Kläranlage Wermelskirchen wird modernisiert

Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit

Der Wup­per­ver­band saniert die Klär­an­la­ge Wer­mels­kir­chen. Sie soll moder­ner, effi­zi­en­ter und kli­ma­neu­tra­ler wer­den.

Am 26.05.2026 star­ten die Arbei­ten mit der Bau­stel­len­ein­rich­tung und dem Roh­bau. Sie dau­ern nach jet­zi­gem Stand bis cir­ca Mit­te 2029.

Im Rah­men der umfang­rei­chen Bau­maß­nah­men wer­den ver­schie­de­ne Anla­gen­tei­le erneu­ert.

Auf dem Plan steht bei­spiels­wei­se die Erwei­te­rung des Maschi­nen­hau­ses durch einen Anbau. Dar­in befin­den sich unter ande­rem die Geblä­se für die bio­lo­gi­sche Rei­ni­gungs­stu­fe. Die Mikro­or­ga­nis­men, die das Abwas­ser rei­ni­gen, wer­den über das Geblä­se mit Sau­er­stoff ver­sorgt. Durch die Nähe des neu­en Maschi­nen­hau­ses zu den Bele­bungs­be­cken und kür­ze­re Wege wird u. a. auch der Ener­gie­be­darf opti­miert. Die Dosier­sta­ti­on für Che­mi­ka­li­en, die für die Rei­ni­gung zum Ein­satz kom­men, ist eben­falls im Maschi­nen­haus unter­ge­bracht. Auch eine neue Mit­te­span­nungs­schalt­an­la­ge und Nie­der­span­nungs­haupt­ver­tei­lung wer­den im neu­en Maschi­nen­haus unter­ge­bracht.

Zudem wird für die Nie­der­span­nungs­ver­tei­lung der mecha­ni­schen Rei­ni­gungs­stu­fe und Zulauf­grup­pe ein neu­es Schalt­an­la­gen­ge­bäu­de gebaut.

Um kli­ma­neu­tra­ler zu wer­den, ersetzt der Wup­per­ver­band die Ölhei­zung durch Wär­me­pum­pen und stat­tet die Klär­an­la­ge mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen aus.

Im Rah­men des Pro­jek­tes wird die Pro­zess­leit­tech­nik auf den ein­heit­li­chen Stan­dard des Wup­per­ver­ban­des umge­stellt.

Dar­über hin­aus wer­den Maß­nah­men zur Opti­mie­rung von Schall­schutz sowie Geruchs­emis­sio­nen umge­setzt.

Auch wird der Brand­schutz an die aktu­el­len Anfor­de­run­gen ange­passt. Die betrieb­li­chen Räum­lich­kei­ten wer­den nach aktu­el­len Anfor­de­run­gen saniert.

Des Wei­te­ren wird die IT-Infra­struk­tur siche­rer gestal­tet. Dies ist für den Wup­per­ver­band, der auch KRI­TIS-rele­van­te Anla­gen betreibt, ein wich­ti­ges Anlie­gen.

Eine öko­lo­gi­sche Bau­be­glei­tung ist in das Pro­jekt ein­ge­bun­den. In die­sem Rah­men wur­den Fle­der­maus­nist­käs­ten auf der Anla­ge instal­liert, um den Arten­schutz zu för­dern.

Wäh­rend der Bau­zeit kommt es werk­tags zu Bau­stel­len­ver­kehr und Mate­ri­al­trans­port.

Die Maß­nah­me stei­gert die Ver­sor­gungs­si­cher­heit für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Die Anla­ge wird durch die Moder­ni­sie­rung fit für die Zukunft.

Hin­ter­grund­in­fos

Die Klär­an­la­ge wur­de 1960 gebaut und zuletzt 1992 – 1995 saniert. In ihr wird Abwas­ser aus gro­ßen Tei­len von Wer­mels­kir­chen gerei­nigt. Die Aus­bau­grö­ße beträgt 18.000 Ein­woh­ner­wer­te. Dar­in ent­hal­ten sind Ein­woh­ner und so genann­te Ein­woh­ner­gleich­wer­te aus Indus­trie und Gewer­be. Die Anla­ge kann maxi­mal 212 Liter Abwas­ser pro Sekun­de auf­neh­men. Die­ses wird dann in einem mehr­stu­fi­gen Ver­fah­ren auf der Anla­ge gerei­nigt.

Foto: Wup­per­ver­band

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