Dritte Stufe der Energiewende: Jetzt fährt auch das Auto elektrisch

Nun haben wir die drit­te Stu­fe unse­rer klei­nen pri­va­ten Ener­gie­wen­de gezün­det: Unser rund 20 Jah­re alter Smart-Ben­zi­ner wur­de ver­kauft – und statt­des­sen fährt nun ein Smart fort­wo EQ elek­trisch, ein City­flit­zer. 60 KW (82 PS), klei­ne Reich­wei­te von cir­ca 130 km, also im Win­ter weni­ger. Pas­send für unse­re Zwe­cke.

Gera­de im Som­mer­halb­jahr haben wir regel­mä­ßig Strom übrig. Schließ­lich hei­zen wir dann nicht und erzeu­gen durch unse­re Bal­kon­kraft­werk-Solar­an­la­ge reich­lich Ener­gie. Gleich­zei­tig woll­te ich ger­ne etwas umwelt­scho­nen­der unter­wegs sein – auch wenn wir mit dem Auto nur knapp unter 2.000 Kilo­me­ter pro Jahr fah­ren. Das meis­te erle­di­gen wir ohne­hin zu Fuß.

Des­halb habe ich mich bewusst für einen zwei Jah­re alten Smart fort­wo EQ ent­schie­den. Mir war wich­tig, kein neu­es Auto extra pro­du­zie­ren zu las­sen. So wird die Umwelt nicht zusätz­lich belas­tet und zugleich liegt der größ­te Wert­ver­lust bereits hin­ter dem Fahr­zeug – was wie­der­um mei­nem Geld­beu­tel zugu­te­kommt.

Mit gera­de ein­mal 20.000 Kilo­me­tern Lauf­leis­tung, geprüf­ter Bat­te­rie und gekauft beim ört­li­chen Händ­ler fühl­te sich das nach einer guten Ent­schei­dung an.

Ein Elek­tro­au­to bin ich zuvor noch nie gefah­ren – und ich muss sagen: Das sind wirk­lich Wel­ten im Ver­gleich zum alten Smart. Allein schon der tech­ni­sche Fort­schritt in den Ein­zel­kom­po­nen­ten ist bemer­kens­wert. Ich bin begeis­tert. Lei­se, direkt, unkom­pli­ziert – gera­de für unse­re kur­zen Stre­cken passt das Kon­zept per­fekt.

Gela­den wird ganz ent­spannt zu Hau­se an der nor­ma­len Steck­do­se: lang­sam mit rund 1.800 Watt Lade­leis­tung, davon etwa 800 Watt aus dem Spei­cher unse­res Bal­kon­kraft­werks. Der Akku ist min­des­tens ein hal­bes Jahr ohne­hin dau­er­haft gut gefüllt und das Auto steht zwi­schen­durch oft lan­ge genug her­um. Zeit zum Laden haben wir also reich­lich – und die vier Tank­stel­len­be­su­che im Jahr spa­ren wir uns eben­falls.

Wer hier schon län­ger mit­liest, weiß: Ganz plötz­lich kommt die­ser Schritt nicht. Ich berich­te­te bereits dar­über, dass wir uns ein Bal­kon­kraft­werk mit 2.000 Watt Peak (Wp) aufs Dach haben mon­tie­ren las­sen – jeweils 1.000 Wp auf der Ost- und auf der West­sei­te. Dazu betrei­ben wir mitt­ler­wei­le einen Strom­spei­cher mit 7,5 kWh Kapa­zi­tät. Das Bal­kon­kraft­werk darf maxi­mal 800 Watt ins Haus­netz ein­spei­sen. Ist der Spei­cher voll und ab sofort auch der des Smart, fließt über­schüs­si­ger Strom ins Netz unse­res Strom­an­bie­ters – aller­dings ohne Ver­gü­tung.

Als nächs­te Stu­fe unse­rer per­sön­li­chen Ener­gie­wen­de kam dann eine Wär­me­pum­pe in unser altes Fach­werk­haus. Sie heizt deut­lich effi­zi­en­ter als die bis­he­ri­ge Lösung und nutzt gera­de in den Über­gangs­zei­ten auch den Strom aus dem Akku unse­res Bal­kon­kraft­werks.

Nun also auch das Auto elek­trisch. Mal sehen, wel­che Stu­fe unse­rer klei­nen Ener­gie­wen­de als Nächs­tes kommt.

Foto: Lutz Bal­schu­weit

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