Die Regenbogenflagge

Fast jeder kennt sie. Manch­mal sieht man sie an ver­schie­de­nen Gebäu­de wehen. Auch bei uns in Wer­mels­kir­chen, wenn auch nicht all­zu oft. Man­che wol­len sie jedoch teil­wei­se oder ganz aus dem öffent­li­chen Raum ver­ban­nen.

Die Regen­bo­gen­flag­ge ist ein Sym­bol für Viel­falt und gegen Dis­kri­mi­nie­rung, doch sie wird immer wie­der und ver­mehrt Ziel von Hass und Gewalt.

Sie ist das welt­weit bekann­tes­te Sym­bol der LGBTQIA+ Com­mu­ni­ty und steht für Viel­falt, Tole­ranz, Offen­heit und die Ver­bun­den­heit von Schwu­len, Les­ben, bise­xu­el­len, trans, inter­ge­schlecht­li­chen, ase­xu­el­len, aro­man­ti­sche, agen­der Per­so­nen und dem Plus­zei­chen für wei­te­re Geschlechts­iden­ti­tä­ten.

Ursprung:
Die Flag­ge wur­de 1978 in den USA ent­wor­fen und erst­mals am 25. Juni 1978 beim „Gay Free­dom Day“ in San Fran­cis­co gehisst. Der Künst­ler und Akti­vist Gil­bert Bak­er schuf sie auf Wunsch des ers­ten offen schwu­len US-Poli­ti­kers Har­vey Milk. Die Flag­ge wur­de 1979 zum offi­zi­el­len Sym­bol der Bewe­gung.

Bedeu­tung und Far­ben:
Ursprüng­lich hat­te die Flag­ge acht Far­ben, jede mit eige­ner Bedeu­tung.

• Rosa: Sexua­li­tät

• Rot: Leben

• Oran­ge: Hei­lung

• Gelb: Son­nen­licht

• Grün: Natur

• Tür­kis: Magie oder Kunst

• Blau: Har­mo­nie

• Vio­lett: Geist

In der Fol­ge­zeit wur­de die Flag­ge aus prak­ti­schen Grün­den (z. B. bei der Pro­duk­ti­on) auf sechs Far­ben redu­ziert. Die heu­te am ver­brei­tets­ten sind: Rot, Oran­ge, Gelb, Grün, Blau und Vio­lett.

His­to­ri­scher Kon­text:
Das Sym­bol des Regen­bo­gens hat jedoch eine tie­fe­re und älte­re Geschich­te. Es gilt in vie­len Kul­tu­ren welt­weit als Zei­chen des Frie­dens, des Auf­bruchs und der Ver­än­de­rung. Bereits in der Zeit der Bür­ger­krie­ge in Deutsch­land sah Tho­mas Münt­zer den Regen­bo­gen als Sym­bol des Auf­bruchs. In der moder­nen Bewe­gung wur­de das Regen­bo­gen­sym­bol jedoch spe­zi­fisch für die Sicht­bar­keit und Rech­te von LGBTQIA+ Per­so­nen adap­tiert.

Heu­te wird die Flag­ge welt­weit bei Pri­de-Para­den und im öffent­li­chen Raum gezeigt, um Soli­da­ri­tät und Akzep­tanz zu signa­li­sie­ren.

Foto Eco­sia KI / Die­ser Bei­trag wur­de teil­wei­se mit Eco­sia KI erstellt.

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Kommentare

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6 Kommentare zu „Die Regenbogenflagge“

  1. Avatar von Horst Rosen
    Horst Rosen

    Vexil­lo­lo­gie (latei­nisch vex­il­lum ‚Fah­ne‘ und ‑logie), Fah­nen­kun­de:

    - Die Deutsch­land­fah­ne steht für Staat, Nati­on und die Bun­des­re­pu­blik.

    - Die Regen­bo­gen­fah­ne steht für Viel­falt, Akzep­tanz und die Gleich­be­rech­ti­gung von LGBTQ+-Menschen.

    War­um sehen man­che einen Gegen­satz?
    Weil sie die Regen­bo­gen­fah­ne als poli­ti­sches Sym­bol ver­ste­hen und befürch­ten, dass natio­na­le Iden­ti­tät dadurch in den Hin­ter­grund gerät.

    War­um sehen ande­re kei­nen Gegen­satz?
    Weil sie sagen: LGBTQ+-Menschen sind Teil Deutsch­lands – des­halb kön­nen deut­sche Iden­ti­tät und gesell­schaft­li­che Viel­falt neben­ein­an­der­ste­hen.
    Der eigent­li­che Streit dreht sich daher weni­ger um die Fah­nen selbst als um die Bedeu­tung, die man ihnen gibt.

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  2. Avatar von Stefan Schäfer
    Stefan Schäfer

    Die Regen­bo­gen­flag­ge wird für mich nie­mals auch nur
    im Ansatz den Stel­len­wert von Schwarz-Rot-Gold haben.

    Die Far­ben die lt. GG für “Einig­keit und Recht und Frei­heit” ste­hen,
    sind für mich nicht ver­han­del­bar und durch nichts zu erset­zen.

    Lie­be Grü­ße

    Ste­fan Schä­fer

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    1. Avatar von stefan wiersbin
      stefan wiersbin

      Herr Schä­fer, das die Flag­ge der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, des demo­kra­ti­schen Deutsch­lands, einen hohen Stel­len­wert in unse­rem Land hat, bestrei­tet doch nie­mand. Unter unse­rer Natio­nal­flag­ge ver­sam­melen sich hof­fent­lich alle demo­kra­ti­schen Kräf­te und ver­tei­di­gen die­se gegen die demo­kra­tie­feind­li­che, rechts­ra­di­ka­le AfD. – Jetzt, wo die­se Kräf­te nach der Macht grei­fen, ist dies umso mehr Not­wen­dig. Und, den­noch oder gera­de des­we­gen hat die Regen­bo­gen­flag­ge eine eben­so gro­ße Bedeu­tung, da die­se für Gleich­heit und Men­schen­wür­de steht, egal woher jemand kommt, was er glaubt, wen er liebt, wel­che sexu­el­le Ori­en­tie­rung er hat, ob mit Behin­de­rung oder nicht. – Im ers­ten Arti­kel des Grud­ge­setz steht schieß­lich: “Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar. Sie zu ach­ten und zu schüt­zen ist Ver­pflich­tung aller staat­li­chen Gewalt”, GG 1,1

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      1. Avatar von Stefan Schäfer
        Stefan Schäfer

        Sehr geehr­ter Herr Wiers­bin,

        ich zitie­re: “die Regen­bo­gen­flag­ge eine eben­so gro­ße Bedeu­tung, da die­se für Gleich­heit und Men­schen­wür­de steht, egal woher jemand kommt, was er glaubt, wen er liebt, wel­che sexu­el­le Ori­en­tie­rung er hat”.

        Wer unse­re FDGO und das damit ver­bun­de­ne Schwarz-Rot-Gold ach­tet,
        die Wer­te ver­in­ner­licht und nach außen trägt,
        der braucht kei­ne bun­ten “Ersatz­flag­gen”.

        Wäre das nicht auch mal ein Anreiz für Sie,
        mit die­sen Wer­te­vor­stel­lun­gen unse­re Flag­ge hoch­zu­hal­ten ?

        Lie­be Grü­ße

        Ste­fan Schä­fer

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        1. Avatar von stefan wiersbin
          stefan wiersbin

          Herr Schä­fer, Die Regen­bo­gen­fah­ne ist kein Ersatz für was auch immer, son­dern steht wie Herr Rosen in sei­nem Kom­men­tar rich­ti­ger Wei­se schreibt “Die Regen­bo­gen­fah­ne steht für Viel­falt, Akzep­tanz und die Gleich­be­rech­ti­gung von LGBTQ+-Menschen.” – Und, ja, es ist poli­tisch abso­lut wich­tig für unse­re Rech­te ein­zu­ste­hen, solan­ge irgend­wo auf der Welt die Viel­falt der Mensch­heit in Fra­ge gestellt ist.

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  3. Avatar von stefan wiersbin
    stefan wiersbin

    Flag­ge zu zei­gen ist in der heu­ti­gen poli­ti­schen Situa­ti­on wich­ti­ger denn je. – Ob in Deutsch­land, in Euro­pa oder Welt­weit. Nie hät­te ich gedacht, dass in Deutsch­land eine rechts­extre­me Par­tei, die nach mei­ner Mei­nung, in der Tra­di­ti­on der Nazis aggiert, wie­der nach poli­ti­schen Ämtern greift. Nie hät­te ich gedacht, dar­über Nach­den­ken zu müs­sen even­tu­ell aus poli­ti­schen, aber eben auch weil ich Homo­se­xu­ell bin, mein Hei­mat­land ver­las­sen zu müs­sen. – Wohin? Gute Fra­ge, im Anbe­tracht der Tat­sa­che, dass die Rechts­ra­di­ka­len nicht nur bei uns nach der poli­ti­schen Macht grei­fen. – Noch bin ich nicht bereit, denen das Feld Kampf­los zu über­las­sen. Noch hof­fe ich auf die poli­ti­sche Ver­nunft der Mehr­heit mei­ner Mit­bür­ger. Ich bin Mensch und Demo­krat. Solan­ge es geht, wer­de ich mei­ne Stim­me für unse­re Demo­kra­tie, für die Men­schen­rech­te und den gewon­ne­nen Frei­hei­ten erhe­ben.

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