Heute hörte ich auf meiner morgendlichen Joggingrunde einen Podcast und in einem Beitrag wurde nochmals über die während der Ampelregierung unmögliche Auszahlung eines Klimageldes gesprochen. Angeblich war es damals unmöglich den Bürgern einfach so Geld zu überweisen, weil man auf Seite des Staates von seinen Bürgern keine Kontodaten habe. Jetzt wäre es möglich.
Viele Menschen kennen ihre individuelle Steuer-ID (nicht die Steuernummer), aber nur wenige wissen, dass man inzwischen auch seine IBAN direkt beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hinterlegen kann – ganz bequem per Smartphone. Mit der offiziellen App „BZSt IBAN+“ gibt es dafür jetzt einen digitalen Weg, der langfristig vieles einfacher machen könnte.
Was macht die App „BZSt IBAN+“?
Die App BZSt IBAN+ ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland, ihre Bankverbindung (IBAN) mit der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer zu verknüpfen beziehungsweise zu hinterlegen. Das geschieht direkt beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt).
Die Idee dahinter: Staatliche Auszahlungen, wie beispielsweise ein Energiegeld, könnten künftig schneller, einfacher und zuverlässiger direkt auf ein bekanntes Konto überwiesen werden – ohne Papierformulare oder wiederholte Angabe von Kontodaten.
Die Legitimation erfolgt über bestehende digitale Identitäten wie BundID oder ein ELSTER-Zertifikat, sodass die Zuordnung sicher erfolgt. (Achtung: BundID funktioniert nicht mit Apples Safari, dafür aber mit EDGE. ELSTER funktioniert anderherum nicht mit EDGE, dafür aber mit Safari.)
Warum ist das sinnvoll?
1. Weniger Bürokratie
Wer schon einmal auf eine staatliche Auszahlung gewartet oder Formulare ausgefüllt hat, kennt das Problem: Immer wieder muss dieselbe Kontoverbindung angegeben werden.
Ist eine aktuelle IBAN bereits zentral hinterlegt, reduziert das den Verwaltungsaufwand – sowohl für Bürger als auch für Behörden.
2. Schnellere Auszahlungen
Wenn Behörden bei berechtigten Leistungen bereits eine verifizierte Bankverbindung kennen, können Zahlungen potenziell schneller erfolgen.
Das kann insbesondere bei staatlichen Entlastungen, Einmalzahlungen oder Erstattungen hilfreich sein.
3. Mehr Sicherheit
Statt Kontodaten mehrfach per Brief oder in unterschiedlichen Formularen zu übermitteln, kann eine einmal verifizierte und zentral gespeicherte IBAN das Risiko von Tippfehlern oder veralteten Kontodaten reduzieren.
Gerade bei Umzügen oder Kontowechseln kann das praktisch sein.
4. Ein Schritt Richtung digitale Verwaltung
Deutschland wird oft für langsame Digitalisierung kritisiert. Digitale Dienste wie BZSt IBAN+ zeigen, dass sich etwas bewegt: Weniger Papier, weniger Behördengänge und mehr digitale Selbstverwaltung.
Für Bürger bedeutet das vor allem eines: weniger Aufwand im Alltag.
Kann man prüfen, ob bereits eine IBAN hinterlegt ist?
Ja. Die App bietet nicht nur die Möglichkeit, eine IBAN zu übermitteln, sondern auch zu prüfen, welche Bankverbindung bereits gespeichert ist. Wer unsicher ist, ob seine Daten aktuell sind, kann das dort direkt nachsehen.
Fazit
Die App BZSt IBAN+ ist zwar noch wenig bekannt, könnte aber für viele Menschen nützlich werden. Die Möglichkeit, eine IBAN sicher mit der Steuer-ID beim Bundeszentralamt für Steuern zu verknüpfen, spart langfristig Zeit und vereinfacht staatliche Auszahlungen.
Gerade in Zeiten, in denen digitale Verwaltungsangebote immer wichtiger werden, ist das ein praktischer Schritt in die richtige Richtung – unkompliziert direkt vom iPhone oder Smartphone aus.
Tipp: Wer häufig mit Behörden zu tun hat oder sicherstellen möchte, dass zukünftige staatliche Zahlungen korrekt ankommen, sollte prüfen, ob die eigene IBAN bereits hinterlegt ist.
Kompatibel für iPhone und iPod touch (ab iOS 15.1), Mac (ab macOS 12.0 und Apple M1-Chip) sowie Apple Vision (ab visionOS 1.0). https://apps.apple.com/de/app/bzst-iban/id6749314498
Kompatibel für Android-Geräte ab Android 9.0. https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bzst.app
Foto: KI generiert
wird geladen…


Schreibe einen Kommentar