Grüne fordern Hitzeschutzcheck

Kom­men­tar zum Antrag der Frak­ti­on Bünd­nis 90 Die Grü­nen vom 15.09.2026

Der Antrag der Wer­mels­kir­che­ner Grü­nen vom 15.09.2026 die Ver­wal­tung, mit einem Hit­ze- und Kli­ma­schutz­check beson­ders in Hin­blick auf die Wer­mels­kir­che­ner Schu­len zu beauf­tra­gen, greift ein The­ma auf, das weder wirk­lich neu noch über­ra­schend ist. Beson­ders die star­ke Auf­hei­zung der Modul­bau­ten an der Gesamt­schu­le war bereits vor den Som­mer­fe­ri­en ein viel­be­ach­te­tes The­ma.

For­umWK hat­te die Ver­wal­tung schon zu die­sem Zeit­punkt mit kon­kre­ten Fra­gen kon­fron­tiert. Die Ant­wor­ten vom 6. Juli und wei­te­re Nach­fra­gen mach­ten vor allem eines deut­lich: Das Pro­blem ist bekannt. Über­zeu­gen­de kurz­fris­ti­ge Lösun­gen gibt es (noch) nicht. 

Nun soll die Ver­wal­tung auf Antrag der Grü­nen einen Kli­ma­an­pas­sungs­check an Schu­len und Kin­der­ta­ges­stät­ten und sich dar­aus erge­ben­de prio­ri­sie­ren­de Maß­nah­men, unter ande­rem, zu Ver­schat­tung, Lüf­tung, Begrü­nung, Ent­sie­ge­lung und gege­be­nen­falls akti­ver Küh­lung zeit­lich vor­zie­hen. Also erneut einen „Check“ durch­füh­ren. Dage­gen ist bestimmt nichts ein­zu­wen­den. Noch über­zeu­gen­der wäre es aller­dings, wenn der Abschluss die­ser Prü­fung mit einer fes­ten zeit­li­chen Vor­ga­be ver­bun­den wäre. 

Ana­ly­sie­ren, Prio­ri­sie­ren, Ent­schei­den 

Für eine lang­fris­ti­ge Kli­ma­an­pas­sung aller Schu­len und Kitas braucht es selbst­ver­ständ­lich eine Bestands­auf­nah­me und eine sinn­vol­le Set­zung der Schwer­punk­te. Bei den Modul­bau­ten der Gesamt­schu­le liegt der Fall jedoch anders. Hier besteht kein Erkennt­nis­pro­blem mehr.

Wenn sich Unter­richts­räu­me bei som­mer­li­cher Hit­ze der­art auf­hei­zen, dass kon­zen­trier­tes Ler­nen unmög­lich wird, muss nicht ewig unter­sucht wer­den, ob etwas getan wer­den kann. Wei­te­re wirk­sa­me, also ech­te Ver­bes­se­run­gen müs­sen zügig geschaf­fen wer­den. 

Fas­sa­den­be­grü­nung, Ent­sie­ge­lung oder ein Grün-PV-Dach sind unbe­strit­ten sinn­voll. Den Schü­le­rin­nen und Schü­lern hel­fen sol­che Pro­jek­te aber wenig, wenn sie im nächs­ten oder erst im über­nächs­ten Som­mer, usw. wie­der in über­hitz­ten Klas­sen­räu­men sit­zen oder wie­der ver­mehrt Unter­richts­aus­fäl­le unver­meid­bar sind. 

Außen­lie­gen­der Son­nen­schutz, bes­se­re Lüf­tungs­mög­lich­kei­ten und – wenn ande­re Maß­nah­men nicht aus­rei­chen – muss eine geeig­ne­te akti­ve Küh­lung wohl vor Beginn des nächs­ten Schul­jahrs umge­setzt wer­den. 

Schnell Han­deln 

Wirk­sa­me Maß­nah­men, so der Antrag, sol­len mög­lichst vor Beginn der Hit­ze­pe­ri­ode 2027 geprüft und umge­setzt wer­den. 

Wer­mels­kir­chen ver­fügt mit dem Inte­grier­ten Kli­ma­an­pas­sungs­kon­zept bereits über eine fach­li­che fun­dier­te Aus­gangs­ba­sis. Schu­len und Kin­der­ta­ges­stät­ten sind dar­in aus­drück­lich berück­sich­tigt. Der Antrag der Grü­nen auf zeit­li­che Bevor­zu­gung ist fol­ge­rich­tig. Und der dar­in ent­hal­te­ne Hin­weis auf den Bil­dungs­auf­trag, den die Stadt zu erfül­len hat, ist rich­tig und muss an der Stel­le noch ein­mal betont wer­den.

Bleibt zu hof­fen, dass die vor uns lie­gen­de küh­le­re Jah­res­zeit die loka­len Poli­ti­ker ande­rer Rats­frak­tio­nen und die Ent­schei­der in der Ver­wal­tung nicht dazu ver­lei­tet, Hit­ze­re­kor­de und die Höchst­zah­len an Hit­ze­to­ten und hit­ze­be­dingt erkrank­ten Men­schen im Som­mer 26 schnell aus dem Blick zu ver­lie­ren. Denn Kli­ma­an­pas­sung ist auch in Wer­mels­kir­chen in allen Lebens­be­rei­chen alter­na­tiv­los. 

Hier fin­den Sie den Antrag

Bei­trags­bild: Lothar Dähn

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