Die Meinungen über unsere Innenstadt gehen auseinander:
Die einen sehen Leerstand, wenig Leben und fehlende Angebote – andere sagen, so schlecht ist es gar nicht und es wird oft mehr kritisiert als nötig.
Klar ist: Die Innenstadt ist das Herz einer Stadt. Hier entscheidet sich, ob Menschen gerne bleiben, sich treffen und Zeit verbringen – oder eben nicht.
Doch wie ist die Lage wirklich?
👉 Wird hier ein echtes Problem sichtbar – oder reden wir unsere Innenstadt schlechter, als sie ist?
Wie nehmt ihr die Situation wahr?
Seid ihr regelmäßig dort unterwegs – oder eher selten?
Und was müsste sich eurer Meinung nach konkret verändern?
Wir sind gespannt auf eure ehrlichen Einschätzungen und Erfahrungen.
👇 Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Foto: Privat und KI erzeugt


Kommentare
4 Kommentare zu „Wermelskirchen diskutiert – Unsere Innenstadt: echtes Problem oder wird hier einfach nur zu viel gemeckert?“
Ich lebe in der Innenstadt und habe mich bewusst dafür entschieden.
Für meine Altersgruppe ist bestens gesorgt und ein Hit als Nahversorger ist ideal. Die parkenden Autos zum Wurst- und Brötchen holen stören mich gar nicht. Die Busverbindungen sind ideal aber der ÖPNV ist einfach zu teuer.
Schön wäre natürlich der gegenläufige Radverkehr.… vielleicht im nächsten Jahrhundert.
Sollten Schreibfehler drin sein bitte ich das zu entschuldigen
Als ich Ende 2021 nach WK zog, fand ich die Innenstadt optisch charmant. Nach und nach fiel mir die fehlende “Seele” auf: Überall unattraktive Steine und Beton, keine lockere, begrünte Atrmosphäre. Ab dem dritten Jahr begann ich die Innenstadt zu meiden, heute graut es mir davor. Allein schon die Auto- und Busflut: Gräuslich! (btw: Ohne Autozufahrt ginge es auch den Geldautomaten der Commerzbank besser!)
Über die “Busflut” sollten wir uns noch einmal austauschen; gerade da sehe ich ein erhebliches Defizit.
Streiten würde ich nicht um die Rechtschreibung bei deiner Beschreibung der “Innenstadt” als “gräulich”; “greulich” tät’s genauso.
Was ist denn “Innenstadt”? Über viele Jahrhunderte hinweg war der Ortskern auf den Umkreis der Stadtkirche beschränkt. Aus verschiedenen Gründen verändert sich das “Gesicht” der Stadt ungefähr seit dem Beginn der Industrialisierung, und die priorisierten Aufenthaltsorte wechseln mit der Mobilität der Menschen, und zwar mit hoher Frequenz. Das macht es für die Stadtentwicklungsplanung schwierig zu folgen, erst recht dann, wenn man sich aufs Reagieren festgelegt hat und nicht vorausschauend konzipiert (oder auch ANTIZIPIERT 😉). Dies hinwieder erfordert Kompetenz – den Mangel daran darf man bemeckern.
Moin!
Damals nahm ich an einer Ausschusssitzung teil, in der es unter anderem um den Jugendfreizeitpark und die Innenstadtplanung ging.
Vielleicht erinnert sich noch jemand daran, wie schwerfällig das Projekt für Kinder und Jugendliche in die Gänge kam? Einige Parteien standen von Anfang an hinter uns, während andere Lokalpolitiker nichts davon wissen wollten und das Vorankommen teilweise aktiv behinderten. Von der Präsentation bis zur Eröffnung sind ja nur 9 Jahre vergangen. Ironie aus!
Es war wohl der „Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr“ vor einigen Jahren. Damals wurde ein Planungsbüro beauftragt, verschiedene Innenstadtkonzepte für die Telegrafenstraße den Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Sitzung fand in den Räumlichkeiten der Feuerwehr statt. Mein Favorit war das Konzept einer Innenstadt mit gegenläufigem Radverkehr, das den Menschen statt des Autos den Vorzug gab. Die Prognose für den Einzelhandel und die damit entstehende Aufenthaltsqualität sah sehr gut aus.
Die Idee dahinter war, den Verkehrsfluss über den Brückenweg zu leiten, um die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Leider stimmte unter anderem die CDU geschlossen dagegen. Als Begründung für diese Ablehnung führte die CDU an, dass die Wermelskirchener es gewohnt sind, beim Überqueren der Telegrafenstraße nur auf eine Seite des fließenden Verkehrs zu achten. Es sei den Bürgern nicht zuzumuten, sich an eine neue Verkehrsführung zu gewöhnen. Echt jetzt?
Damit war die angestrebte Steigerung der Aufenthaltsqualität zugunsten der wild parkenden Autos vor den Geschäften vom Tisch. Dass das Gutachten einen fünfstelligen Betrag gekostet hat, ist nur eine Randnotiz. Heute fahren täglich 6.000 bis 7.000 Autos durch die Innenstadt, sodass von entspanntem Flanieren keine Rede sein kann.
Das ist Stadtplanung der 1970er Jahre!