Klar ist hier in Südfrankreich vieles anders: Das Klima, Meer und Palmen, essen, trinken, Verkehrsregeln und Auto fahren und natürlich die Sprache. Und man braucht so ein bis zwei Tage bis einem noch etwas auffällt: Es ist sauber! Nicht nur ordentlich sondern richtig sauber. Auf den Promenaden, in den Fußgängerzonen, in den Grünanlagen – kein Müll und keine Kippen.
Während wir in Wermelskirchen die Fugen der Pflastersteine mittlerweile gut mit Kippen gefüllt haben gibt es hier nichts. Überall stehen Mülleimer und da quellen keine Pizzakartons raus. Es gibt große Müllcontainer, die durch eine feine Steinverkleidung kaum auffallen. Und auch hier stellt niemand seinen Hausmüll daneben oder entsorgt seinen Sperrmüll. Wir können nur staunen.
Über winzig kleine Straßen (auf der Karte weiß markiert) erkunden wir das Hinterland und entdecken traumhafte Dörfer in den Bergen. Fast überall gibt es einen zentralen Platz mit Straßencafés und Restaurants. Wir bummeln durch wunderbare Gassen und auch hier sind Wege und Plätze sauber und gepflegt. Selbst im Umfeld von Imbissläden (oder schlimmstenfalls McDonalds) haben wir nie Verpackungsreste erlebt.
Was läuft bei uns falsch? Warum vermüllen die Menschen ihr eigenes Umfeld? Warum ist das alles egal?
Ich habe keine Antwort, erlebe aber gerade dass es auch anders geht.
Foto: Walter Schubert


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