­der/R­hei­nisch-Ber­gi­scher Kreis

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